Das Leben nimmt jetzt endlich seinen alltaeglichen Lauf. Ja, auch bei mir kann es mal ganz monoton zugehen, aber was heisst hier schon montoton. So sind es doch die kleinen, aber feinen Details, mit denen ich euch die naechsten paar Zeilen berieseln werde. Sie sind weder chronologisch, noch vollstaendig, aber dennoch entscheidend fuer mein derzeitiges Leben. Es sind Kleinigkeiten, die nicht so einfach vergessen werden duerfen:
- Seit Anfang letzter Woche gehe ich regelmaessig ins Schwimmbad und da ich ja irgendwie an eine obligatorische Badekappe kommen musste, habe ich in der Dusche eine Hellblaue mitgehen lassen. Sie traegt die Aufschrift "La Perla" und muss davor einem Mutanten gehoert haben. Die Kappe ist naemlich ! mir ! zu gross und rutscht mir waehrend meinen hundert Bahnen ueber den Schaedel. Was fuer ein Anblick. Uebrigens hat hier die Bahn ca. 20 Meter Laenge. Ungefaehr halt.
- Seit gestern ist wieder mein Schweizer Mitbewohner zurueck von einem Kurztripp in die Schweiz (Basel). Hat eine Unmenge an Kaese mitgebracht und jetzt stinkt die Wohnung nach jedem Oeffnen des Kuehlschranks. Ich wusste nicht, dass der als harmlos geltende Tillsiter so stinken kann.
- Mein chilenischer Mitbewohner mit deutschen Wurzeln ist uebrigens in der zweiten deutschen Feuerkompanie seines Ortes Orosuna oder so.
- Der Duschkopf haelt bei uns nicht und wir haben keinen Schraubenzieher. Wir muessen also beim Duschen den Kopf fast vertikal anstellen, damit er nicht aus der Halterung fliegt. AHHHHHHHHHHHHHHHH
- Hier eingige kulinarische Koestlichkeiten: Judias (Bohneneintopf mit Chorizo), Tinto de Verano (Radler mit Rotwein statt Bier), Clara (Radler oder Alster), Cacis (so ne strange Frucht), Caña (kleines Bier), Los Molinos (meine Hauswein-Marke), churros con chocolate (Schmalzgebaeck mit Schokotunke, zum Fruehstueck!), pipas (Sonnenblumkerne mit Schale zum Knuspern, Was fuer eine Arbeit!), drei Biersorten (San Miguel, Mahou, Cruzcampo), Patatas bravas oder ali oli (Kartoffeln mit scharfer Tomatensosse oder mit Knoblauch-Mayonaise)
- Die wichtigste Worte und Ausdruecke: Que guay (Wie cool), No pasa nada (Alles okay), No te preocupes (Mach dir keine Sorgen), Que fuerte (Wie krass)
- Der Lieblingsstil des schwimmenden Spaniers ist "Ruecken-Brust" oder "Wasserlaufen"
- Hab am WE meinen bisherigen Lieblingsclub gefunden. Er nennt sich Supersonic, es kommt Alternativ, Rock, Electro, kostest keinen Eintritt und das Bier fuer 3 Euro.
- Hab mir heute neue Leder-Schuhe beim Chino gekauft, fuer 18 Euro
- Zu mir fahren nachts 2 Nachtbus (5,7). Hierbei sei erwaehnt, dass ich direkt zwischen zwei U-Bahn-Stationen wohne (Manuel Becerra Lineas 2,6; Las Ventas Lineas 2,5)
- Mein Bett ist kleiner als ich, sodass meine Fuesse nachts "ueber freiem Himmel schlafen".
- Den besten Kaffee gibts in der Kette Faborit und nicht im Starbucks, dem Drecksladen. Dazu muss man sagen, dass der spanische Kaffee (cafe con leche) in Gaenze nicht ganz ernstzunehmen ist.
- Meine Universitaet liegt in Fuenlabrada, ich muss 2mal umsteigen in drei verschiedenen Verkehrsmitteln und brauche von Tuer zu Tuer ca. 1h 15 Min.. Bin daher nur Dienstags, Donnerstags und Freitags in der Uni.
- Meine 3 Kurse: Spanisch, Paisaje y Cultura espanola, Introduccion en el Cine
- Schwimmen: Montag, Mittwoch, Freitag
- Eine lata (Dose) Bier kostet beim Chino zwischen 0,75 und 1Euro.
- Meine Lieblingsbarrios (Stadtteile) sind Las Letras und Malasaña
- Ich wohne am Rand des Stadtteils Salamanca
- Wie haben tagsueber fast immer Sonnenschein (15-20 Grad), es wird aber auch hier morgens und abenda merklich kaelter (8-10 Grad).
- Filme gibt es hier erst ab 22 Uhr mit 3 mal jeweils ueber 5 Minuten Werbung.
- Real (Norden) hat fast dreimal so viel eingetragene Fans wie Athletico (Sueden). Ausserdem zahlt man hier fuer Championsleague weniger als fuer die Liga
- Getafe ist uebrigens schneller zu erreichen als meine Uni
- War gestern alleine in einem Konzert (Book of Longing) von Phil Glass, der Gedichte und Schriftstuecke von Leonard Cohen vertont hat. Nebenbei wurden noch vor allem Selbstportraets des Dichters gezeigt.
- Am Mittwoch werde ich als Besucher im Congreso (Bundestag) unterwegs sein. Man diskutiert u.a. ueber des Ley Memoria de la Historia
Mehr faellt mir gerade nicht ein. Falls einer von euch spezielle Fragen geklaert haben moechte. Bitte kurz in nem Kommentar vermerken.
Montag, 29. Oktober 2007
Montag, 22. Oktober 2007
Von Zwillingswetten und Fischstäbchen
Wie ich schon in meinem letzten Beitrag geschrieben habe, lern man hier viel über sich selbst, über seine Bedürfnisse und seine Eigenschaften kennen.
Am letzten Donnerstag bin ich noch ein weiteres Mal auf den Fehler reingefallen, auf eine Erasmus-Party zu gehen. Erasmus feiert ja dieses Jahr sein 20jähriges Bestehen. Nach einer Stunde Langeweile inklusive 12€-Eintritt für Getränke, die mehr Eis als Getränk enthielten, und Essen, was aus Grissini mit Wurst bestand, bin ich auch schon wieder auf der Strasse gewesen. Ein kühles Bier in der Kneipe um die Ecke hat mich aber schnell wieder versöhnt.
Das Wochenende verlief erstaunlich ereignisslos. Ich habe lediglich mit meinen 2 Mitbewohnern die fehlenden Einrichtungsgegenstände für unsere sonst sehr gut ausgestattetes Heim eingekauft. Nachdem der "Corte Ingles" uns zu teuer war,(ist so was wie der Karstadt Spaniens) haben wir sämtliche Sachen (Schneidbrett, Toaster, Schüssel, Kochlöffel, Pfanne) einfach im Supermarkt "Carrefour" gekauft. Auf dem Heimweg entdeckten wir dann noch einen chinesischen Trödelladen, wo alle Sachen nochmal viel billiger waren. Der "Chino" hat hier in Spanien zu jeder Tageszeit geöffnet und auch alles was man zum Leben braucht und auch das was man nicht braucht. Ausserdem widmete ich mich neben dem Putzen der Wohnung auch noch dem Schreiben meines ersten Essays über meine 10 Lieblingsfilme. "Dschungelbuch" war da natürlich meine erste Wahl. Ist halt einfach der Film aus meiner Kindheit, an den ich mich neben "In der Arche ist der Wurm drin" erinnern kann. Hab ihn schon allein im Kino 3-4 gesehen und zuhause hatten wir auch für unsere schöne alte Kamera ne Kurzfassung vom "Dschungelbuch".
Ihr seht schon dieses Wochende stand ganz im Zeichen meiner Kindheit und die Flashbacks sollten nicht abreissen.
Am Sontag entschloss ich mich, nachdem ich letzte Woche an der Bürokratie in Spanien gescheitert bin, einen neuen Versuch Richtung Hipodromo, der Pferderennbahn, zu unternehmen. Meine Mitbewohner habe ich enfach mitgeschleppt. Man muss dazu anmerken, dass ich als kleiner Junge sehr häufig mit meinem Papa auf die Rennbahn gegangen bin und ich zu einem wahren Passionszocker wurde. Danke Papa.
Auf zur Galopprennbahn. Nach endlosen Wirrungen waren wir dann endlich angekommen. Es war ca. 14 Uhr und wir wunderten uns, warum die Leute alle fluchtartig gingen. Naja war halt gerade das vorletzte Rennen gewesen. Schöne Scheisse. Ein Rennen halt noch und wenigstens keinen Eintritt mehr. Schnell noch auf den erstbesten Gaul auf Sieg gewettet. 3€ auf die Nummer 3. Und 3€ auf das Pferd mit der Nummer 12 "Homer" auf Platz (1,2 oder 3 für alle Nicht-Zocker). Schnell zur Bahn gelaufen. Da gings schon los. Nix verstanden, da waren die Pferde schon auf der Zielgerade. Die 15 vorne, dann die 14. Wo waren meine Pferde? Am Ende siegt die 3 vor der ? und Dritter die, ja die 12. Sieg auf ganzer Linie.
6 Euro Einsatz 20 Euro Prämie. Ich weiss, ist nicht die Welt, aber immerhin für die schlechten Umstände. Papa, irgendetwas scheinen die regelmässigen Besuche gebracht zu haben. Wegen dir habe ich jetzt 14€ mehr.
Heute stand mein nächstes grosses Projekt an: Schwimmen. Auch hier läuten bei mir die Kindheitsglocken. Ja der Niklas war mal ein grosser Star im Schwimmverein. Schön zig Kilometer in der Morawitzky-Halle in München-Schwabing runtergerissen. Das Fönen danach, der Chlorgeruch, die roten Augen, die Weihnachtsfeier im Nordbad. Ist ganz schön viel, was nur der Geruch eines Schwimmbades in mir an Erinnerungen auslöst.
Ich also rein ins Schwimmbad. Hab ne 10 Karte gekauft. Das Schwimmbad scheint nur von Alt-Frankisten geleitet zu werden. Man muss sich nämlich erst bei einem der dreissig Bademeister anmelden, man wäre jetzt zum Schwimmen da. Dann pfeift dich der erstmal ordentlich an, warum du keine Bademütze hättest und dass beim nächsten Mal es sonst aber was gebe. Abschliessend weist er dir noch ne Bahn zu, die meist schon von drei Rentnern durchpflügt wird. Ja diese Langsamschwimmer. Man denkt sie wollen einen bewusst provozieren, wenn sie direkt vor dir losschwimmen und zwar im raumgreifenden Rücken-Brust-Stil. Ahhhhhh. Naja, hat man einen der lahmen Enten dann überholt und man wendet, muss man feststellen, dass der rüstige Mit80ger plötzlich die Wende in der Mitte der Bahn vollzogen hat und nun in einer Art Wassertret-Technik die nächste Bahn versucht, zu durchschreiten. Nach einer Stunde und etlichen inneren Wutausbüchen später entstieg ich komplett psychisch und physisch bedient der Chlorbrühe. Das Gefühl danach erinnerte mich wieder an damals. Es gibt galub ich nix Effizienteres seine Kinder hungrig und müde zu machen als regelmässig zum Schwimmen zu schicken. Ich bin jetzt am Abend immernoch so kaputt. Es geht garnix mehr.
Ausser einer weiteren Kindheitserinnerung zu huldigen. Gleich gibts Fischstäbchen mit Reis und Erbsen und Karotten. Danke Mama und guten Appetit.
Am letzten Donnerstag bin ich noch ein weiteres Mal auf den Fehler reingefallen, auf eine Erasmus-Party zu gehen. Erasmus feiert ja dieses Jahr sein 20jähriges Bestehen. Nach einer Stunde Langeweile inklusive 12€-Eintritt für Getränke, die mehr Eis als Getränk enthielten, und Essen, was aus Grissini mit Wurst bestand, bin ich auch schon wieder auf der Strasse gewesen. Ein kühles Bier in der Kneipe um die Ecke hat mich aber schnell wieder versöhnt.
Das Wochenende verlief erstaunlich ereignisslos. Ich habe lediglich mit meinen 2 Mitbewohnern die fehlenden Einrichtungsgegenstände für unsere sonst sehr gut ausgestattetes Heim eingekauft. Nachdem der "Corte Ingles" uns zu teuer war,(ist so was wie der Karstadt Spaniens) haben wir sämtliche Sachen (Schneidbrett, Toaster, Schüssel, Kochlöffel, Pfanne) einfach im Supermarkt "Carrefour" gekauft. Auf dem Heimweg entdeckten wir dann noch einen chinesischen Trödelladen, wo alle Sachen nochmal viel billiger waren. Der "Chino" hat hier in Spanien zu jeder Tageszeit geöffnet und auch alles was man zum Leben braucht und auch das was man nicht braucht. Ausserdem widmete ich mich neben dem Putzen der Wohnung auch noch dem Schreiben meines ersten Essays über meine 10 Lieblingsfilme. "Dschungelbuch" war da natürlich meine erste Wahl. Ist halt einfach der Film aus meiner Kindheit, an den ich mich neben "In der Arche ist der Wurm drin" erinnern kann. Hab ihn schon allein im Kino 3-4 gesehen und zuhause hatten wir auch für unsere schöne alte Kamera ne Kurzfassung vom "Dschungelbuch".
Ihr seht schon dieses Wochende stand ganz im Zeichen meiner Kindheit und die Flashbacks sollten nicht abreissen.
Am Sontag entschloss ich mich, nachdem ich letzte Woche an der Bürokratie in Spanien gescheitert bin, einen neuen Versuch Richtung Hipodromo, der Pferderennbahn, zu unternehmen. Meine Mitbewohner habe ich enfach mitgeschleppt. Man muss dazu anmerken, dass ich als kleiner Junge sehr häufig mit meinem Papa auf die Rennbahn gegangen bin und ich zu einem wahren Passionszocker wurde. Danke Papa.
Auf zur Galopprennbahn. Nach endlosen Wirrungen waren wir dann endlich angekommen. Es war ca. 14 Uhr und wir wunderten uns, warum die Leute alle fluchtartig gingen. Naja war halt gerade das vorletzte Rennen gewesen. Schöne Scheisse. Ein Rennen halt noch und wenigstens keinen Eintritt mehr. Schnell noch auf den erstbesten Gaul auf Sieg gewettet. 3€ auf die Nummer 3. Und 3€ auf das Pferd mit der Nummer 12 "Homer" auf Platz (1,2 oder 3 für alle Nicht-Zocker). Schnell zur Bahn gelaufen. Da gings schon los. Nix verstanden, da waren die Pferde schon auf der Zielgerade. Die 15 vorne, dann die 14. Wo waren meine Pferde? Am Ende siegt die 3 vor der ? und Dritter die, ja die 12. Sieg auf ganzer Linie.
6 Euro Einsatz 20 Euro Prämie. Ich weiss, ist nicht die Welt, aber immerhin für die schlechten Umstände. Papa, irgendetwas scheinen die regelmässigen Besuche gebracht zu haben. Wegen dir habe ich jetzt 14€ mehr.
Heute stand mein nächstes grosses Projekt an: Schwimmen. Auch hier läuten bei mir die Kindheitsglocken. Ja der Niklas war mal ein grosser Star im Schwimmverein. Schön zig Kilometer in der Morawitzky-Halle in München-Schwabing runtergerissen. Das Fönen danach, der Chlorgeruch, die roten Augen, die Weihnachtsfeier im Nordbad. Ist ganz schön viel, was nur der Geruch eines Schwimmbades in mir an Erinnerungen auslöst.
Ich also rein ins Schwimmbad. Hab ne 10 Karte gekauft. Das Schwimmbad scheint nur von Alt-Frankisten geleitet zu werden. Man muss sich nämlich erst bei einem der dreissig Bademeister anmelden, man wäre jetzt zum Schwimmen da. Dann pfeift dich der erstmal ordentlich an, warum du keine Bademütze hättest und dass beim nächsten Mal es sonst aber was gebe. Abschliessend weist er dir noch ne Bahn zu, die meist schon von drei Rentnern durchpflügt wird. Ja diese Langsamschwimmer. Man denkt sie wollen einen bewusst provozieren, wenn sie direkt vor dir losschwimmen und zwar im raumgreifenden Rücken-Brust-Stil. Ahhhhhh. Naja, hat man einen der lahmen Enten dann überholt und man wendet, muss man feststellen, dass der rüstige Mit80ger plötzlich die Wende in der Mitte der Bahn vollzogen hat und nun in einer Art Wassertret-Technik die nächste Bahn versucht, zu durchschreiten. Nach einer Stunde und etlichen inneren Wutausbüchen später entstieg ich komplett psychisch und physisch bedient der Chlorbrühe. Das Gefühl danach erinnerte mich wieder an damals. Es gibt galub ich nix Effizienteres seine Kinder hungrig und müde zu machen als regelmässig zum Schwimmen zu schicken. Ich bin jetzt am Abend immernoch so kaputt. Es geht garnix mehr.
Ausser einer weiteren Kindheitserinnerung zu huldigen. Gleich gibts Fischstäbchen mit Reis und Erbsen und Karotten. Danke Mama und guten Appetit.
Mittwoch, 17. Oktober 2007
Internationale Kompetenz oder oberflaechliche Sprachlosigkeit
Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die man aus einem Auslandsaufenthalt gewinnen sollte, ist:
Habe ich mich mit anderen Kulturen (des Landes und der anderen Erasmusstudenten) befasst und ein sogenannte internationale Kompetenz erworben oder nicht?
Der Sinn und Zweck eines Erasmus-Aufenthalts im Speziellen ist, die Jugend Europas einander naeher zu bringen. Doch reicht es aus, sie in eine Klasse in einem neutralen Land zu stecken und darauf zu hoffen, ach irgendwann, irgendwie werden die sich schon zusammenraufen?
Die Antwort ist wie immer aeuserst zwiegespalten. Alle befinden sich in einem zuerst voellig fremden Land und nach einigen Tagen erzaehlt man sich stolz, dass man jetzt schon wie alle Spanier so um 22 Uhr zu Abend isst (und auch nicht anders kann). Man erzaehlt sich wie die spanische Mentalitaet in kuezester Zeit die deutschen Gewohnheiten ueberlagert und erfreut sich dessen. Man rennt zum Stierkampf und unterliegt ploetzlich der Versuchung, das spanische Abschlachten als traditionell und beeinduckend zu bezeichnen. Die Aussicht auf weitere Monate in der Fremde laesst einen selber als andere Spezies im Vergleich zum normalen Touri erscheinen. Doch insgeheim bleibt man es. Man trifft sich mit seinen Landsleuten, feiert wie am Ballermann und haelt oberflaechlichen Kontakt mit den anderen Nationen. Okay ganz so schlimm und grundlos ist dies nicht. Man umgibt sich schliesslich mit Leuten, wo man eine aehnliche Denkweise in wichtigen Bereichen vermutet und fuer eine Ueberpruefung dieser Denkweisen bei anderen Nationalitaeten fehlt einem die Zeit und vor allem das Vokabular. Trotzdem unternimmt man jeden Tag wieder aufs Neue den Versuch dem europaeischen Nachbarn wichtige Geschehnisse und Erlebnisse zu vermitteln und scheitert. Nach mehreren Versuchen beschraenkt man sich wieder auf die einfachen Rituale, die in jedem Land die gleichen sind und testet Trinksprueche in den unterschiedlichen Sprachen aus.
Man sollte offen genug sein auch andere an seinem Leben teilhaben zu lassen, aber auch ehrlich genug, dass die Suche unter der eigenen Sippe meist von mehr Erfolg gekroent ist. Erasmus ist ein Versuch der haeufig scheitert. Ich habe von Leuten gehoert, die nach ihrem Aufenthalt aehnlich schlecht die andere Sprache sprachen, dafuer Leberwerte von Dauerurlaubsniveau in der Schinkenstrasse vorwiesen.
Erasmus ist aber auch eine Herausforderung und ein staendiges Hinterfragen der eigenen Persoenlickeit als Deutscher, Europaeer oder Student. Die Konfrontation mit einer anderen Art der Lebensfuehrung laesst einen teilweise sehnsuechtig nach Hause blicken. Andere Sachen bleiben einem postiv im Gedaechtnis. Man erhaelt eine internationale Kompetenz durch kleinere Dinge, durch das Fahren in der U-Bahn, durch das Einkaufen im Supermarkt, durch das Zappen im Fernsehen oder durch zufaellige Gespraeche mit Einheimischen. Man bleibt jedoch fuer die 5-6 Monate immer Deutscher und Tourist und am Liebsten unter sich, um die oberflaechliche Sprachlosigkeit zu ueberwinden und nicht am Ende ausser Trinkspruechen auf finnlaendisch und slowakisch ohne jeglische Erfahrungen mit Substanz aus dem Flughafenterminal in die Arme der deutschen Heimat zu stolpern.
(Dies soll nur ein Versuch sein, sich der Wahrheit des Erasmus-Programms zu naehern und hat seinen Augangspunkt in der deutschen Kneipe "Zum Fass" in Madrid am Abend des Laenderspiels , Detuschland - Tschechien (o:3), wo ca. 30 Deutsche ueber die Spieler fluchten, Weissbier tranken und Wiener Schnitzel bestellten)
Habe ich mich mit anderen Kulturen (des Landes und der anderen Erasmusstudenten) befasst und ein sogenannte internationale Kompetenz erworben oder nicht?
Der Sinn und Zweck eines Erasmus-Aufenthalts im Speziellen ist, die Jugend Europas einander naeher zu bringen. Doch reicht es aus, sie in eine Klasse in einem neutralen Land zu stecken und darauf zu hoffen, ach irgendwann, irgendwie werden die sich schon zusammenraufen?
Die Antwort ist wie immer aeuserst zwiegespalten. Alle befinden sich in einem zuerst voellig fremden Land und nach einigen Tagen erzaehlt man sich stolz, dass man jetzt schon wie alle Spanier so um 22 Uhr zu Abend isst (und auch nicht anders kann). Man erzaehlt sich wie die spanische Mentalitaet in kuezester Zeit die deutschen Gewohnheiten ueberlagert und erfreut sich dessen. Man rennt zum Stierkampf und unterliegt ploetzlich der Versuchung, das spanische Abschlachten als traditionell und beeinduckend zu bezeichnen. Die Aussicht auf weitere Monate in der Fremde laesst einen selber als andere Spezies im Vergleich zum normalen Touri erscheinen. Doch insgeheim bleibt man es. Man trifft sich mit seinen Landsleuten, feiert wie am Ballermann und haelt oberflaechlichen Kontakt mit den anderen Nationen. Okay ganz so schlimm und grundlos ist dies nicht. Man umgibt sich schliesslich mit Leuten, wo man eine aehnliche Denkweise in wichtigen Bereichen vermutet und fuer eine Ueberpruefung dieser Denkweisen bei anderen Nationalitaeten fehlt einem die Zeit und vor allem das Vokabular. Trotzdem unternimmt man jeden Tag wieder aufs Neue den Versuch dem europaeischen Nachbarn wichtige Geschehnisse und Erlebnisse zu vermitteln und scheitert. Nach mehreren Versuchen beschraenkt man sich wieder auf die einfachen Rituale, die in jedem Land die gleichen sind und testet Trinksprueche in den unterschiedlichen Sprachen aus.
Man sollte offen genug sein auch andere an seinem Leben teilhaben zu lassen, aber auch ehrlich genug, dass die Suche unter der eigenen Sippe meist von mehr Erfolg gekroent ist. Erasmus ist ein Versuch der haeufig scheitert. Ich habe von Leuten gehoert, die nach ihrem Aufenthalt aehnlich schlecht die andere Sprache sprachen, dafuer Leberwerte von Dauerurlaubsniveau in der Schinkenstrasse vorwiesen.
Erasmus ist aber auch eine Herausforderung und ein staendiges Hinterfragen der eigenen Persoenlickeit als Deutscher, Europaeer oder Student. Die Konfrontation mit einer anderen Art der Lebensfuehrung laesst einen teilweise sehnsuechtig nach Hause blicken. Andere Sachen bleiben einem postiv im Gedaechtnis. Man erhaelt eine internationale Kompetenz durch kleinere Dinge, durch das Fahren in der U-Bahn, durch das Einkaufen im Supermarkt, durch das Zappen im Fernsehen oder durch zufaellige Gespraeche mit Einheimischen. Man bleibt jedoch fuer die 5-6 Monate immer Deutscher und Tourist und am Liebsten unter sich, um die oberflaechliche Sprachlosigkeit zu ueberwinden und nicht am Ende ausser Trinkspruechen auf finnlaendisch und slowakisch ohne jeglische Erfahrungen mit Substanz aus dem Flughafenterminal in die Arme der deutschen Heimat zu stolpern.
(Dies soll nur ein Versuch sein, sich der Wahrheit des Erasmus-Programms zu naehern und hat seinen Augangspunkt in der deutschen Kneipe "Zum Fass" in Madrid am Abend des Laenderspiels , Detuschland - Tschechien (o:3), wo ca. 30 Deutsche ueber die Spieler fluchten, Weissbier tranken und Wiener Schnitzel bestellten)
Sonntag, 14. Oktober 2007
Sterbende Stiere und staunende Studenten

Nachdem sich am Freitag endlich die erhoffte Entspannung breit machen haette koennen, war stattdessen grosses spanisches Kino angesagt. Den Anlass bot der spanische Nationalfeiertag "Dia de la Hispanidad". Man feiert am 12.10 unter anderem die Entdeckung Amerikas und dementsprechend die Hispanisierung dieses Erdteils. Um 10 30 war grosse Militaerparade angesagt und auf einer der groessten Strassen Madrids lies sich der Spanier auch nicht lumpen. Vom kleinen Koffertraeger-Infanteristen, der stolz mit seiner Trompete durch die Strassen marschierte ueber riesige Panzerwagen und Flugshow, bis zum mit Skiern ausgestatteten Gebirgsjaeger war alles vertreten. Besonders begeistert waren die Zuschauer von der Guardia Civil und den Legionaeren. Die spanische Geschichte wuerde eigentlich das Gegenteil vermuten lassen. Neben uhs standen auch richtige Militaerfantiker die neben Zapatero-Schmaerufen auch diverses Wissen ueber Panzer und Flugzeuge zum Besten gaben. War alles ein bisschen sehr patriotisch. So mit all den Fahnen, der Marschmusik und den Viva-Espana-Rufen. Nach ner kanppen Stunde war die ganze Geschichte dann schon wieder durch und ausser vielen Fahnen an den Fenstern in der Stadt blieb nicht mehr viel vom Patriotismus uebrig.
Nach diesem spanischen Entree goennte ich mir am Nachmittag das naechste spanische "Highlight", wohl jedoch eher im negativen Sinn. Ich ging bei mir um die Ecke zum Stierkampf oder besser zum "Wie langweile ich die Zuschauer am meisten, waehrend ich grausam unschuldige Tiere abmetzele"-Event. Naja ganz so schlimm war es nicht. Man konnte sich uebrigens aussuchen, ob man in der Sonne, in der Sonne-Schatten-Zone oder in der Schatten-Zone sitzen moechte. Je schattiger desto teurer. Naja im Herbst sollte sich der Spanier das nochmal ueberlegen. Im Schatten sah man sehensuechtig zu den sich in der Sonne Aalenden rueber. Zurueck zum Stierkampf. 6 Stiere mussten an diesem Abend sterben. Der Stier kommt in die Arena und steuert verplant auf irgendeinen mit einem rosa Tuch winkenden Torrero zu, von denen gibt es so 4. Kaum attakiert er einen der selbigen, verstecken die sich hinter Holzmauern. 5 Minuten spaeter, wenn der Stier schon ein bisschen mueder geworden ist, kommen zwei Piquadores rein, d.h. 2 auf Pferden reitende Lanzentraeger. Die Pferde sind uebrigens mit einer aeusserst schwerden Decke gepanzert und ihre Augen bedeckt. Hat der Stier eines der Pferde entdeckt, rammt er es mit voller Wucht. Bei mir ist gleich mal eines der Pferde umgefallen und musste von 5 Leuten wieder aufgehoben werden. Der Piquador rammt dann von oben dem Stier so 2-mal die Lanze rein, dass der Stier mal ordentlich blutet. Dann klingelt es wieder und die Reiter verschwinden. Dafuer werden dem Stier jetzt von einigen Toreros bunte Staebe so genannte Banderillas in den Ruecken gerammt (mit Wiederhaken!). Ist der Stier dann richtig platt, klinglelt es wieder und der Matador beginnt sein eigenartiges Treiben. Wenigstens hat der Stier zweimal den Matador umgestossen und einige der Spanier damit aus dem Siesta-Schlaefchen gerissen. 5 Minuten spaeter versucht der Matador dann dem riesigen, voellig fertigen Stier ein Schwert zwischen die Schulterblaetter zu rammen und direkt das Herz zu durchbohren. Klappt durchschnittlich erst beim 3 Versuch. Ist es endlich erledigt steht die komplette Torero-Truppe um den Stier rum und wartet das der sich endlich zum Sterben hinlegt. Sollte er dann immer noch leben, wird ihm mittels eines Dolches im Nacken die Wirbelsaeule durchtrennt. Ja so blutig ist die Wahrheit. Der Stier wird abtransportiert, eingie Leute rechen den blutigen Sand um und der naechste Stier betritt dumm wie Brot die Arena. Nach dem 5ten Mal bin ich gegangen.
Tradition oder Kultur sollte sich meiner Meinung nach immer dem Verstand und den Naturgesetzen unterordnen, nicht andersum.
Am Abend war ich noch unterwegs und in der legendaeren Tapas-Bar "El Tigre" (das Glas Bier + ein Teller Tapas fuer 1 50€) offenbarten sich zwei Eigenschaften der Nachtlebens in Madrid. Die Homosexualitaet und der Drogenmissbrauch personifiziert in einem Bodybuilder mit Sonnenbrille. Nachdem ihm anscheinend sein Paeckchen Koks aus der Tasche gefallen war und das Paeckchen aehnlich wie die zig Servietten auf dem Fussboden aussahen, hatte er ein Problem. Endlich gefunden widmete er sich voellig zugedroehnt der Belaestigung anderer Gaeste. Nachdem er bei mir angelangt den Wunsch hegte, mein Gemaecht zu sehen um sich der Groesse des Selbigen zu vergewissern, verliess ich schnellstmoeglich die Bar. In dieser Nacht sollte ich auch das erstemal Nachtbus fahren. Fuer alle die mich besuchen wollen ein wertvoller Tip: Nr. 5
Gestern stand der Tag ganz im Zeichen der EM-Qualifikation.Zu diesem Zweck traf ich mich Tim aus Kiel und wir wollten uns in die Hohle des Loewen begeben, in einen Irish-Pub. Was wir nicht wussten, Hoehle des Loewen ja, aber ohne Iren (ok einer). Dafuer war der Pub rammelvoll mit Franzoen und Englaendern. RUGBY-WM AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH. Wenigstens haben die Englaender gewonnen. Eintritt war uebrigens 10€ und erst nach 15 Minuten Kampf konten wir irgendwie einen Fernseher schraeg oben (steifer Hals inkl.) ergattern. Das Null-zu-Null und die laehmende Botellon anschliessend taten ihr uebriges. Die naechste U-Bahn brachte mich Nachhause. Ja NACH HAUSE.
PS: Hab meinen Balkon gestern weitestgehend von Taubenscheisse befreit und mein Mitbewohner Nr. 2 ist kein Schwede sondern Schweizer (sueco und suecio sind halt sehr aehnlich)
Mittwoch, 10. Oktober 2007
Er kam, sah und suchte und suchte ......... und er fand

Wir schreiben das Jahr 2007, der Oktober ist gerade 10 Tage alt und die Stunde 15 und die Minute 18 bleiben unvergessen. An diesem Tag, zu dieser Stunde hatte mein Leiden ein Ende. Ich hatte das Ungeheurer, die Bestie der Einsamkeit, der Obdachlosigkeit auf den Knien und rammte ihr mit voller Überzeugung meine verbale Zusage: " Ich nehm die Wohnung" in die Brust. Jahr später werde ich mich noch an diese Suche erinnern. Ich hatte naiv begonnen, hatte gefeiert und getrunken, hab die erste Woche genossen und auf mein Glück vertraut. In der zweiten Woche kam die böse Überraschung und ich musste auf Grund des geldgierigen Vermieters in die Peripherie nach Charmartin fliehen auf das Sofa von Marcial, dem französischen Sankt Martin. In der dritten Woche besuchte mich meine bessere Hälfte, doch auch ihre mutigen Versuche mich aus dem Sumpf zu ziehen, versagten kläglich. Zu diesem Zeitpunkt begann ich zu bezahlen für meinen anfänglichen Übermut. Heimweh, Wut auf diese Stadt und all der Gram liesen mich fast in der Suche erstarren. Doch ich wollte leben, wenn möglich in einer großen internationalen WG im Zentrum mit optimaler Anbindung und mit netten Leuten in meinem Alter den Kulturaustausch vollziehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt, doch sie wollte nicht sterben. In letzter Instanz suchte ich Hilfe bei einem Mäzen mit gutem Herzen. Dieser war erst nicht zu stoppen und überschüttete mich mit Hilfsbereitschaft. Das Ende vom Lied war, dass ich drohte sogar den Kontakt zu den anderen Studenten zu verlieren. Heute früh entfloh ich den Mauern des Schlosses und begab mich unter das Volk, in die Jugendherberge. Um 01 30 mittags betrat ich mein zukünftiges lichtdurchflutetes Domizil. Mein Zimmer hat einen Balkon mit Blick auf einen kleinen verspielten Park (Die fette Autobahn dahintern ist hierbei zu vernachlässigen!!)
Mein Mäzen zückte Gold in Wort und Tat, doch die Vermieterin erbat sich Zeit.
Nach einem anschließenden, frustierten Mittagessen grübelten wir über meine Zukunft in Madrid nach, als mein Telfon klingelte. Es war 15 18 Uhr. Der Rest ist Geschichte.
Ich wohne ab morgen mit einem Deutsch-Chilenen und einem Schweden in der Calle Sancho Davila 35. Bei gutem Wind kann ich die Stiere in der nahegelgenen Arena Las Ventas in ihren Ställen scharren hören.
Freitag, 5. Oktober 2007
Die Not ist gross, die Hoffnung schwindet
Ganz so schlimm ist es nicht, aber eine aehnlich quaelende Suche wuensche ich keinem, gut meinem groessten Feind auf alle Faelle. Warum erst jetzt wieder Nachricht von der spanischen Wohnungsfront? Naja, weil außer diesem Thema nichts wirklich in meinem Leben hier eine Rolle spielt. Ein paar Anmerkungen zur selbigen:
Letzte Woche besichtigte ich eine Wohnung mit Blick in die Wueste. In der Annonce stand 290,-. Diese Zimmer war jedoch für zwei Personen konstruiert. Schoen dass das n9icht im Internet stand. Die Vermieterin hatte jedoch noch ein zweites Zimmer in peto fuer 410,-. Dafuer dass die gesammte Wohnung dem Charme eines Jugendheims erlegen war (jedes Zimmer war seperat abschliessbar) war dieser Preis etwas ueberhoeht. Die Frau wird schon wissen was sie tut. Am Nachmittag des gleichen tages wollte ich mir eine zentralgelegene Wohnung in der Naehe von Bennis Wohnort ansehen. Eine geschalgene Stunde habe ich in der vermeintlichen Haunummer nach der Wohnung geforscht, hab mit dem Hausmeister geredet, der von einer Besichtigung um 18 Uhr abends wusste, jedoch nicht von mir, hab mit der vermeintlichen Vermieterin telefoniert, bis letztendlich rauskam dass ich in der falschen Strasse war. In der richtigen angekommen, musste ich feststellen , dass sich unter den zukuenftigen theoretischen Mitbewohnern ein leicht angetrunkener 49-jaehriger Spanier und ein Englisch-Professor tummelten. Dieses beiden Besichtigungen koennen jedoch nicht exemplarisch angesehen werden. Ich hatte auch Besichtigungen wo mir vorgegaukelt wurde, ich waere genau der Reichtige. Ich habe mich ins Zeug gelegt, mich verleugnet und geschelimt, es schien zu fruchten, angerufen hat bis jetzt niemand.
Dafuer habe ich auf offener Stasse am hellichten Tag vermeintlich normale Mitbuergerinnen beim Gschaefterledigen (klein) beobachtet.
Letzte Woche besichtigte ich eine Wohnung mit Blick in die Wueste. In der Annonce stand 290,-. Diese Zimmer war jedoch für zwei Personen konstruiert. Schoen dass das n9icht im Internet stand. Die Vermieterin hatte jedoch noch ein zweites Zimmer in peto fuer 410,-. Dafuer dass die gesammte Wohnung dem Charme eines Jugendheims erlegen war (jedes Zimmer war seperat abschliessbar) war dieser Preis etwas ueberhoeht. Die Frau wird schon wissen was sie tut. Am Nachmittag des gleichen tages wollte ich mir eine zentralgelegene Wohnung in der Naehe von Bennis Wohnort ansehen. Eine geschalgene Stunde habe ich in der vermeintlichen Haunummer nach der Wohnung geforscht, hab mit dem Hausmeister geredet, der von einer Besichtigung um 18 Uhr abends wusste, jedoch nicht von mir, hab mit der vermeintlichen Vermieterin telefoniert, bis letztendlich rauskam dass ich in der falschen Strasse war. In der richtigen angekommen, musste ich feststellen , dass sich unter den zukuenftigen theoretischen Mitbewohnern ein leicht angetrunkener 49-jaehriger Spanier und ein Englisch-Professor tummelten. Dieses beiden Besichtigungen koennen jedoch nicht exemplarisch angesehen werden. Ich hatte auch Besichtigungen wo mir vorgegaukelt wurde, ich waere genau der Reichtige. Ich habe mich ins Zeug gelegt, mich verleugnet und geschelimt, es schien zu fruchten, angerufen hat bis jetzt niemand.
Dafuer habe ich auf offener Stasse am hellichten Tag vermeintlich normale Mitbuergerinnen beim Gschaefterledigen (klein) beobachtet.
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