Ich weiss nicht, was ich eigentlich noch sagen soll zu diesem Thema,
aber ich bin immernoch auch auf der Suche. Gestern war die Hoffnung
noch gross, dass einer der Spanier auf meine Einschleimversuche bei der
Besichtigung positiv reagiert, aber Pustekuchen. Ich hatte doch alles
in die Waagschale geschmiessen, meinen Charme, meine einehmende
Persoenlichkeit reichte anscheinend nicht aus. Wohne ja aktuell am Ende
der Welt in Charmartin am Rande der Stadt. Ausser 4 riesigen Tuermen
und einer Menge an Verkehr gibt es da garnichts. Man sieht schon die
Berge vom Balkon aus und das in Madrid, die Stadt in der Wueste.
Naja heute neuer Tag neues Glueck, auf in den Kampf. Mit wehendem
Stadtplan kaempfen hab ich schon hinter mir. Um 14 Uhr habe ich wieder
Besichtigung. Ich, der hier nur Nicolas heisst, begebe mich jetzt mal
etwas in die Peripherie, mal schauen was bei der Metro-Station O´Donell
auf mich wartet. Sonst sitze ich die letzten abende mit meinem neuen
Gastgeber Marcial auf dem Balkon und trinken Dosenbier. So hab ich es
mir zwar nicht vorgestellt, ohne den Druck eine Wohnung zu finden,
haette dieses Bild sogar etwas romantisches:-;
Morgen muss ich zu allem Uebel noch eine Praesentation auf Spanisch
halten und Fundsachen aus dem Immigrantenviertel vorstellen. Ich habe
mir folgende symptomatische Sachen ausgesucht:
- Preislisten fuer Auslandsgespraeche aus den diversen Internetlaeden
- Kreuzkuemmel und Datteln aus dem arabischen Tante-Emmma-Laden
- ein kaputtes Spielzeuggewehr (gefunden an einem Baum, um den eine
Hund streunte und ich befuerchte, auch gepiselt hat)
- eine arabisches Magazin
- ein kostenlose spanische Integationszeitung
Ob da morgen in dem ganzen Trubel eine gute Note herausspringt?
Ah ich hatte noch garnicht erzaehlt warum ich ausziehen musste. Der
schwule Vermieter vom Benni wollte von mir 150€ fuer eine Woche haben.
Ich hab ihm 18€ fuer eine Nacht gegeben und bin am naechsten Tag, wie
Maria und Josef hilfesuchend durch die Stadt geirrt. Der Marcial hatte
mir dummerweise angeboten, dass er mir in Notsituationen helfen wuerde.
Pech gehabt!!!!!!
Donnerstag, 27. September 2007
Montag, 24. September 2007
El Coche fantastico

Am Samstag war also die Noche en blanco auf dem Plan gestanden. Das besondere war das diesmal halt nicht viele Leute wie sonst immer in der Strasse waren, sondern Unmengen. Es waren auch in diversen Etablissments die unterschiedlichsten Aktionen geplant, mitgenommen haben wir davon eigentlich aber nichts. Ich persoenlich hatte ausser einem vor sich hin heulenden Flamenco-Saenger in einer ueberfuellten, heissen Bar keinen Kulturschock bekommen. Nach einer botellon auf dem Plaza Santa Anna sind wir weiter ... ihr werdet es nicht glauben .. zu einer anderen Botellon gelaufen und haben mit Peruanern Geburtstag (von wem eigentlich?) gefeiert. Um 5 Uhr habe ich mir dann einen gummeligen Sandwich aus der Plastiktuete genehmigt und dann gings es schon wieder auf den Heimweg. Um 6 Uhr 30 war die Noche en blanco fuer mich beendet. Am Sonntag viel zu frueh aufgestanden und zum Wochenmarkt "Rastro" gelaufen. Muss naemlich mit einer Gruppe von anderen Studenten am kommenden Fraitag eine Praesentation ueber das Barrio Lavapies halten. Ist das Immigranten-Viertel und der Rastro ist so ne Art Integrationsmittel.
Dann bin ich mal wieder auf Wohnungsbesichtigung gewesen. Die Wohnung war in Ordnung. Am Mittwoch wollen sie sich entscheiden. Eher unwahrscheinlich bei der Menge an Interessenten. Waren dan am Abend noch im Retiro-Park und haben irgendwelchen Alternativen beim Jonglieren, Hulahup-Reifen-Schwingen, Feuerschlucken, Diabolospielen etc. zugeschaut.
Der Benni fliegt heute wieder zurueck nach Muenchen und ich muss gleich mit dem Vermieter verhandeln, ob ich noch ein paar Naechte beim Benni schlafen kann. Der Vermieter ist uebrigens ne echt strange Gestalt. Als wir gestern abend bei ihm waren, hat er dem Benni fast einen Heiratsantrag gemacht. War ganz aufgeregt und hat dem Benni Handkuesse gegeben. Der Benni wollte eigentlich nur seinen Schluessel zurueckbringen.
Jetzt zur Ueberschrift: Le Coche fantastico (das fantastische Auto) ist eine auch in Deutschland unter einem anderen Namen bekannte Serie. Da der Spanier saemtlich Anglizismen meidet wie der Teufwel das Weihwasser, hat er den urspruenglich amerikanischen Titel fantasievoll abgeaendert. Ihr werdet es nicht glauben, die Serie ist Knight Rider. Es gibt aber auch andere schoene Beispiele:
- Los Virgilantes de la Playa (Die Waechter vom Strand) = Baywatch
- Sexo Nueva York = Sex in the city
- Equipo A = A-Team
- Los mujeres desesperados = Desperate Housewifes
Sitze uebrigens auch gerade im Imigranten-Viertel in nem Internet-Cafe und neben mir singt ein Farbiger mit Kopfhoerern abgefahrene Melodien von You-Tube nach.
Dann bin ich mal wieder auf Wohnungsbesichtigung gewesen. Die Wohnung war in Ordnung. Am Mittwoch wollen sie sich entscheiden. Eher unwahrscheinlich bei der Menge an Interessenten. Waren dan am Abend noch im Retiro-Park und haben irgendwelchen Alternativen beim Jonglieren, Hulahup-Reifen-Schwingen, Feuerschlucken, Diabolospielen etc. zugeschaut.
Der Benni fliegt heute wieder zurueck nach Muenchen und ich muss gleich mit dem Vermieter verhandeln, ob ich noch ein paar Naechte beim Benni schlafen kann. Der Vermieter ist uebrigens ne echt strange Gestalt. Als wir gestern abend bei ihm waren, hat er dem Benni fast einen Heiratsantrag gemacht. War ganz aufgeregt und hat dem Benni Handkuesse gegeben. Der Benni wollte eigentlich nur seinen Schluessel zurueckbringen.
Jetzt zur Ueberschrift: Le Coche fantastico (das fantastische Auto) ist eine auch in Deutschland unter einem anderen Namen bekannte Serie. Da der Spanier saemtlich Anglizismen meidet wie der Teufwel das Weihwasser, hat er den urspruenglich amerikanischen Titel fantasievoll abgeaendert. Ihr werdet es nicht glauben, die Serie ist Knight Rider. Es gibt aber auch andere schoene Beispiele:
- Los Virgilantes de la Playa (Die Waechter vom Strand) = Baywatch
- Sexo Nueva York = Sex in the city
- Equipo A = A-Team
- Los mujeres desesperados = Desperate Housewifes
Sitze uebrigens auch gerade im Imigranten-Viertel in nem Internet-Cafe und neben mir singt ein Farbiger mit Kopfhoerern abgefahrene Melodien von You-Tube nach.
Samstag, 22. September 2007
Wiesn und Noche en blanco!!
Jetzt aber, schnell und in voller Laenge.
Am Dienstag Abend war ich nach einem wohnungstechnisch voll verkorksten Tag (1 Stunde vor einer Wohnung gewartet und dann die Aussage dass die Vermieterin mal wieder keine Jungs haben will, uebrigens als Gay, Arbeiter, Frau oder Langzeitbleiber hat man hier die besten Karten, BIS JETZT bin ich nichts davon!!!!!!!!) im Bernabeu Stafion, schoen Real gegen Werder gucken. Das Stafion ist einfach traumhaft, obwohl es einem garnicht mal so gross vorkommt. Super steil geht es in 4 Raengen nach oben. Werder hat ja auch wirklich gut gespielt und Real ist kaum was eingefallen. Die Spanier um uns rum knusperten vor Nervositaet ihr ganze Packung Sonnenblummenkerne in einem Zug weg, so dass nach Ende des Spiels bei jedem zweiten Platz Maulwurfshuegel grosse Schalenberge zu sehen waren. Ich war uebrigens mit einem von der Botellon vom Samstag da, der Tim aus Kiel. Der hatte sich auch am Vortag eine Stunde vors Stadion gestellt, hatte mir das Geld ausgelegt und auf Grund einiger Probleme eine Deutsche Bank zu finden, musste er mir im Stadion sogar das Bier zahlen.
Am Mittwoch hatte der Benni seine letzte Pruefung und konnte mir a bisserl unter die Arme greifen, jedoch ebenso so erfolglos. Am Abend war ich nur noch auf einer Drei-Mann-Botellon, wobei ich den deutschen Erasmus-Studenten Georg aus meiner Klasse traf ("Ay Niklas, wir gehen jetzt richtig los!"), von dem ich am naechsten Tag gehoert hab, dass er nachts um halb fuenf ueberfallen wurde und um Handy, MP3 und Kamera erleichtert wurde. Daraufhin lag er erst mal 1 Stunde bewusstlos in der Strasse, ja auch das ist Madrid.
Am Donnerstag stand am Abend die erste Erasmus-Party an. Also auf ins La Gramola. Jedoch nicht allzu lange, da ohne Wohnung feiert es sich schlecht. Hierbei ist zu erwaehnen, dass einer der permanent ansaessigen Franzosen Sofian nach Hause (zum Benni) gekommen ist (Er war ein Jahr nicht da gewesen) und die komplette Wohnung geputzt hat und so ein Einzug in den Bereich des Moeglichen fuer mich gerueckt ist. Er will halt Spanier haben, sollte dies bis Sonntag nicht klappen, waere ich im Rennen. Bei der Party habe ich mich mit einem Italiener ueber Luca Toni, mit einem Franzosen ueber Franck Ribery und mit einem Oesterreicher ueber die FPOE in Oesterrreich unterhalten und dazu Freibier getrunken.
Gestern machte ich mich auf nach Fuebnlabrada, meinem vermeintlichen Campus, am Arsch der Heide. Musste mit einem Regionalexpress fahren, aber nachdem mir am anderen Campus in Vilcalvaro niemand eine freundliche, positive Antwort geben wollte, musste ich die Strecke wohl oder uebel auf mich nehmen. Dort nach 40 Minuten angekomen musste ich festellen, dass der so moderne Campus mitten in der Wueste von Nirgenwo plaziert war, erst einmal erschreckend. Der zweite Schrecken folgte sogleich, der Uni lagen keine Dokumente von mir vor, geht ja auch nicht, mir hatte ja auch kleiner gesagt, dass ich dies tun muesste, mein Herz rutschte in die Hose, doch der sehr entspannte Chef Oskar (schaut ein bisschen als haette er seine Passion zum Hobby gemacht, mit Erasmus-Studentinnen abzuhaengen) konnte mich schnell beruhigen und voellig unbuerokratisch die Tuer zum intensiven Studienerlebnis aufstossen. Nach einem unterhaltsamen Fruehstueck in der Cafeteria (wegen der netten Bedienung) und einem Blick in die moderne Bibliothek stieg ich versoehnt mit dieser Uni in den Zug. Das wird schon!! Ist halt ne Uni fuer Kommunikation und Tourismus. Werd sehen was ich da belegen kann.
Gestern Abend dann noch eine sinnvolle Wohnungsbesichtigung hier in der Naehe im Barrio Embajadores. Zwi arbeitende Spanier haben noch ein Zimmer fuer 290€ (inkl.) anzubieten. Das ist wahnsinnig blillig hier. Der Durchschnitt liegt so bei 350€ mas gastos (exkl.). Die entscheiden sich heute. Wenn das wegfaellt bleib mir nur noch die Hoffnung auf die Bude vom Benni, die jetzt wirklich anders aussieht. Ne neue Pfanne und ne neuen Topf zu kaufen waere aber nicht verkehrt.
Nun zum Wichtigsten, heute ist Wiesn-Auftakt ohne mich und ich bin in Gedanken jetzt gerade im Schottenhammel bei meiner ersten Mass. Werd die aufkeimende Sehnsucht heute duch das hier stattfindende Festival "Noche en blanco" kompensieren. Ueberall Buehnen und alle Thater, Krchen etc. haben die ganze Nacht offen, ist hier aber eigentlich nichts Ungewoehnliches!!!
Naja bin also jetzt eine Woche in Madrid, kommt mir schon viel laenger vor. Ist halt schon viel passiert.
Bin in Gedanken aber immer noch manchmal in Muenchen und Hamburg.
Jungs, trinkts einen fuer mich mit. Naechstes Jahr komme ich fuer ein paar Tage, ganz bestimmt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Am Dienstag Abend war ich nach einem wohnungstechnisch voll verkorksten Tag (1 Stunde vor einer Wohnung gewartet und dann die Aussage dass die Vermieterin mal wieder keine Jungs haben will, uebrigens als Gay, Arbeiter, Frau oder Langzeitbleiber hat man hier die besten Karten, BIS JETZT bin ich nichts davon!!!!!!!!) im Bernabeu Stafion, schoen Real gegen Werder gucken. Das Stafion ist einfach traumhaft, obwohl es einem garnicht mal so gross vorkommt. Super steil geht es in 4 Raengen nach oben. Werder hat ja auch wirklich gut gespielt und Real ist kaum was eingefallen. Die Spanier um uns rum knusperten vor Nervositaet ihr ganze Packung Sonnenblummenkerne in einem Zug weg, so dass nach Ende des Spiels bei jedem zweiten Platz Maulwurfshuegel grosse Schalenberge zu sehen waren. Ich war uebrigens mit einem von der Botellon vom Samstag da, der Tim aus Kiel. Der hatte sich auch am Vortag eine Stunde vors Stadion gestellt, hatte mir das Geld ausgelegt und auf Grund einiger Probleme eine Deutsche Bank zu finden, musste er mir im Stadion sogar das Bier zahlen.
Am Mittwoch hatte der Benni seine letzte Pruefung und konnte mir a bisserl unter die Arme greifen, jedoch ebenso so erfolglos. Am Abend war ich nur noch auf einer Drei-Mann-Botellon, wobei ich den deutschen Erasmus-Studenten Georg aus meiner Klasse traf ("Ay Niklas, wir gehen jetzt richtig los!"), von dem ich am naechsten Tag gehoert hab, dass er nachts um halb fuenf ueberfallen wurde und um Handy, MP3 und Kamera erleichtert wurde. Daraufhin lag er erst mal 1 Stunde bewusstlos in der Strasse, ja auch das ist Madrid.
Am Donnerstag stand am Abend die erste Erasmus-Party an. Also auf ins La Gramola. Jedoch nicht allzu lange, da ohne Wohnung feiert es sich schlecht. Hierbei ist zu erwaehnen, dass einer der permanent ansaessigen Franzosen Sofian nach Hause (zum Benni) gekommen ist (Er war ein Jahr nicht da gewesen) und die komplette Wohnung geputzt hat und so ein Einzug in den Bereich des Moeglichen fuer mich gerueckt ist. Er will halt Spanier haben, sollte dies bis Sonntag nicht klappen, waere ich im Rennen. Bei der Party habe ich mich mit einem Italiener ueber Luca Toni, mit einem Franzosen ueber Franck Ribery und mit einem Oesterreicher ueber die FPOE in Oesterrreich unterhalten und dazu Freibier getrunken.
Gestern machte ich mich auf nach Fuebnlabrada, meinem vermeintlichen Campus, am Arsch der Heide. Musste mit einem Regionalexpress fahren, aber nachdem mir am anderen Campus in Vilcalvaro niemand eine freundliche, positive Antwort geben wollte, musste ich die Strecke wohl oder uebel auf mich nehmen. Dort nach 40 Minuten angekomen musste ich festellen, dass der so moderne Campus mitten in der Wueste von Nirgenwo plaziert war, erst einmal erschreckend. Der zweite Schrecken folgte sogleich, der Uni lagen keine Dokumente von mir vor, geht ja auch nicht, mir hatte ja auch kleiner gesagt, dass ich dies tun muesste, mein Herz rutschte in die Hose, doch der sehr entspannte Chef Oskar (schaut ein bisschen als haette er seine Passion zum Hobby gemacht, mit Erasmus-Studentinnen abzuhaengen) konnte mich schnell beruhigen und voellig unbuerokratisch die Tuer zum intensiven Studienerlebnis aufstossen. Nach einem unterhaltsamen Fruehstueck in der Cafeteria (wegen der netten Bedienung) und einem Blick in die moderne Bibliothek stieg ich versoehnt mit dieser Uni in den Zug. Das wird schon!! Ist halt ne Uni fuer Kommunikation und Tourismus. Werd sehen was ich da belegen kann.
Gestern Abend dann noch eine sinnvolle Wohnungsbesichtigung hier in der Naehe im Barrio Embajadores. Zwi arbeitende Spanier haben noch ein Zimmer fuer 290€ (inkl.) anzubieten. Das ist wahnsinnig blillig hier. Der Durchschnitt liegt so bei 350€ mas gastos (exkl.). Die entscheiden sich heute. Wenn das wegfaellt bleib mir nur noch die Hoffnung auf die Bude vom Benni, die jetzt wirklich anders aussieht. Ne neue Pfanne und ne neuen Topf zu kaufen waere aber nicht verkehrt.
Nun zum Wichtigsten, heute ist Wiesn-Auftakt ohne mich und ich bin in Gedanken jetzt gerade im Schottenhammel bei meiner ersten Mass. Werd die aufkeimende Sehnsucht heute duch das hier stattfindende Festival "Noche en blanco" kompensieren. Ueberall Buehnen und alle Thater, Krchen etc. haben die ganze Nacht offen, ist hier aber eigentlich nichts Ungewoehnliches!!!
Naja bin also jetzt eine Woche in Madrid, kommt mir schon viel laenger vor. Ist halt schon viel passiert.
Bin in Gedanken aber immer noch manchmal in Muenchen und Hamburg.
Jungs, trinkts einen fuer mich mit. Naechstes Jahr komme ich fuer ein paar Tage, ganz bestimmt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Donnerstag, 20. September 2007
En busquo de piso!
Lange habe ich es nicht mehr geschafft, meine Erfahrungen der letzten Tage in meinen Blog einfliessen zu lassen, so will ich zumindest jetzt versuchen zu umreissen. Wo war ich stehen geblieben. Die Intensitaet meiner Wohnungssuche steigt von Tag zu Tag, jedoch mit dementsprechenden Fehlschlaegen. Langsam beginne ich zu glauben mich meinem Schciksal fuegen zu muessen und irgendein Loch in irgendeiner Pampa nehmen zu muessen. Der Winter kann dann kommen.
Montag, 17. September 2007
Joder!!!!!
Joder, das spanische Liebligswort mit der selben Bedeutung wie das amerikanische F**k. In jeden Satz unter Jugendlichen scheint dieses Wort irgendwie reinzupassen.
War gestern natuerlich doch nochmal draussen. Hab mal eben noch SCHWEINEOHREN gegessen. Knorpel, Fett und Knoblauchsosse. Ich bin froh es hinter mir zu haben. Die Ohrenstueckchen sind fast nicht runterzuschlucken und der Knoblauch verfolgte mich bis heute frueh unter die Dusche. Hab mich um 9 Uhr dann in der Frueh in Richtung der neuen Uni aufgemacht und nach 40 Minutern Fahrt mit der U-Bahn mich erstmal im Komplex der Uni verirrt. Nur mit der Hilfe anderer bin ich noch rechtzeitig zur Vorstellung (gaehn!!!) der Uni gekommen. Dann gab es bei einem kleinen Kaffeekraenzchen die Moeglichkeit andere Studenten kennen zu lernen. Nach einem typisch spanischen Desayuno (sausuesses Fruehstueck) mussten jeder sich mittels eines tete-a-tete mit einer Spanischlehrerin in ein gewisses Niveau von 1-3 einstufen lassen. Da, wie einige wissen, diese Gespraeche nicht wirklich zu meien Staerken zaehlen, musste ich mich mit Niveau 2 zufrieden geben. Hierbei sei erwaehnt, das alles ausser mir mit diversen Dokumenten angerueckt sind und ich ausser einem wie sich rausstellte relative leeren Federmaepchen nichts dabei hatte. Kaum hatte ich diese Schocks verdaut, habe ich mich in die Innenstadt zurueckgekehrt der vorsichtigen Suche nach einer eigenen Wohnung gewidmet. Ergebniss noch offen.
War gestern natuerlich doch nochmal draussen. Hab mal eben noch SCHWEINEOHREN gegessen. Knorpel, Fett und Knoblauchsosse. Ich bin froh es hinter mir zu haben. Die Ohrenstueckchen sind fast nicht runterzuschlucken und der Knoblauch verfolgte mich bis heute frueh unter die Dusche. Hab mich um 9 Uhr dann in der Frueh in Richtung der neuen Uni aufgemacht und nach 40 Minutern Fahrt mit der U-Bahn mich erstmal im Komplex der Uni verirrt. Nur mit der Hilfe anderer bin ich noch rechtzeitig zur Vorstellung (gaehn!!!) der Uni gekommen. Dann gab es bei einem kleinen Kaffeekraenzchen die Moeglichkeit andere Studenten kennen zu lernen. Nach einem typisch spanischen Desayuno (sausuesses Fruehstueck) mussten jeder sich mittels eines tete-a-tete mit einer Spanischlehrerin in ein gewisses Niveau von 1-3 einstufen lassen. Da, wie einige wissen, diese Gespraeche nicht wirklich zu meien Staerken zaehlen, musste ich mich mit Niveau 2 zufrieden geben. Hierbei sei erwaehnt, das alles ausser mir mit diversen Dokumenten angerueckt sind und ich ausser einem wie sich rausstellte relative leeren Federmaepchen nichts dabei hatte. Kaum hatte ich diese Schocks verdaut, habe ich mich in die Innenstadt zurueckgekehrt der vorsichtigen Suche nach einer eigenen Wohnung gewidmet. Ergebniss noch offen.
Sonntag, 16. September 2007
Erasmus: Tourist oder Local?
Am gestrigen Abend hab ich mich doch noch aufgerafft und bin um 22 Uhr bei dem Platz La Latina aufgekreuzt, um dort mit einigen deutschen Erasmus-Studenten bei einem nahe gelegenen Platz ein so genannte Botellon abzuhalten. Auf deutsch uebersetzt: Auf der Strasse trinken und kloenen. Und das machten wir auch. Das ganze in den letzten Tagen augestaute Redepotential wurde in einem Schwall aus deutschen Woertern nun einem Wildfremden um die Ohren gehauen. So ca. um 1 Uhr und 4 Bier spaeter hatte man seine ersten Rededurst ueberwunden und die Ersten wuenschten einen baldigen Aufbruch in eine "total tolle" Disko (10€ Eintritt!!!!!!!!). Da diese aber nicht so weit von meiner aktuellen Bleibe schien, bin ich halt noch mitgegangen. Welch Fehler! Immer mehr Spezialisten traten unter der bisher so homogen wirkenden Gruppe hervor und jeder wusste ploetzlich besonders gut, wo der richtige Weg zum Ziel, was war das noch gleich, waere. Die Folgen waren unuebersehbar: Erstens liefen wir 2 Stunden im Kreis und zweitens trennte sich in vielen aufreibenden Diskussionen die Spreu vom Weizen, wobeoi fuer mich am Ende kaum noch Weizen vorhanden sein sollte. Ich kann so eine Odyssee jedoch nur empfehlen, dann lernt man den unter der dicken Schminke an internationaler Toleranz steckenden wahren Charakter deines Landsmannes oder deiner Landsfreu kennen. So wurde ich auf meinen Tipp "Man koenne doch notfalls zum Mittelpunkt des Trubels in die Innenstadt zurueckkehren und da weiter machen, wo man urspruenglich angefangen hatte, sprich auf der Strasse Bier trinken" von einer ca. 22jaehrigen 90Kilo-Kommilitonin gemassregelt "Das man soweit noch komme, zu den Touristen zu gehen, das koennten wir mal schoen ohne sie machen". Mit diesen Worten trennte sich das weibliche Spreu von unserer Gruppe und marschierte trotzig zu einer nahegelegenen Kirmes, typisch spanisch halt.
Als wir schliesslich auf ca. 7 Leute von 20 geschrumpf waren und 2 oder 3 immernoch auf den goldenen Ratschlag eines Spaniers ueber den Aufenthaltsort des erhofften Baretablissments hofften, begab ich mich gekonnt auf den Heimweg. Eine Erfahrung reicher: Bis jetzt bin ich Touri und zwar zu 100% und ein Local werde ich in den 5 Monaten sicher nicht. Um 3 schlief ich zufrieden mit dieser Rolle ein.
Am naechsten Tag machte ich mich allein auf die Socken die Stadt zu erkunden. Ich war ihm Stadtpark Retiro, beim Bahnhof Atocha, der alten Interrail-Zeiten wegen, beim Palacio real und in der weitlaeufigen Innenstadt. Am Nachmittag versuchte ich erfolglos unsere deutschen Basketballer bei ihrem Spiel um Platz 5 zu begleiten, aber es hat ja auch ohne mich geklappt. Der Abend naht und heute werde ich wahrscheinlich nichts mehr anstellen. Muss morgen um 10 Uhr a.m. bei meiner Uni sein. Welcome-Day fuer alle Erasmus-Studenten. Das kann ja heiter werden.
Als wir schliesslich auf ca. 7 Leute von 20 geschrumpf waren und 2 oder 3 immernoch auf den goldenen Ratschlag eines Spaniers ueber den Aufenthaltsort des erhofften Baretablissments hofften, begab ich mich gekonnt auf den Heimweg. Eine Erfahrung reicher: Bis jetzt bin ich Touri und zwar zu 100% und ein Local werde ich in den 5 Monaten sicher nicht. Um 3 schlief ich zufrieden mit dieser Rolle ein.
Am naechsten Tag machte ich mich allein auf die Socken die Stadt zu erkunden. Ich war ihm Stadtpark Retiro, beim Bahnhof Atocha, der alten Interrail-Zeiten wegen, beim Palacio real und in der weitlaeufigen Innenstadt. Am Nachmittag versuchte ich erfolglos unsere deutschen Basketballer bei ihrem Spiel um Platz 5 zu begleiten, aber es hat ja auch ohne mich geklappt. Der Abend naht und heute werde ich wahrscheinlich nichts mehr anstellen. Muss morgen um 10 Uhr a.m. bei meiner Uni sein. Welcome-Day fuer alle Erasmus-Studenten. Das kann ja heiter werden.
Samstag, 15. September 2007
Orejas y Morros

Gut wo waren wir.
Benni hat mir gestern einen kleinen Einblick ins Nachtleben gegeben,
indem wir durch die äußerst belebten Straßen von Madrid tingelten. Hier
und da haben wir uns eine lata (Dose) Bier gekauft und nachdem uns ab
so ca. 21 Uhr der Einkauf eines alkoholischen Getränks verweigert wurde
(irgend so ein Gesetz verbietet das!!!!), sind wir umgestiegen auf das
Konsumieren in einigen spanischer Etablissments, wobei ich hier vor
allem die Neonlicht-, alteingesessenen Lokale bevorzugte. Immer schön
Tapas zum Bier. In der erwähnten Kneipe war das jedoch eher
Vokelfutter.
Weiter durch die warme Nacht voller Lärm. Wahnsinn wieviele Leute
nachts unterwegs sind.
Bei einer Bar gab es als spezielles Zuckerl Orejas und Morros,
übersetzt lecker Schweineohren und -schnauzen. So traditionell war ich
dann doch nicht.
Wieder zurück in der Butze haben wir angefangen ein bisschen mit
Mahou-Bier zu hantieren und uns dann über spanischen Rum in die
Geburtstag-Party vom benni geschmissen. Bei dieser Party waren
ausschließlich Spanier (okay ein Venzuelano und ein Franzose, der aber
nur spanisch gesprochen hat) da, so ca. 10. Meine Aufnahmemöglichkeiten
waren somit äußerst beschränkt.
Gegen halb zwei habe ich meinen Beobachtungsposten aufgegeben und bin
in Bennis Zimmer verschwunden. Nach einer halben Stunde dem spanischen
Gesprächen vor der Tür lauschend, bin ich in voller Montur eingepennt.
Ich hatte meinen ersten Tag überstanden.
Am nächsten Tag, sprich heute, sprang ich um 12 aus der Falle und
nachdem die Wohnung noch dreckiger als vorher war, beschloß ich Benni
nachträglich zum Geburtstag eine Generalüberholung der Wohnung zu
präsentieren. 2 Stunden später war die Wohnung kaum wieder zu erkennen.
Um halb Drei ist der Benni heimgekommen und wir konnten zu neuen Ufern
aufbrechen. Wer mir hoffentlich gleich die Prepaid-Karte fürs Handy
besorgen. Das Wetter ist übrigens total angenehm: T-Shirt-Temperatur
ohne zu heiß zu sein.
Was heute abend ansteht weiß ich noch nicht, muss meine Bemühungen um
eine eigene Wohnung noch intensivieren.
Freitag, 14. September 2007
Endlich angekommen!

Nach einer schlecht geschlafenen Nacht ging es fuer mich um 4 45 Uhr heute morgen los. Ab zum Flughafen. Die realtiv unbekannte Airline Brussels Airlines empfing mich mit einer schmucken kleinen Maschiene mit insgesamt 20 Reihen am Hamburger Flughafen. Auf Grund der dazu noch aeusserst spaerlich besetzten Passagierbaenke hatte das ganze eher den Anschein eines famliaeren Ausflugs. Naja um 8 Uhr Landung in Bruessel, Umstieg in eine groessere Maschiene und ab nach Madrid. Puenktliche Landung um 12 30 Uhr. Natuerlich keine Tutorin der Uni da, ab in die leicht miefige U-Bahn bis zum Tirso de Molina. Puenktlichst treffe ich dort um 12 45 Uhr ein, jedoch kein Benjamin weit und breit. Die darauffolgende Stunde verbrachte ich auf dem selbigen Plaza, wobei die Leute mich argwoehnisch beobachteten, was dieser Touri wohl da die ganze Zeit mit 2 Tonnen Gepaeck auf dem Kinderspielplatz so mache.
Nach einer Stunde versuchte ich es mal mit Klingeln. Benni hatte mir ja vorsichtshalber die Hausnummer genannt. Keine Antwort. Nun stand ich die naechste halbe Stunde als Art Bordsteinschwalbe vor dieser Tuer. Nach der Putzfrau griff ich mir dann die naechstbeste vermeintliche Nachbarin. Diese klaerte mich ueber die Funktiionslosigkeit einiger Klingeln auf und brachte mich sicher in den 4ten stock. Dort angekommen, kein Tuerschild. Die Nachbarin rief mir aus dem Fahrstuhlschacht noch " Die rechte Tuer ist es" zu und verschwand.
Ich muss nicht erwaehnen das auch diese Klingel nicht funktionierte. Ich fing an sanft an die Tuer zu klopfen. Keine Antwort ausser lautes spanisches Fernsehen. Nachdem ich die Vehemenz meiner Annaehrung erhoehte, machte mir Benni schliesslich nach einer weiteren viertel Stunde auf. Ich war da. Benni hat uebrigens Geburtstag.
Jetzt bin ich gerade in der Uni vom Benni. Er lernt ein wenig und ich hau auf die spanische Tastatur. Anzumerken ist bezueglich der Fahrt hierher, dass ich mir mit einem 20€ Schein ein Ticket im Wert von 6,40€ kaufte und der Automat mir als groesstes Geld 50Cent Stuecke ausschmiess.
Mit vollen Hosentaschen werde ich jetzt gleich mal mir ein spanisches Handy zulegen.
Heute abend feiern wir noch a bisserl Bennis Geburtstag.
Der Anfang ist ueberstanden.
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