Heute ist mein vorerst letzter Tag. Heute werde ich mit mener LieblingsgesellschaftIberia die Heimreise antreten. Wie Josef und MAria werde ih mich auf den Weg nach Hause machen, nur um mich nicht zaehlen zu lassen und auch nicht, keine Angst, weil irgendwer schwanger ist. Nein Weihnachten das Fest der Familie steht vor der Tuer und auch fuer den letzten Tag im Jahr, Sylvester, hat Muenchenden Zuschlag zur Austragung erhalten. Was gibt es sonst noch aus Madrid zu bereichten.
Letzten Samstag habe ich mal wieder meine Franzosen-Kontakte aufgefrischt. Mein Freund Stephane hatte mal wieder in seine veruchte WG geladen und ich um 22 Uhr schoen mit Negrita bewaffnet ab in Richtung Alonso Martinez. Dort angekommen, freundlicher Empfang, es wurde getrunken und gelacht. Irgendwann wollte ich dann abr auch mal los, was machen,iregndwo hingehen. Bis um 3 Uhr musste ich sehnlichst auf den Aufbruch warten. Ein Disko wurde angekuendigt mit 10 Euro Eintritt. Eigentlich ein rotes Tuc fuer mich, aber Stephane meinte er wuerde es zahlen, was mir im Endeffekt dann auch zu bloed war un ich dann selbst gezahlt habe. Drinnen leise, langweilige Lieder und ich zur Bar meinen Copa der im Preis inkl. war einfordern. Wodka Bull. Hatte ich den dann endlich, habe ich ihn nachdem ca. zur Haelfte geleert an meinen franzoesischen Nachbarn Tristan weitergegeben, der garnicht dumm mein Glas so oft durch die Reihen der abzufuellenden Maedchen zirkulieren liess, dass am Schluss nur noch nochmal ein grosser Scluck fuer ihn raussprang. Schade, aber damit hatten sich der Wille zur europaeischen Einigung minimiert. 5 Minuten spaeter stand ich dann auf der Strasse. Letztendlich bin ich dann auch noch den ganzen Weg nach Hause gelatscht, ehe ich um 4 35 Uhr endlich Ruhe fand.
Das Pendant zu dieser Feier fand dann am Dienstag statt. Ich und zwei deutsche (klar) Freundinnen hattezur deutschen Weihnachtsfeier mit spanischem Essen geladen. Natuerlich nicht in meiner Wohnung, sondern in der von der Alex und ihrem spanischen Freund Miguel. Die Wohnung verfuegt naemlich ueber eine durchaus interessante Dachterasse. (Erkaeltung fuer den naechsten Tag eingeplant--> Wick-Medi-Night ruft!) Zur Vospeise gab es Gulas. Das sind gefakte Aalbabys. Es sind aber keine, weil die heissen Angulas und sind unbezahlbar. Dann Albondigas, sprich spanische Fleischkloesschen. Zwischendrin deutsche Wuerstchen und saure Gurken und als Abschluss meine sensationellen spanischen Brataepfel. Fuer improvisierten Gluehwein war auch gesorgt. Und Negrita zum Nachspuelen stand auch bereit. Einfach ein gelungener erster Abschied aus Madrid.
Apropos Abschied das Jahr naehert sich dem Ende und man sollte ja mal wieder Billanz ziehen von dem letzten Jahr. Da gings es ganz schoen zur Sache. Ich hab mit ...pardon ... mir wurde auf brutalste Weise praktisch beim Spazierengehen der Arm gebrochen. Mein kleinster Bruder hat seinen Hasen Schroedi beerdigen muessen. Unsere Oma ist freidlich eingeschlafen und der Basti ist beim Feiern in Scherben getreten und hat sich den halben Fuss aufgeschlizt (erzaehlt man sich!). Aber es gab auch schoenes der naechste Ott hat Abitur, meine Freudin nen neuen Job. Karena machte die Mittelmeer-Kueste unsicher. Manuel feierte Sweet-Sixteen und ist nun groesser als der Rest meiner kleinen Familie. Die Wuerstel-Bude erlebt schon bald ihr Revival, und zwar in neuem Glanz und noch viel viel besser. Nachdem meine Vater mit schwerdem Herzen den Platz auf der Leo raeumen musste. So hatte wir doch alle unsere Sternstunden und unsere persoenlichen Erinnerungen an 2007 machen dieses Jahr wie jedes Jahr zu einem besonderen Jahr. Auf das, das naechste Jahr 2008, vielleicht ohne Bruch und Todesfall, aber mit aehnlich vielen Ueberraschungen und viel Gesundheit gespickt ist.
An alle da draussen, denen ich in Muenchen nicht ueber den Weg laufe.
Frohes Fest und guten Rutsch, lasst es krachen!!!!!!!!!!!!!!!
Donnerstag, 20. Dezember 2007
Mittwoch, 12. Dezember 2007
Die Rückkehr des WM-Finales 2007
Internet geht wieder und zwar in ganzer Fülle des World Wide Web. Das heißt: Es ist mir jetzt sogar möglich euch die wenigen Bilder in meinen Blog zu stellen, die ich bis jetzt in Madrid mittels meiner Handykamera oder anderen Kameras anderer Leute geschossen habe. Also mal schön öfters wieder beim Niklas reinschauen, die Zeit der Langeweile ist vorbei.
Trotzdem auch hier nochmal die neuesten Neuigkeiten aus dem herbstlichen Madrid. Am Donnerstag letzt Woche war ich noch in einem sehr guten empfehlenswerten Film namens "Muerte de un presidente". Der handelt von einem Attentat im Oktober 2007 auf George W. Bush. Ja ihr habt richtig gehört, aber Pustekuchen ist doch nur ein Film. Das Neue an dem Film war dass es keinen Schauspieler gab der den Prsäidenten spielte sondern fast nur Originalaufnahmen benutzt wurden, jedoch eine völlig neue Handlung ergab. Wirklich nicht schlecht. Nachdem wir am Freitag nach dem Donnerstag, der ein Feiertag war (29 Jahre spanische Verfassung) wieder eine "Puente" hatten, sprich einen Brückentag, der jedenfalls für die Studenten gleichbedeutend mit Freizeit ist, entschlossen sich fast alle außer mir ihr verlängertes WOchenende irgendwo in Spanien zu verbringen und ich die treue Seele saß in Madrid und dachte und nun. Ohne Internet? Naja die Antwort lies nicht lange auf sich warten. Um 21 Uhr rief mich einer meiner wenigen Erasmus-Freunde Stephane aus Toulouse an, der nachdem er erst aus seiner WG von einem deutschen Mitbewohner vertrieben, in einer anderen Wohnung mit Huren, deren Freunden und Müttern, und Drogendealer gewohnt, endlich einen Platz in einer französisch-italienischen WG gefunden hatte und dort am Freitag ne schöne Fete steigen sollte. Ich als einziger Deutscher mittendrin. Und so geschah es. Um 22 45 kreuzte ich auf besagter Feier. Mein mitgebrachter Negrita wurde prakitsch in den ersten 2 Minuten vernichtet und das morgige Geburtstagskind Lorenzo gab sich arg Mühe seinen Geburtag am folgenden Tag nicht lebend zu erreichen. Er stürzte bereits um 23 30 Uhr den Sekt herunter als ob man zu dieser Zeit in Italien Höchstform beweisen muss. Um 12 Uhr nahm er sich dann auch noch den Champagner vor. Glückwünsche bekam er soweit ich mitbekommen habe keine. Warum auch? Um 24 30 lag er irgendwo in der Ecke des Zimmers. Eine Stunde später schwankte mit Begleitung Richtung Schlafgemach ohne nochmal um 2 Uhr auf sich aufmerksam, indem er nur mit einem T-Shirt bekleidet im Gang seine Männlichkeit durch die Gegend schwang. Um 4 Uhr saß ich immernoch in einer dann lediglich französischen Runde und resumierte den Sieg der französischen Mannschaft. So wie es im Sommer bei der WM 2007 gelaufen war, durfte es diesmal nicht enden. Kurz nach 4 pfiff ich in Heribert Fandel Manier die Geschichte ab und schlich alleine aber um einige Gespäche reicher durch die dunklen Gassen Madrids zu meinem Nachtbus. Übrigens schien ich einen recht guten Eindruck hinterlassen zu haben denn am Samstag Abend rief mich Stephane erneut an, meine Mailbox spuckte daraufhin wieder eine neue Einladung zum Fiesta-machen aus, jedoch lies ich diesen Abend die Roten und gelben Karten zuhause!
Apropos Fussball am Samstag wollte ich mal wieder Real MAdrid Karten organisieren. MA Stadion angekommen, teilte mir ein Portier in Neonweste mit, dass Liga-Karten lediglich eine Woche vorher gekauft werden könnten, jedoch wenn ich Real gg. Lazio sehen wollen würde, sollte ich mal warten. Bevor ich verneinen konnte, rief der "Portier" ein altes klappriges Auto heran, das auf der gegenüberliegenden Seite gewartet hatte. Mit quitschenden Reifen näherte sich mir mein "Verkäufer". Zwei obskurre Gestalten stiegen aus. Ein Düner, der Verkäufer, und ein Dicker, der Dicke. Nachdem er mich fragte was ich wolle, er hätte ja alles, okay die Karten die ich haben will, hatte er nicht, dafür Lazio für nen Fuffi pro Karte. Ich hab ihm gesagt, dass ich bei dem Angebot sicher nicht dabei wär, woraufhin er schimpfend davon stiefelte gefolgt von dem Dicken. Schwarzmarkt mal anders!!
Sonst habe ich am WE versucht, rechtzeitig meine Geschenke für Weihnachten einzukaufen. Vergeblich! Dafür hab ich eine neue Hose und T-Shirt.
Am Montag schwamm ich dann das erste Mal 2,8km. Schluck!! Muss das sein? Ich weiß es auch nicht!!!
Heute Werder in meinem deutschen Lieblingsetablissment "Fass" verlieren gesehen und endlich Internet. Weihnachten kann kommen, auch ohne Geschenke!!!!!
Trotzdem auch hier nochmal die neuesten Neuigkeiten aus dem herbstlichen Madrid. Am Donnerstag letzt Woche war ich noch in einem sehr guten empfehlenswerten Film namens "Muerte de un presidente". Der handelt von einem Attentat im Oktober 2007 auf George W. Bush. Ja ihr habt richtig gehört, aber Pustekuchen ist doch nur ein Film. Das Neue an dem Film war dass es keinen Schauspieler gab der den Prsäidenten spielte sondern fast nur Originalaufnahmen benutzt wurden, jedoch eine völlig neue Handlung ergab. Wirklich nicht schlecht. Nachdem wir am Freitag nach dem Donnerstag, der ein Feiertag war (29 Jahre spanische Verfassung) wieder eine "Puente" hatten, sprich einen Brückentag, der jedenfalls für die Studenten gleichbedeutend mit Freizeit ist, entschlossen sich fast alle außer mir ihr verlängertes WOchenende irgendwo in Spanien zu verbringen und ich die treue Seele saß in Madrid und dachte und nun. Ohne Internet? Naja die Antwort lies nicht lange auf sich warten. Um 21 Uhr rief mich einer meiner wenigen Erasmus-Freunde Stephane aus Toulouse an, der nachdem er erst aus seiner WG von einem deutschen Mitbewohner vertrieben, in einer anderen Wohnung mit Huren, deren Freunden und Müttern, und Drogendealer gewohnt, endlich einen Platz in einer französisch-italienischen WG gefunden hatte und dort am Freitag ne schöne Fete steigen sollte. Ich als einziger Deutscher mittendrin. Und so geschah es. Um 22 45 kreuzte ich auf besagter Feier. Mein mitgebrachter Negrita wurde prakitsch in den ersten 2 Minuten vernichtet und das morgige Geburtstagskind Lorenzo gab sich arg Mühe seinen Geburtag am folgenden Tag nicht lebend zu erreichen. Er stürzte bereits um 23 30 Uhr den Sekt herunter als ob man zu dieser Zeit in Italien Höchstform beweisen muss. Um 12 Uhr nahm er sich dann auch noch den Champagner vor. Glückwünsche bekam er soweit ich mitbekommen habe keine. Warum auch? Um 24 30 lag er irgendwo in der Ecke des Zimmers. Eine Stunde später schwankte mit Begleitung Richtung Schlafgemach ohne nochmal um 2 Uhr auf sich aufmerksam, indem er nur mit einem T-Shirt bekleidet im Gang seine Männlichkeit durch die Gegend schwang. Um 4 Uhr saß ich immernoch in einer dann lediglich französischen Runde und resumierte den Sieg der französischen Mannschaft. So wie es im Sommer bei der WM 2007 gelaufen war, durfte es diesmal nicht enden. Kurz nach 4 pfiff ich in Heribert Fandel Manier die Geschichte ab und schlich alleine aber um einige Gespäche reicher durch die dunklen Gassen Madrids zu meinem Nachtbus. Übrigens schien ich einen recht guten Eindruck hinterlassen zu haben denn am Samstag Abend rief mich Stephane erneut an, meine Mailbox spuckte daraufhin wieder eine neue Einladung zum Fiesta-machen aus, jedoch lies ich diesen Abend die Roten und gelben Karten zuhause!
Apropos Fussball am Samstag wollte ich mal wieder Real MAdrid Karten organisieren. MA Stadion angekommen, teilte mir ein Portier in Neonweste mit, dass Liga-Karten lediglich eine Woche vorher gekauft werden könnten, jedoch wenn ich Real gg. Lazio sehen wollen würde, sollte ich mal warten. Bevor ich verneinen konnte, rief der "Portier" ein altes klappriges Auto heran, das auf der gegenüberliegenden Seite gewartet hatte. Mit quitschenden Reifen näherte sich mir mein "Verkäufer". Zwei obskurre Gestalten stiegen aus. Ein Düner, der Verkäufer, und ein Dicker, der Dicke. Nachdem er mich fragte was ich wolle, er hätte ja alles, okay die Karten die ich haben will, hatte er nicht, dafür Lazio für nen Fuffi pro Karte. Ich hab ihm gesagt, dass ich bei dem Angebot sicher nicht dabei wär, woraufhin er schimpfend davon stiefelte gefolgt von dem Dicken. Schwarzmarkt mal anders!!
Sonst habe ich am WE versucht, rechtzeitig meine Geschenke für Weihnachten einzukaufen. Vergeblich! Dafür hab ich eine neue Hose und T-Shirt.
Am Montag schwamm ich dann das erste Mal 2,8km. Schluck!! Muss das sein? Ich weiß es auch nicht!!!
Heute Werder in meinem deutschen Lieblingsetablissment "Fass" verlieren gesehen und endlich Internet. Weihnachten kann kommen, auch ohne Geschenke!!!!!
Donnerstag, 6. Dezember 2007
30 Jahre, 90 Jahre, 20 Jahre, Nikolaus
Erst einmal wuensche ich euch allen alles Gute zum Nikolaus. Ich hoffe eure stiefel waren prall gefuellt. Falls ihr es vergessen habt, heute ist mein NAMENSTAG. Jaaeeeeehhhhhhh. Aber egal.
Ja es stimmt ich habe mal wieder mich einige Tage nicht gemeldet. Diesmal hatte ich aber noch driftigere Gruende als letztes Mal. Als Entschaedigung werde ich jetzt eine entsprechend ausfuerhlich Zusammenfassung der Verkommnisse der letzten wochen schildern. Wir beginnen am Mittwoch den 21.11.2007. Mein Tete-a-tete mit der Friedrich Ebert Stiftung. Ich hatte miur am Vortag im Internet bei Google extra noch einmal die adresse der Stiftung herausgesucht und marschierte frisch eingekleidet (musste mir noch extra ein wenig ansehbare Haute-Couture von H&M und Zara zulegen)in Richtung Stiftung mit dem Auftrag mein Networking fuer die Arbeitswelt weiter zu stricken. Nachdem ich erst einmal die Hausnummer vergeblich gesucht hatte, stand ich endgueltig vor der entsprechenden Adresse. Ein ganz normales Mietshaus in Madrid. Hier sollte die Stifung ihren Sitz haben? Natuerlich gab es auch kein entspechendes Klingelschild, so dass ich erst ueber den Hausmeister in die 12 Etage zur vermeintlicen Tuer geleitet wurde. Ich klingelte. Mir oeffnete eine asiatische Haushaelterin und nachdem ich mein Anliegen hervorgestottert hatte, wurde in die weite Wohnung nach dem Hausherren gerufen. Der schluefte dann im Bademantel und Schlappen heran. Es stellte sich raus dass ich in der Privatwohnung des Vorgaengers stand, der vor 30 Jahren nach Spanien kam und die sozialistische Partei Spaniens, die PSOE, mitbegruendet und entscheidenden Einfluss audf die Festigung der Demokratie hatte. Auf mich machte er eher einen gebrechlichen Eindruck. Das wurde verstaerkt als er seinen Auftritt mit einer kuerzlichen OP "hier unten am Bein" begruendete. Naja durch seine Anleitung kam ich dann eine hlabe Stunde zu spaet zum richtigen Ansprechpartner der FES ein paar Strassen weiter. Der hatte dann auch leider nurnoch eine halbe Studne Zeit, darf mich aber doch jederzeit auf dieses aeusserst positive Gespraech in Zukunft beziehen. Gut.
Am Donnerstag erhielt ich dann den traurigen Anruf meiner Mama, meine Oma war mit 90 Jahre friedlich dieser Welt entschlafen. Schock. Ein Flug war schnell und teuer gebucht und am darauffolgenden Mittwoch machte ich mich um Halb sieben in der Frueh auf meiner Oma die letzte Ehre zu erweisen. Am Terminal 4 des Flughafen Baraja angekommen offenbarte sich mir der schlimmsate Eincheckzirkus meines Lebens. Die Fluggesellschaft Iberia machte mir schon allein die Kofferabgabe trotz kaum anderer Passagiere zu einem Abenteuer. Ich hatte bei der Buchung einen Code erhalten, die ich typisch falsch in die obligatorische Eincheckmaschiene haemmerte. Man darf dabei nicht vergessen, dass ich natuerlich durch die Metro ein wenig in Verzug gekommen war. Nachdem ich von einer unfreundlichenFlugbegleitung zum Helpdesk fuer Businness-Passagiere geschickt worden war, diese mich wiederum an einen anderen Counter schickten und ich dort wie den verdammten Code aufgeschreben bekommen hatte, haemerte ich wieder uaf die MAschiene vom Check-in ein. Es funktionierte. Der Klebestreigen fuer mein Gepaeck erschien. Ich beklebte meine Tasche, waehrendessen war anscheinemd zeitgleich men Ticket oben am Automaten erschienen und nachdem ich von unten, vom Kleben nach oben kam, das Ticket wieder swutsch in der Versenkung verschwand. AQAAArrrggghhhhhh. Wieder zum Desk, neues Ticket, wieder zur Flugbegleitung Tasche abgegeben, erschoepft in meinen Sessel im Flugzeug gesunken, eingeschafen. Aufgewacht, der Essenwagen fuhr gerade vorbei. Ich: Stoooopppp!!! Ein Kaffee mit MIlch und wenn moeglich ein Orangensaft danke danke danke. Getraenke wurden vor mir platziert. Ich wollte gerade die wichtigen Fluessigkeiten ansetzen. 4 50 € macht das!!!!!!!!!!! Ahhhhhhhhhh.
Muenchen war dann trotz des traurigen Anlasses eigentlich ganz schoen. Endlich mal wieder die anderen 4 Enkel aus dem Norden getroffen. Die Zeremonie fuer meine Oma war auch sehr passend und schoen, wenn man das so ueberhaupt sagen kann. Gibt halt schon viele Erinnerungen mit meiner kleinen Oma. Die gehen aber die Mehrheit von euch wirklich nichts an .;-)
Am Freitag hatten wir dann noch das Glueck was positives zu feiern. Mein Bruder der Basti wurde 20 Jahre alt. Hatte schoen mit ihm reingefeiert im Tonstudio, wobei ich ihn beim Nintendospielen im "Ton-studio" in die Schranken weisen musste. Am Freitag dann nochmal im "Max und Moritz" gefeiert. Samstag dann wieder zurueck ins vergleichsweise warme Madrid (tagsueber 13-15 Grad)
Heute also Nikolaus. Hab sicher noch einige Kleinigkeiten vergessen. So z.B. dass ich vorgestern Ochsenschwanz (Rabo) gegessen habe. Ich habs ueberlebt. Ausserdem dass seit Montag unser Internet in Gaenze streikt und heute noch das warme Wasser ausgefallen ist. Bei der Kaelte kommt dann erst Weihnachtsstimmung auf. Der Spanier an sich verkleidet sich uebrigens in der Weihnachstzeit, mit Peruecke und so. Lass ich mal so dahin gestellt!!! Alles Weitere kriegt hier ab jetzt bruchstueckhaft hanchgeliefert. Regelmaessig, wenn moeglich, versprochen!!!!!
Ja es stimmt ich habe mal wieder mich einige Tage nicht gemeldet. Diesmal hatte ich aber noch driftigere Gruende als letztes Mal. Als Entschaedigung werde ich jetzt eine entsprechend ausfuerhlich Zusammenfassung der Verkommnisse der letzten wochen schildern. Wir beginnen am Mittwoch den 21.11.2007. Mein Tete-a-tete mit der Friedrich Ebert Stiftung. Ich hatte miur am Vortag im Internet bei Google extra noch einmal die adresse der Stiftung herausgesucht und marschierte frisch eingekleidet (musste mir noch extra ein wenig ansehbare Haute-Couture von H&M und Zara zulegen)in Richtung Stiftung mit dem Auftrag mein Networking fuer die Arbeitswelt weiter zu stricken. Nachdem ich erst einmal die Hausnummer vergeblich gesucht hatte, stand ich endgueltig vor der entsprechenden Adresse. Ein ganz normales Mietshaus in Madrid. Hier sollte die Stifung ihren Sitz haben? Natuerlich gab es auch kein entspechendes Klingelschild, so dass ich erst ueber den Hausmeister in die 12 Etage zur vermeintlicen Tuer geleitet wurde. Ich klingelte. Mir oeffnete eine asiatische Haushaelterin und nachdem ich mein Anliegen hervorgestottert hatte, wurde in die weite Wohnung nach dem Hausherren gerufen. Der schluefte dann im Bademantel und Schlappen heran. Es stellte sich raus dass ich in der Privatwohnung des Vorgaengers stand, der vor 30 Jahren nach Spanien kam und die sozialistische Partei Spaniens, die PSOE, mitbegruendet und entscheidenden Einfluss audf die Festigung der Demokratie hatte. Auf mich machte er eher einen gebrechlichen Eindruck. Das wurde verstaerkt als er seinen Auftritt mit einer kuerzlichen OP "hier unten am Bein" begruendete. Naja durch seine Anleitung kam ich dann eine hlabe Stunde zu spaet zum richtigen Ansprechpartner der FES ein paar Strassen weiter. Der hatte dann auch leider nurnoch eine halbe Studne Zeit, darf mich aber doch jederzeit auf dieses aeusserst positive Gespraech in Zukunft beziehen. Gut.
Am Donnerstag erhielt ich dann den traurigen Anruf meiner Mama, meine Oma war mit 90 Jahre friedlich dieser Welt entschlafen. Schock. Ein Flug war schnell und teuer gebucht und am darauffolgenden Mittwoch machte ich mich um Halb sieben in der Frueh auf meiner Oma die letzte Ehre zu erweisen. Am Terminal 4 des Flughafen Baraja angekommen offenbarte sich mir der schlimmsate Eincheckzirkus meines Lebens. Die Fluggesellschaft Iberia machte mir schon allein die Kofferabgabe trotz kaum anderer Passagiere zu einem Abenteuer. Ich hatte bei der Buchung einen Code erhalten, die ich typisch falsch in die obligatorische Eincheckmaschiene haemmerte. Man darf dabei nicht vergessen, dass ich natuerlich durch die Metro ein wenig in Verzug gekommen war. Nachdem ich von einer unfreundlichenFlugbegleitung zum Helpdesk fuer Businness-Passagiere geschickt worden war, diese mich wiederum an einen anderen Counter schickten und ich dort wie den verdammten Code aufgeschreben bekommen hatte, haemerte ich wieder uaf die MAschiene vom Check-in ein. Es funktionierte. Der Klebestreigen fuer mein Gepaeck erschien. Ich beklebte meine Tasche, waehrendessen war anscheinemd zeitgleich men Ticket oben am Automaten erschienen und nachdem ich von unten, vom Kleben nach oben kam, das Ticket wieder swutsch in der Versenkung verschwand. AQAAArrrggghhhhhh. Wieder zum Desk, neues Ticket, wieder zur Flugbegleitung Tasche abgegeben, erschoepft in meinen Sessel im Flugzeug gesunken, eingeschafen. Aufgewacht, der Essenwagen fuhr gerade vorbei. Ich: Stoooopppp!!! Ein Kaffee mit MIlch und wenn moeglich ein Orangensaft danke danke danke. Getraenke wurden vor mir platziert. Ich wollte gerade die wichtigen Fluessigkeiten ansetzen. 4 50 € macht das!!!!!!!!!!! Ahhhhhhhhhh.
Muenchen war dann trotz des traurigen Anlasses eigentlich ganz schoen. Endlich mal wieder die anderen 4 Enkel aus dem Norden getroffen. Die Zeremonie fuer meine Oma war auch sehr passend und schoen, wenn man das so ueberhaupt sagen kann. Gibt halt schon viele Erinnerungen mit meiner kleinen Oma. Die gehen aber die Mehrheit von euch wirklich nichts an .;-)
Am Freitag hatten wir dann noch das Glueck was positives zu feiern. Mein Bruder der Basti wurde 20 Jahre alt. Hatte schoen mit ihm reingefeiert im Tonstudio, wobei ich ihn beim Nintendospielen im "Ton-studio" in die Schranken weisen musste. Am Freitag dann nochmal im "Max und Moritz" gefeiert. Samstag dann wieder zurueck ins vergleichsweise warme Madrid (tagsueber 13-15 Grad)
Heute also Nikolaus. Hab sicher noch einige Kleinigkeiten vergessen. So z.B. dass ich vorgestern Ochsenschwanz (Rabo) gegessen habe. Ich habs ueberlebt. Ausserdem dass seit Montag unser Internet in Gaenze streikt und heute noch das warme Wasser ausgefallen ist. Bei der Kaelte kommt dann erst Weihnachtsstimmung auf. Der Spanier an sich verkleidet sich uebrigens in der Weihnachstzeit, mit Peruecke und so. Lass ich mal so dahin gestellt!!! Alles Weitere kriegt hier ab jetzt bruchstueckhaft hanchgeliefert. Regelmaessig, wenn moeglich, versprochen!!!!!
Dienstag, 20. November 2007
Besuch, Besuch,.....
Lang, lang ist es her seitdem ich das letzte Mal euch mit Neuigkeiten aus Madrid erfreuen konnte. Ein wenig tut es mir natuerlich auch leid. Da hab ich euch mit meiner Odyssee erst ganz in den Bann meiner Tortur gezogen und ihr habt mitgelitten und die Besucherzahlen auf meiner Seite schnellten ploetzlich in die Hoehe.
Das sollte euch auch eine Lehre sein. Nicht nur bei negativen Nachrichten ist mein Leben einen Blick wert!!!!!!
Naja ihr seid ja auch ueberhaupt nicht der Grund fuer das Aussetzen gewesen, gut der ein oder andere sicher, aber dass wissen die Personen, die gemeint sind.
Das war naemlich so: Vor 2 Wochen stand ploetzlich der Alex am Flughafen. Klar angemeldet hatte er sich schon einige Zeit vorher, aber ein Schock ist es trotzdem jedesmal. Man weiss dann immer was kommt. Wenig Schlaf und Vergangenheitsreisen inklusive. Ne Spass bei Seite. War eine echte Gaudi, mal wieder ein wenig Heimat zu geniessen. Ausserdem weiss ich seitdem dass hier mein Lieblingsgetraenk Rum-Cola ist und zwar mit dem Rum namens Negrita, Kostenpunkt im Supermarkt ca. 6 Euro. Da kann man nicht meckern. Mit Alex habe ich dann auch endlich angefangen, die Peripherie Madrids ein wenig zu erforschen und wir waren dementsprechend in Toledo, der Stadt der Schwerter und von Don Quijote, obwohl Don Quijote hier irgendwie ueberall zuhause zu sein scheint. Jedenfalls haette das glaub ich jeder Spanier gerne. Ist wirklich eigenartig. Fuer uns ist Don Quijote von Miguel Cervantes eher ein Kinderbuch und hier die Ikone hoch 10.
Naja unterwegs waren wir auch, aber erzaehlenswert sind eigentlich nur mal wieder die endlosen Abende auf meinem Balkon, die letzten warmen Abende auch in Madrid. Ich hoffe auch bald hier mal Internet zu haben und dann endlich mal einige Fotos ins Internet stellen zu koennen. Wenn die Geschichten dann langweiliger werden gibt es wenigstens zusaetzliches Infomaterial als Entschaedigung.
Letzte Woche war dann endlich mal wieder meine Freundin in Madrid und auch mit ihr habe ich mich mal raus aus Madrid getraut, nach Aranjuez, dem Somersitz irgeneines Koenigs von damals. Ist wirklich zu empfehlen zum Spazierengehen fuer vielleicht ne Stunde. Reicht aber voellig sich das ganze von Aussen anzuschauen. Die Parks sind eh glaub ich das Entscheidende.
Morgen habe ich dann mein Orientierungstreffen in der Friedrich Ebert Stiftung. Hab mir heute noch extra ein Outfit zugelegt, sonst haette ich noch auf die 70er Jahre Ski-Jacke meines Vaters (!!!!!!!) zurueckgreifen muessen. Sehr cool, aber fuer einen Stiftungstypen beim ersten Treffen vielleicht zu modern.
Gestern war ich dann auch mal wieder das erste Mal nach zwei Wochen schwimmen. Nach 2km hatte ich genuegend gelitten und gebuesst fuer 2 Wochen Deutschreden, Freizeiten und Rumtrinken. Achso und keinen Bloggschreiben. Es wird nicht mehr vorkommen versprochen!!!!!!!!!!!!!!!! Uebrigens regent es seit 2 Tagen, ich wusste garnicht dass das hier ueberhaupt geht und die Temperaturen sausen von Tag zu Tag mehr in die Keller. Und ich hab gedacht der Sommer wuerde hier nie enden. Puenktlich zu Nikolaus!
Montag, 29. Oktober 2007
Short Cuts und Sahneschnitten
Das Leben nimmt jetzt endlich seinen alltaeglichen Lauf. Ja, auch bei mir kann es mal ganz monoton zugehen, aber was heisst hier schon montoton. So sind es doch die kleinen, aber feinen Details, mit denen ich euch die naechsten paar Zeilen berieseln werde. Sie sind weder chronologisch, noch vollstaendig, aber dennoch entscheidend fuer mein derzeitiges Leben. Es sind Kleinigkeiten, die nicht so einfach vergessen werden duerfen:
- Seit Anfang letzter Woche gehe ich regelmaessig ins Schwimmbad und da ich ja irgendwie an eine obligatorische Badekappe kommen musste, habe ich in der Dusche eine Hellblaue mitgehen lassen. Sie traegt die Aufschrift "La Perla" und muss davor einem Mutanten gehoert haben. Die Kappe ist naemlich ! mir ! zu gross und rutscht mir waehrend meinen hundert Bahnen ueber den Schaedel. Was fuer ein Anblick. Uebrigens hat hier die Bahn ca. 20 Meter Laenge. Ungefaehr halt.
- Seit gestern ist wieder mein Schweizer Mitbewohner zurueck von einem Kurztripp in die Schweiz (Basel). Hat eine Unmenge an Kaese mitgebracht und jetzt stinkt die Wohnung nach jedem Oeffnen des Kuehlschranks. Ich wusste nicht, dass der als harmlos geltende Tillsiter so stinken kann.
- Mein chilenischer Mitbewohner mit deutschen Wurzeln ist uebrigens in der zweiten deutschen Feuerkompanie seines Ortes Orosuna oder so.
- Der Duschkopf haelt bei uns nicht und wir haben keinen Schraubenzieher. Wir muessen also beim Duschen den Kopf fast vertikal anstellen, damit er nicht aus der Halterung fliegt. AHHHHHHHHHHHHHHHH
- Hier eingige kulinarische Koestlichkeiten: Judias (Bohneneintopf mit Chorizo), Tinto de Verano (Radler mit Rotwein statt Bier), Clara (Radler oder Alster), Cacis (so ne strange Frucht), Caña (kleines Bier), Los Molinos (meine Hauswein-Marke), churros con chocolate (Schmalzgebaeck mit Schokotunke, zum Fruehstueck!), pipas (Sonnenblumkerne mit Schale zum Knuspern, Was fuer eine Arbeit!), drei Biersorten (San Miguel, Mahou, Cruzcampo), Patatas bravas oder ali oli (Kartoffeln mit scharfer Tomatensosse oder mit Knoblauch-Mayonaise)
- Die wichtigste Worte und Ausdruecke: Que guay (Wie cool), No pasa nada (Alles okay), No te preocupes (Mach dir keine Sorgen), Que fuerte (Wie krass)
- Der Lieblingsstil des schwimmenden Spaniers ist "Ruecken-Brust" oder "Wasserlaufen"
- Hab am WE meinen bisherigen Lieblingsclub gefunden. Er nennt sich Supersonic, es kommt Alternativ, Rock, Electro, kostest keinen Eintritt und das Bier fuer 3 Euro.
- Hab mir heute neue Leder-Schuhe beim Chino gekauft, fuer 18 Euro
- Zu mir fahren nachts 2 Nachtbus (5,7). Hierbei sei erwaehnt, dass ich direkt zwischen zwei U-Bahn-Stationen wohne (Manuel Becerra Lineas 2,6; Las Ventas Lineas 2,5)
- Mein Bett ist kleiner als ich, sodass meine Fuesse nachts "ueber freiem Himmel schlafen".
- Den besten Kaffee gibts in der Kette Faborit und nicht im Starbucks, dem Drecksladen. Dazu muss man sagen, dass der spanische Kaffee (cafe con leche) in Gaenze nicht ganz ernstzunehmen ist.
- Meine Universitaet liegt in Fuenlabrada, ich muss 2mal umsteigen in drei verschiedenen Verkehrsmitteln und brauche von Tuer zu Tuer ca. 1h 15 Min.. Bin daher nur Dienstags, Donnerstags und Freitags in der Uni.
- Meine 3 Kurse: Spanisch, Paisaje y Cultura espanola, Introduccion en el Cine
- Schwimmen: Montag, Mittwoch, Freitag
- Eine lata (Dose) Bier kostet beim Chino zwischen 0,75 und 1Euro.
- Meine Lieblingsbarrios (Stadtteile) sind Las Letras und Malasaña
- Ich wohne am Rand des Stadtteils Salamanca
- Wie haben tagsueber fast immer Sonnenschein (15-20 Grad), es wird aber auch hier morgens und abenda merklich kaelter (8-10 Grad).
- Filme gibt es hier erst ab 22 Uhr mit 3 mal jeweils ueber 5 Minuten Werbung.
- Real (Norden) hat fast dreimal so viel eingetragene Fans wie Athletico (Sueden). Ausserdem zahlt man hier fuer Championsleague weniger als fuer die Liga
- Getafe ist uebrigens schneller zu erreichen als meine Uni
- War gestern alleine in einem Konzert (Book of Longing) von Phil Glass, der Gedichte und Schriftstuecke von Leonard Cohen vertont hat. Nebenbei wurden noch vor allem Selbstportraets des Dichters gezeigt.
- Am Mittwoch werde ich als Besucher im Congreso (Bundestag) unterwegs sein. Man diskutiert u.a. ueber des Ley Memoria de la Historia
Mehr faellt mir gerade nicht ein. Falls einer von euch spezielle Fragen geklaert haben moechte. Bitte kurz in nem Kommentar vermerken.
- Seit Anfang letzter Woche gehe ich regelmaessig ins Schwimmbad und da ich ja irgendwie an eine obligatorische Badekappe kommen musste, habe ich in der Dusche eine Hellblaue mitgehen lassen. Sie traegt die Aufschrift "La Perla" und muss davor einem Mutanten gehoert haben. Die Kappe ist naemlich ! mir ! zu gross und rutscht mir waehrend meinen hundert Bahnen ueber den Schaedel. Was fuer ein Anblick. Uebrigens hat hier die Bahn ca. 20 Meter Laenge. Ungefaehr halt.
- Seit gestern ist wieder mein Schweizer Mitbewohner zurueck von einem Kurztripp in die Schweiz (Basel). Hat eine Unmenge an Kaese mitgebracht und jetzt stinkt die Wohnung nach jedem Oeffnen des Kuehlschranks. Ich wusste nicht, dass der als harmlos geltende Tillsiter so stinken kann.
- Mein chilenischer Mitbewohner mit deutschen Wurzeln ist uebrigens in der zweiten deutschen Feuerkompanie seines Ortes Orosuna oder so.
- Der Duschkopf haelt bei uns nicht und wir haben keinen Schraubenzieher. Wir muessen also beim Duschen den Kopf fast vertikal anstellen, damit er nicht aus der Halterung fliegt. AHHHHHHHHHHHHHHHH
- Hier eingige kulinarische Koestlichkeiten: Judias (Bohneneintopf mit Chorizo), Tinto de Verano (Radler mit Rotwein statt Bier), Clara (Radler oder Alster), Cacis (so ne strange Frucht), Caña (kleines Bier), Los Molinos (meine Hauswein-Marke), churros con chocolate (Schmalzgebaeck mit Schokotunke, zum Fruehstueck!), pipas (Sonnenblumkerne mit Schale zum Knuspern, Was fuer eine Arbeit!), drei Biersorten (San Miguel, Mahou, Cruzcampo), Patatas bravas oder ali oli (Kartoffeln mit scharfer Tomatensosse oder mit Knoblauch-Mayonaise)
- Die wichtigste Worte und Ausdruecke: Que guay (Wie cool), No pasa nada (Alles okay), No te preocupes (Mach dir keine Sorgen), Que fuerte (Wie krass)
- Der Lieblingsstil des schwimmenden Spaniers ist "Ruecken-Brust" oder "Wasserlaufen"
- Hab am WE meinen bisherigen Lieblingsclub gefunden. Er nennt sich Supersonic, es kommt Alternativ, Rock, Electro, kostest keinen Eintritt und das Bier fuer 3 Euro.
- Hab mir heute neue Leder-Schuhe beim Chino gekauft, fuer 18 Euro
- Zu mir fahren nachts 2 Nachtbus (5,7). Hierbei sei erwaehnt, dass ich direkt zwischen zwei U-Bahn-Stationen wohne (Manuel Becerra Lineas 2,6; Las Ventas Lineas 2,5)
- Mein Bett ist kleiner als ich, sodass meine Fuesse nachts "ueber freiem Himmel schlafen".
- Den besten Kaffee gibts in der Kette Faborit und nicht im Starbucks, dem Drecksladen. Dazu muss man sagen, dass der spanische Kaffee (cafe con leche) in Gaenze nicht ganz ernstzunehmen ist.
- Meine Universitaet liegt in Fuenlabrada, ich muss 2mal umsteigen in drei verschiedenen Verkehrsmitteln und brauche von Tuer zu Tuer ca. 1h 15 Min.. Bin daher nur Dienstags, Donnerstags und Freitags in der Uni.
- Meine 3 Kurse: Spanisch, Paisaje y Cultura espanola, Introduccion en el Cine
- Schwimmen: Montag, Mittwoch, Freitag
- Eine lata (Dose) Bier kostet beim Chino zwischen 0,75 und 1Euro.
- Meine Lieblingsbarrios (Stadtteile) sind Las Letras und Malasaña
- Ich wohne am Rand des Stadtteils Salamanca
- Wie haben tagsueber fast immer Sonnenschein (15-20 Grad), es wird aber auch hier morgens und abenda merklich kaelter (8-10 Grad).
- Filme gibt es hier erst ab 22 Uhr mit 3 mal jeweils ueber 5 Minuten Werbung.
- Real (Norden) hat fast dreimal so viel eingetragene Fans wie Athletico (Sueden). Ausserdem zahlt man hier fuer Championsleague weniger als fuer die Liga
- Getafe ist uebrigens schneller zu erreichen als meine Uni
- War gestern alleine in einem Konzert (Book of Longing) von Phil Glass, der Gedichte und Schriftstuecke von Leonard Cohen vertont hat. Nebenbei wurden noch vor allem Selbstportraets des Dichters gezeigt.
- Am Mittwoch werde ich als Besucher im Congreso (Bundestag) unterwegs sein. Man diskutiert u.a. ueber des Ley Memoria de la Historia
Mehr faellt mir gerade nicht ein. Falls einer von euch spezielle Fragen geklaert haben moechte. Bitte kurz in nem Kommentar vermerken.
Montag, 22. Oktober 2007
Von Zwillingswetten und Fischstäbchen
Wie ich schon in meinem letzten Beitrag geschrieben habe, lern man hier viel über sich selbst, über seine Bedürfnisse und seine Eigenschaften kennen.
Am letzten Donnerstag bin ich noch ein weiteres Mal auf den Fehler reingefallen, auf eine Erasmus-Party zu gehen. Erasmus feiert ja dieses Jahr sein 20jähriges Bestehen. Nach einer Stunde Langeweile inklusive 12€-Eintritt für Getränke, die mehr Eis als Getränk enthielten, und Essen, was aus Grissini mit Wurst bestand, bin ich auch schon wieder auf der Strasse gewesen. Ein kühles Bier in der Kneipe um die Ecke hat mich aber schnell wieder versöhnt.
Das Wochenende verlief erstaunlich ereignisslos. Ich habe lediglich mit meinen 2 Mitbewohnern die fehlenden Einrichtungsgegenstände für unsere sonst sehr gut ausgestattetes Heim eingekauft. Nachdem der "Corte Ingles" uns zu teuer war,(ist so was wie der Karstadt Spaniens) haben wir sämtliche Sachen (Schneidbrett, Toaster, Schüssel, Kochlöffel, Pfanne) einfach im Supermarkt "Carrefour" gekauft. Auf dem Heimweg entdeckten wir dann noch einen chinesischen Trödelladen, wo alle Sachen nochmal viel billiger waren. Der "Chino" hat hier in Spanien zu jeder Tageszeit geöffnet und auch alles was man zum Leben braucht und auch das was man nicht braucht. Ausserdem widmete ich mich neben dem Putzen der Wohnung auch noch dem Schreiben meines ersten Essays über meine 10 Lieblingsfilme. "Dschungelbuch" war da natürlich meine erste Wahl. Ist halt einfach der Film aus meiner Kindheit, an den ich mich neben "In der Arche ist der Wurm drin" erinnern kann. Hab ihn schon allein im Kino 3-4 gesehen und zuhause hatten wir auch für unsere schöne alte Kamera ne Kurzfassung vom "Dschungelbuch".
Ihr seht schon dieses Wochende stand ganz im Zeichen meiner Kindheit und die Flashbacks sollten nicht abreissen.
Am Sontag entschloss ich mich, nachdem ich letzte Woche an der Bürokratie in Spanien gescheitert bin, einen neuen Versuch Richtung Hipodromo, der Pferderennbahn, zu unternehmen. Meine Mitbewohner habe ich enfach mitgeschleppt. Man muss dazu anmerken, dass ich als kleiner Junge sehr häufig mit meinem Papa auf die Rennbahn gegangen bin und ich zu einem wahren Passionszocker wurde. Danke Papa.
Auf zur Galopprennbahn. Nach endlosen Wirrungen waren wir dann endlich angekommen. Es war ca. 14 Uhr und wir wunderten uns, warum die Leute alle fluchtartig gingen. Naja war halt gerade das vorletzte Rennen gewesen. Schöne Scheisse. Ein Rennen halt noch und wenigstens keinen Eintritt mehr. Schnell noch auf den erstbesten Gaul auf Sieg gewettet. 3€ auf die Nummer 3. Und 3€ auf das Pferd mit der Nummer 12 "Homer" auf Platz (1,2 oder 3 für alle Nicht-Zocker). Schnell zur Bahn gelaufen. Da gings schon los. Nix verstanden, da waren die Pferde schon auf der Zielgerade. Die 15 vorne, dann die 14. Wo waren meine Pferde? Am Ende siegt die 3 vor der ? und Dritter die, ja die 12. Sieg auf ganzer Linie.
6 Euro Einsatz 20 Euro Prämie. Ich weiss, ist nicht die Welt, aber immerhin für die schlechten Umstände. Papa, irgendetwas scheinen die regelmässigen Besuche gebracht zu haben. Wegen dir habe ich jetzt 14€ mehr.
Heute stand mein nächstes grosses Projekt an: Schwimmen. Auch hier läuten bei mir die Kindheitsglocken. Ja der Niklas war mal ein grosser Star im Schwimmverein. Schön zig Kilometer in der Morawitzky-Halle in München-Schwabing runtergerissen. Das Fönen danach, der Chlorgeruch, die roten Augen, die Weihnachtsfeier im Nordbad. Ist ganz schön viel, was nur der Geruch eines Schwimmbades in mir an Erinnerungen auslöst.
Ich also rein ins Schwimmbad. Hab ne 10 Karte gekauft. Das Schwimmbad scheint nur von Alt-Frankisten geleitet zu werden. Man muss sich nämlich erst bei einem der dreissig Bademeister anmelden, man wäre jetzt zum Schwimmen da. Dann pfeift dich der erstmal ordentlich an, warum du keine Bademütze hättest und dass beim nächsten Mal es sonst aber was gebe. Abschliessend weist er dir noch ne Bahn zu, die meist schon von drei Rentnern durchpflügt wird. Ja diese Langsamschwimmer. Man denkt sie wollen einen bewusst provozieren, wenn sie direkt vor dir losschwimmen und zwar im raumgreifenden Rücken-Brust-Stil. Ahhhhhh. Naja, hat man einen der lahmen Enten dann überholt und man wendet, muss man feststellen, dass der rüstige Mit80ger plötzlich die Wende in der Mitte der Bahn vollzogen hat und nun in einer Art Wassertret-Technik die nächste Bahn versucht, zu durchschreiten. Nach einer Stunde und etlichen inneren Wutausbüchen später entstieg ich komplett psychisch und physisch bedient der Chlorbrühe. Das Gefühl danach erinnerte mich wieder an damals. Es gibt galub ich nix Effizienteres seine Kinder hungrig und müde zu machen als regelmässig zum Schwimmen zu schicken. Ich bin jetzt am Abend immernoch so kaputt. Es geht garnix mehr.
Ausser einer weiteren Kindheitserinnerung zu huldigen. Gleich gibts Fischstäbchen mit Reis und Erbsen und Karotten. Danke Mama und guten Appetit.
Am letzten Donnerstag bin ich noch ein weiteres Mal auf den Fehler reingefallen, auf eine Erasmus-Party zu gehen. Erasmus feiert ja dieses Jahr sein 20jähriges Bestehen. Nach einer Stunde Langeweile inklusive 12€-Eintritt für Getränke, die mehr Eis als Getränk enthielten, und Essen, was aus Grissini mit Wurst bestand, bin ich auch schon wieder auf der Strasse gewesen. Ein kühles Bier in der Kneipe um die Ecke hat mich aber schnell wieder versöhnt.
Das Wochenende verlief erstaunlich ereignisslos. Ich habe lediglich mit meinen 2 Mitbewohnern die fehlenden Einrichtungsgegenstände für unsere sonst sehr gut ausgestattetes Heim eingekauft. Nachdem der "Corte Ingles" uns zu teuer war,(ist so was wie der Karstadt Spaniens) haben wir sämtliche Sachen (Schneidbrett, Toaster, Schüssel, Kochlöffel, Pfanne) einfach im Supermarkt "Carrefour" gekauft. Auf dem Heimweg entdeckten wir dann noch einen chinesischen Trödelladen, wo alle Sachen nochmal viel billiger waren. Der "Chino" hat hier in Spanien zu jeder Tageszeit geöffnet und auch alles was man zum Leben braucht und auch das was man nicht braucht. Ausserdem widmete ich mich neben dem Putzen der Wohnung auch noch dem Schreiben meines ersten Essays über meine 10 Lieblingsfilme. "Dschungelbuch" war da natürlich meine erste Wahl. Ist halt einfach der Film aus meiner Kindheit, an den ich mich neben "In der Arche ist der Wurm drin" erinnern kann. Hab ihn schon allein im Kino 3-4 gesehen und zuhause hatten wir auch für unsere schöne alte Kamera ne Kurzfassung vom "Dschungelbuch".
Ihr seht schon dieses Wochende stand ganz im Zeichen meiner Kindheit und die Flashbacks sollten nicht abreissen.
Am Sontag entschloss ich mich, nachdem ich letzte Woche an der Bürokratie in Spanien gescheitert bin, einen neuen Versuch Richtung Hipodromo, der Pferderennbahn, zu unternehmen. Meine Mitbewohner habe ich enfach mitgeschleppt. Man muss dazu anmerken, dass ich als kleiner Junge sehr häufig mit meinem Papa auf die Rennbahn gegangen bin und ich zu einem wahren Passionszocker wurde. Danke Papa.
Auf zur Galopprennbahn. Nach endlosen Wirrungen waren wir dann endlich angekommen. Es war ca. 14 Uhr und wir wunderten uns, warum die Leute alle fluchtartig gingen. Naja war halt gerade das vorletzte Rennen gewesen. Schöne Scheisse. Ein Rennen halt noch und wenigstens keinen Eintritt mehr. Schnell noch auf den erstbesten Gaul auf Sieg gewettet. 3€ auf die Nummer 3. Und 3€ auf das Pferd mit der Nummer 12 "Homer" auf Platz (1,2 oder 3 für alle Nicht-Zocker). Schnell zur Bahn gelaufen. Da gings schon los. Nix verstanden, da waren die Pferde schon auf der Zielgerade. Die 15 vorne, dann die 14. Wo waren meine Pferde? Am Ende siegt die 3 vor der ? und Dritter die, ja die 12. Sieg auf ganzer Linie.
6 Euro Einsatz 20 Euro Prämie. Ich weiss, ist nicht die Welt, aber immerhin für die schlechten Umstände. Papa, irgendetwas scheinen die regelmässigen Besuche gebracht zu haben. Wegen dir habe ich jetzt 14€ mehr.
Heute stand mein nächstes grosses Projekt an: Schwimmen. Auch hier läuten bei mir die Kindheitsglocken. Ja der Niklas war mal ein grosser Star im Schwimmverein. Schön zig Kilometer in der Morawitzky-Halle in München-Schwabing runtergerissen. Das Fönen danach, der Chlorgeruch, die roten Augen, die Weihnachtsfeier im Nordbad. Ist ganz schön viel, was nur der Geruch eines Schwimmbades in mir an Erinnerungen auslöst.
Ich also rein ins Schwimmbad. Hab ne 10 Karte gekauft. Das Schwimmbad scheint nur von Alt-Frankisten geleitet zu werden. Man muss sich nämlich erst bei einem der dreissig Bademeister anmelden, man wäre jetzt zum Schwimmen da. Dann pfeift dich der erstmal ordentlich an, warum du keine Bademütze hättest und dass beim nächsten Mal es sonst aber was gebe. Abschliessend weist er dir noch ne Bahn zu, die meist schon von drei Rentnern durchpflügt wird. Ja diese Langsamschwimmer. Man denkt sie wollen einen bewusst provozieren, wenn sie direkt vor dir losschwimmen und zwar im raumgreifenden Rücken-Brust-Stil. Ahhhhhh. Naja, hat man einen der lahmen Enten dann überholt und man wendet, muss man feststellen, dass der rüstige Mit80ger plötzlich die Wende in der Mitte der Bahn vollzogen hat und nun in einer Art Wassertret-Technik die nächste Bahn versucht, zu durchschreiten. Nach einer Stunde und etlichen inneren Wutausbüchen später entstieg ich komplett psychisch und physisch bedient der Chlorbrühe. Das Gefühl danach erinnerte mich wieder an damals. Es gibt galub ich nix Effizienteres seine Kinder hungrig und müde zu machen als regelmässig zum Schwimmen zu schicken. Ich bin jetzt am Abend immernoch so kaputt. Es geht garnix mehr.
Ausser einer weiteren Kindheitserinnerung zu huldigen. Gleich gibts Fischstäbchen mit Reis und Erbsen und Karotten. Danke Mama und guten Appetit.
Mittwoch, 17. Oktober 2007
Internationale Kompetenz oder oberflaechliche Sprachlosigkeit
Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die man aus einem Auslandsaufenthalt gewinnen sollte, ist:
Habe ich mich mit anderen Kulturen (des Landes und der anderen Erasmusstudenten) befasst und ein sogenannte internationale Kompetenz erworben oder nicht?
Der Sinn und Zweck eines Erasmus-Aufenthalts im Speziellen ist, die Jugend Europas einander naeher zu bringen. Doch reicht es aus, sie in eine Klasse in einem neutralen Land zu stecken und darauf zu hoffen, ach irgendwann, irgendwie werden die sich schon zusammenraufen?
Die Antwort ist wie immer aeuserst zwiegespalten. Alle befinden sich in einem zuerst voellig fremden Land und nach einigen Tagen erzaehlt man sich stolz, dass man jetzt schon wie alle Spanier so um 22 Uhr zu Abend isst (und auch nicht anders kann). Man erzaehlt sich wie die spanische Mentalitaet in kuezester Zeit die deutschen Gewohnheiten ueberlagert und erfreut sich dessen. Man rennt zum Stierkampf und unterliegt ploetzlich der Versuchung, das spanische Abschlachten als traditionell und beeinduckend zu bezeichnen. Die Aussicht auf weitere Monate in der Fremde laesst einen selber als andere Spezies im Vergleich zum normalen Touri erscheinen. Doch insgeheim bleibt man es. Man trifft sich mit seinen Landsleuten, feiert wie am Ballermann und haelt oberflaechlichen Kontakt mit den anderen Nationen. Okay ganz so schlimm und grundlos ist dies nicht. Man umgibt sich schliesslich mit Leuten, wo man eine aehnliche Denkweise in wichtigen Bereichen vermutet und fuer eine Ueberpruefung dieser Denkweisen bei anderen Nationalitaeten fehlt einem die Zeit und vor allem das Vokabular. Trotzdem unternimmt man jeden Tag wieder aufs Neue den Versuch dem europaeischen Nachbarn wichtige Geschehnisse und Erlebnisse zu vermitteln und scheitert. Nach mehreren Versuchen beschraenkt man sich wieder auf die einfachen Rituale, die in jedem Land die gleichen sind und testet Trinksprueche in den unterschiedlichen Sprachen aus.
Man sollte offen genug sein auch andere an seinem Leben teilhaben zu lassen, aber auch ehrlich genug, dass die Suche unter der eigenen Sippe meist von mehr Erfolg gekroent ist. Erasmus ist ein Versuch der haeufig scheitert. Ich habe von Leuten gehoert, die nach ihrem Aufenthalt aehnlich schlecht die andere Sprache sprachen, dafuer Leberwerte von Dauerurlaubsniveau in der Schinkenstrasse vorwiesen.
Erasmus ist aber auch eine Herausforderung und ein staendiges Hinterfragen der eigenen Persoenlickeit als Deutscher, Europaeer oder Student. Die Konfrontation mit einer anderen Art der Lebensfuehrung laesst einen teilweise sehnsuechtig nach Hause blicken. Andere Sachen bleiben einem postiv im Gedaechtnis. Man erhaelt eine internationale Kompetenz durch kleinere Dinge, durch das Fahren in der U-Bahn, durch das Einkaufen im Supermarkt, durch das Zappen im Fernsehen oder durch zufaellige Gespraeche mit Einheimischen. Man bleibt jedoch fuer die 5-6 Monate immer Deutscher und Tourist und am Liebsten unter sich, um die oberflaechliche Sprachlosigkeit zu ueberwinden und nicht am Ende ausser Trinkspruechen auf finnlaendisch und slowakisch ohne jeglische Erfahrungen mit Substanz aus dem Flughafenterminal in die Arme der deutschen Heimat zu stolpern.
(Dies soll nur ein Versuch sein, sich der Wahrheit des Erasmus-Programms zu naehern und hat seinen Augangspunkt in der deutschen Kneipe "Zum Fass" in Madrid am Abend des Laenderspiels , Detuschland - Tschechien (o:3), wo ca. 30 Deutsche ueber die Spieler fluchten, Weissbier tranken und Wiener Schnitzel bestellten)
Habe ich mich mit anderen Kulturen (des Landes und der anderen Erasmusstudenten) befasst und ein sogenannte internationale Kompetenz erworben oder nicht?
Der Sinn und Zweck eines Erasmus-Aufenthalts im Speziellen ist, die Jugend Europas einander naeher zu bringen. Doch reicht es aus, sie in eine Klasse in einem neutralen Land zu stecken und darauf zu hoffen, ach irgendwann, irgendwie werden die sich schon zusammenraufen?
Die Antwort ist wie immer aeuserst zwiegespalten. Alle befinden sich in einem zuerst voellig fremden Land und nach einigen Tagen erzaehlt man sich stolz, dass man jetzt schon wie alle Spanier so um 22 Uhr zu Abend isst (und auch nicht anders kann). Man erzaehlt sich wie die spanische Mentalitaet in kuezester Zeit die deutschen Gewohnheiten ueberlagert und erfreut sich dessen. Man rennt zum Stierkampf und unterliegt ploetzlich der Versuchung, das spanische Abschlachten als traditionell und beeinduckend zu bezeichnen. Die Aussicht auf weitere Monate in der Fremde laesst einen selber als andere Spezies im Vergleich zum normalen Touri erscheinen. Doch insgeheim bleibt man es. Man trifft sich mit seinen Landsleuten, feiert wie am Ballermann und haelt oberflaechlichen Kontakt mit den anderen Nationen. Okay ganz so schlimm und grundlos ist dies nicht. Man umgibt sich schliesslich mit Leuten, wo man eine aehnliche Denkweise in wichtigen Bereichen vermutet und fuer eine Ueberpruefung dieser Denkweisen bei anderen Nationalitaeten fehlt einem die Zeit und vor allem das Vokabular. Trotzdem unternimmt man jeden Tag wieder aufs Neue den Versuch dem europaeischen Nachbarn wichtige Geschehnisse und Erlebnisse zu vermitteln und scheitert. Nach mehreren Versuchen beschraenkt man sich wieder auf die einfachen Rituale, die in jedem Land die gleichen sind und testet Trinksprueche in den unterschiedlichen Sprachen aus.
Man sollte offen genug sein auch andere an seinem Leben teilhaben zu lassen, aber auch ehrlich genug, dass die Suche unter der eigenen Sippe meist von mehr Erfolg gekroent ist. Erasmus ist ein Versuch der haeufig scheitert. Ich habe von Leuten gehoert, die nach ihrem Aufenthalt aehnlich schlecht die andere Sprache sprachen, dafuer Leberwerte von Dauerurlaubsniveau in der Schinkenstrasse vorwiesen.
Erasmus ist aber auch eine Herausforderung und ein staendiges Hinterfragen der eigenen Persoenlickeit als Deutscher, Europaeer oder Student. Die Konfrontation mit einer anderen Art der Lebensfuehrung laesst einen teilweise sehnsuechtig nach Hause blicken. Andere Sachen bleiben einem postiv im Gedaechtnis. Man erhaelt eine internationale Kompetenz durch kleinere Dinge, durch das Fahren in der U-Bahn, durch das Einkaufen im Supermarkt, durch das Zappen im Fernsehen oder durch zufaellige Gespraeche mit Einheimischen. Man bleibt jedoch fuer die 5-6 Monate immer Deutscher und Tourist und am Liebsten unter sich, um die oberflaechliche Sprachlosigkeit zu ueberwinden und nicht am Ende ausser Trinkspruechen auf finnlaendisch und slowakisch ohne jeglische Erfahrungen mit Substanz aus dem Flughafenterminal in die Arme der deutschen Heimat zu stolpern.
(Dies soll nur ein Versuch sein, sich der Wahrheit des Erasmus-Programms zu naehern und hat seinen Augangspunkt in der deutschen Kneipe "Zum Fass" in Madrid am Abend des Laenderspiels , Detuschland - Tschechien (o:3), wo ca. 30 Deutsche ueber die Spieler fluchten, Weissbier tranken und Wiener Schnitzel bestellten)
Sonntag, 14. Oktober 2007
Sterbende Stiere und staunende Studenten

Nachdem sich am Freitag endlich die erhoffte Entspannung breit machen haette koennen, war stattdessen grosses spanisches Kino angesagt. Den Anlass bot der spanische Nationalfeiertag "Dia de la Hispanidad". Man feiert am 12.10 unter anderem die Entdeckung Amerikas und dementsprechend die Hispanisierung dieses Erdteils. Um 10 30 war grosse Militaerparade angesagt und auf einer der groessten Strassen Madrids lies sich der Spanier auch nicht lumpen. Vom kleinen Koffertraeger-Infanteristen, der stolz mit seiner Trompete durch die Strassen marschierte ueber riesige Panzerwagen und Flugshow, bis zum mit Skiern ausgestatteten Gebirgsjaeger war alles vertreten. Besonders begeistert waren die Zuschauer von der Guardia Civil und den Legionaeren. Die spanische Geschichte wuerde eigentlich das Gegenteil vermuten lassen. Neben uhs standen auch richtige Militaerfantiker die neben Zapatero-Schmaerufen auch diverses Wissen ueber Panzer und Flugzeuge zum Besten gaben. War alles ein bisschen sehr patriotisch. So mit all den Fahnen, der Marschmusik und den Viva-Espana-Rufen. Nach ner kanppen Stunde war die ganze Geschichte dann schon wieder durch und ausser vielen Fahnen an den Fenstern in der Stadt blieb nicht mehr viel vom Patriotismus uebrig.
Nach diesem spanischen Entree goennte ich mir am Nachmittag das naechste spanische "Highlight", wohl jedoch eher im negativen Sinn. Ich ging bei mir um die Ecke zum Stierkampf oder besser zum "Wie langweile ich die Zuschauer am meisten, waehrend ich grausam unschuldige Tiere abmetzele"-Event. Naja ganz so schlimm war es nicht. Man konnte sich uebrigens aussuchen, ob man in der Sonne, in der Sonne-Schatten-Zone oder in der Schatten-Zone sitzen moechte. Je schattiger desto teurer. Naja im Herbst sollte sich der Spanier das nochmal ueberlegen. Im Schatten sah man sehensuechtig zu den sich in der Sonne Aalenden rueber. Zurueck zum Stierkampf. 6 Stiere mussten an diesem Abend sterben. Der Stier kommt in die Arena und steuert verplant auf irgendeinen mit einem rosa Tuch winkenden Torrero zu, von denen gibt es so 4. Kaum attakiert er einen der selbigen, verstecken die sich hinter Holzmauern. 5 Minuten spaeter, wenn der Stier schon ein bisschen mueder geworden ist, kommen zwei Piquadores rein, d.h. 2 auf Pferden reitende Lanzentraeger. Die Pferde sind uebrigens mit einer aeusserst schwerden Decke gepanzert und ihre Augen bedeckt. Hat der Stier eines der Pferde entdeckt, rammt er es mit voller Wucht. Bei mir ist gleich mal eines der Pferde umgefallen und musste von 5 Leuten wieder aufgehoben werden. Der Piquador rammt dann von oben dem Stier so 2-mal die Lanze rein, dass der Stier mal ordentlich blutet. Dann klingelt es wieder und die Reiter verschwinden. Dafuer werden dem Stier jetzt von einigen Toreros bunte Staebe so genannte Banderillas in den Ruecken gerammt (mit Wiederhaken!). Ist der Stier dann richtig platt, klinglelt es wieder und der Matador beginnt sein eigenartiges Treiben. Wenigstens hat der Stier zweimal den Matador umgestossen und einige der Spanier damit aus dem Siesta-Schlaefchen gerissen. 5 Minuten spaeter versucht der Matador dann dem riesigen, voellig fertigen Stier ein Schwert zwischen die Schulterblaetter zu rammen und direkt das Herz zu durchbohren. Klappt durchschnittlich erst beim 3 Versuch. Ist es endlich erledigt steht die komplette Torero-Truppe um den Stier rum und wartet das der sich endlich zum Sterben hinlegt. Sollte er dann immer noch leben, wird ihm mittels eines Dolches im Nacken die Wirbelsaeule durchtrennt. Ja so blutig ist die Wahrheit. Der Stier wird abtransportiert, eingie Leute rechen den blutigen Sand um und der naechste Stier betritt dumm wie Brot die Arena. Nach dem 5ten Mal bin ich gegangen.
Tradition oder Kultur sollte sich meiner Meinung nach immer dem Verstand und den Naturgesetzen unterordnen, nicht andersum.
Am Abend war ich noch unterwegs und in der legendaeren Tapas-Bar "El Tigre" (das Glas Bier + ein Teller Tapas fuer 1 50€) offenbarten sich zwei Eigenschaften der Nachtlebens in Madrid. Die Homosexualitaet und der Drogenmissbrauch personifiziert in einem Bodybuilder mit Sonnenbrille. Nachdem ihm anscheinend sein Paeckchen Koks aus der Tasche gefallen war und das Paeckchen aehnlich wie die zig Servietten auf dem Fussboden aussahen, hatte er ein Problem. Endlich gefunden widmete er sich voellig zugedroehnt der Belaestigung anderer Gaeste. Nachdem er bei mir angelangt den Wunsch hegte, mein Gemaecht zu sehen um sich der Groesse des Selbigen zu vergewissern, verliess ich schnellstmoeglich die Bar. In dieser Nacht sollte ich auch das erstemal Nachtbus fahren. Fuer alle die mich besuchen wollen ein wertvoller Tip: Nr. 5
Gestern stand der Tag ganz im Zeichen der EM-Qualifikation.Zu diesem Zweck traf ich mich Tim aus Kiel und wir wollten uns in die Hohle des Loewen begeben, in einen Irish-Pub. Was wir nicht wussten, Hoehle des Loewen ja, aber ohne Iren (ok einer). Dafuer war der Pub rammelvoll mit Franzoen und Englaendern. RUGBY-WM AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH. Wenigstens haben die Englaender gewonnen. Eintritt war uebrigens 10€ und erst nach 15 Minuten Kampf konten wir irgendwie einen Fernseher schraeg oben (steifer Hals inkl.) ergattern. Das Null-zu-Null und die laehmende Botellon anschliessend taten ihr uebriges. Die naechste U-Bahn brachte mich Nachhause. Ja NACH HAUSE.
PS: Hab meinen Balkon gestern weitestgehend von Taubenscheisse befreit und mein Mitbewohner Nr. 2 ist kein Schwede sondern Schweizer (sueco und suecio sind halt sehr aehnlich)
Mittwoch, 10. Oktober 2007
Er kam, sah und suchte und suchte ......... und er fand

Wir schreiben das Jahr 2007, der Oktober ist gerade 10 Tage alt und die Stunde 15 und die Minute 18 bleiben unvergessen. An diesem Tag, zu dieser Stunde hatte mein Leiden ein Ende. Ich hatte das Ungeheurer, die Bestie der Einsamkeit, der Obdachlosigkeit auf den Knien und rammte ihr mit voller Überzeugung meine verbale Zusage: " Ich nehm die Wohnung" in die Brust. Jahr später werde ich mich noch an diese Suche erinnern. Ich hatte naiv begonnen, hatte gefeiert und getrunken, hab die erste Woche genossen und auf mein Glück vertraut. In der zweiten Woche kam die böse Überraschung und ich musste auf Grund des geldgierigen Vermieters in die Peripherie nach Charmartin fliehen auf das Sofa von Marcial, dem französischen Sankt Martin. In der dritten Woche besuchte mich meine bessere Hälfte, doch auch ihre mutigen Versuche mich aus dem Sumpf zu ziehen, versagten kläglich. Zu diesem Zeitpunkt begann ich zu bezahlen für meinen anfänglichen Übermut. Heimweh, Wut auf diese Stadt und all der Gram liesen mich fast in der Suche erstarren. Doch ich wollte leben, wenn möglich in einer großen internationalen WG im Zentrum mit optimaler Anbindung und mit netten Leuten in meinem Alter den Kulturaustausch vollziehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt, doch sie wollte nicht sterben. In letzter Instanz suchte ich Hilfe bei einem Mäzen mit gutem Herzen. Dieser war erst nicht zu stoppen und überschüttete mich mit Hilfsbereitschaft. Das Ende vom Lied war, dass ich drohte sogar den Kontakt zu den anderen Studenten zu verlieren. Heute früh entfloh ich den Mauern des Schlosses und begab mich unter das Volk, in die Jugendherberge. Um 01 30 mittags betrat ich mein zukünftiges lichtdurchflutetes Domizil. Mein Zimmer hat einen Balkon mit Blick auf einen kleinen verspielten Park (Die fette Autobahn dahintern ist hierbei zu vernachlässigen!!)
Mein Mäzen zückte Gold in Wort und Tat, doch die Vermieterin erbat sich Zeit.
Nach einem anschließenden, frustierten Mittagessen grübelten wir über meine Zukunft in Madrid nach, als mein Telfon klingelte. Es war 15 18 Uhr. Der Rest ist Geschichte.
Ich wohne ab morgen mit einem Deutsch-Chilenen und einem Schweden in der Calle Sancho Davila 35. Bei gutem Wind kann ich die Stiere in der nahegelgenen Arena Las Ventas in ihren Ställen scharren hören.
Freitag, 5. Oktober 2007
Die Not ist gross, die Hoffnung schwindet
Ganz so schlimm ist es nicht, aber eine aehnlich quaelende Suche wuensche ich keinem, gut meinem groessten Feind auf alle Faelle. Warum erst jetzt wieder Nachricht von der spanischen Wohnungsfront? Naja, weil außer diesem Thema nichts wirklich in meinem Leben hier eine Rolle spielt. Ein paar Anmerkungen zur selbigen:
Letzte Woche besichtigte ich eine Wohnung mit Blick in die Wueste. In der Annonce stand 290,-. Diese Zimmer war jedoch für zwei Personen konstruiert. Schoen dass das n9icht im Internet stand. Die Vermieterin hatte jedoch noch ein zweites Zimmer in peto fuer 410,-. Dafuer dass die gesammte Wohnung dem Charme eines Jugendheims erlegen war (jedes Zimmer war seperat abschliessbar) war dieser Preis etwas ueberhoeht. Die Frau wird schon wissen was sie tut. Am Nachmittag des gleichen tages wollte ich mir eine zentralgelegene Wohnung in der Naehe von Bennis Wohnort ansehen. Eine geschalgene Stunde habe ich in der vermeintlichen Haunummer nach der Wohnung geforscht, hab mit dem Hausmeister geredet, der von einer Besichtigung um 18 Uhr abends wusste, jedoch nicht von mir, hab mit der vermeintlichen Vermieterin telefoniert, bis letztendlich rauskam dass ich in der falschen Strasse war. In der richtigen angekommen, musste ich feststellen , dass sich unter den zukuenftigen theoretischen Mitbewohnern ein leicht angetrunkener 49-jaehriger Spanier und ein Englisch-Professor tummelten. Dieses beiden Besichtigungen koennen jedoch nicht exemplarisch angesehen werden. Ich hatte auch Besichtigungen wo mir vorgegaukelt wurde, ich waere genau der Reichtige. Ich habe mich ins Zeug gelegt, mich verleugnet und geschelimt, es schien zu fruchten, angerufen hat bis jetzt niemand.
Dafuer habe ich auf offener Stasse am hellichten Tag vermeintlich normale Mitbuergerinnen beim Gschaefterledigen (klein) beobachtet.
Letzte Woche besichtigte ich eine Wohnung mit Blick in die Wueste. In der Annonce stand 290,-. Diese Zimmer war jedoch für zwei Personen konstruiert. Schoen dass das n9icht im Internet stand. Die Vermieterin hatte jedoch noch ein zweites Zimmer in peto fuer 410,-. Dafuer dass die gesammte Wohnung dem Charme eines Jugendheims erlegen war (jedes Zimmer war seperat abschliessbar) war dieser Preis etwas ueberhoeht. Die Frau wird schon wissen was sie tut. Am Nachmittag des gleichen tages wollte ich mir eine zentralgelegene Wohnung in der Naehe von Bennis Wohnort ansehen. Eine geschalgene Stunde habe ich in der vermeintlichen Haunummer nach der Wohnung geforscht, hab mit dem Hausmeister geredet, der von einer Besichtigung um 18 Uhr abends wusste, jedoch nicht von mir, hab mit der vermeintlichen Vermieterin telefoniert, bis letztendlich rauskam dass ich in der falschen Strasse war. In der richtigen angekommen, musste ich feststellen , dass sich unter den zukuenftigen theoretischen Mitbewohnern ein leicht angetrunkener 49-jaehriger Spanier und ein Englisch-Professor tummelten. Dieses beiden Besichtigungen koennen jedoch nicht exemplarisch angesehen werden. Ich hatte auch Besichtigungen wo mir vorgegaukelt wurde, ich waere genau der Reichtige. Ich habe mich ins Zeug gelegt, mich verleugnet und geschelimt, es schien zu fruchten, angerufen hat bis jetzt niemand.
Dafuer habe ich auf offener Stasse am hellichten Tag vermeintlich normale Mitbuergerinnen beim Gschaefterledigen (klein) beobachtet.
Donnerstag, 27. September 2007
Lost in Charmartin!!!!!
Ich weiss nicht, was ich eigentlich noch sagen soll zu diesem Thema,
aber ich bin immernoch auch auf der Suche. Gestern war die Hoffnung
noch gross, dass einer der Spanier auf meine Einschleimversuche bei der
Besichtigung positiv reagiert, aber Pustekuchen. Ich hatte doch alles
in die Waagschale geschmiessen, meinen Charme, meine einehmende
Persoenlichkeit reichte anscheinend nicht aus. Wohne ja aktuell am Ende
der Welt in Charmartin am Rande der Stadt. Ausser 4 riesigen Tuermen
und einer Menge an Verkehr gibt es da garnichts. Man sieht schon die
Berge vom Balkon aus und das in Madrid, die Stadt in der Wueste.
Naja heute neuer Tag neues Glueck, auf in den Kampf. Mit wehendem
Stadtplan kaempfen hab ich schon hinter mir. Um 14 Uhr habe ich wieder
Besichtigung. Ich, der hier nur Nicolas heisst, begebe mich jetzt mal
etwas in die Peripherie, mal schauen was bei der Metro-Station O´Donell
auf mich wartet. Sonst sitze ich die letzten abende mit meinem neuen
Gastgeber Marcial auf dem Balkon und trinken Dosenbier. So hab ich es
mir zwar nicht vorgestellt, ohne den Druck eine Wohnung zu finden,
haette dieses Bild sogar etwas romantisches:-;
Morgen muss ich zu allem Uebel noch eine Praesentation auf Spanisch
halten und Fundsachen aus dem Immigrantenviertel vorstellen. Ich habe
mir folgende symptomatische Sachen ausgesucht:
- Preislisten fuer Auslandsgespraeche aus den diversen Internetlaeden
- Kreuzkuemmel und Datteln aus dem arabischen Tante-Emmma-Laden
- ein kaputtes Spielzeuggewehr (gefunden an einem Baum, um den eine
Hund streunte und ich befuerchte, auch gepiselt hat)
- eine arabisches Magazin
- ein kostenlose spanische Integationszeitung
Ob da morgen in dem ganzen Trubel eine gute Note herausspringt?
Ah ich hatte noch garnicht erzaehlt warum ich ausziehen musste. Der
schwule Vermieter vom Benni wollte von mir 150€ fuer eine Woche haben.
Ich hab ihm 18€ fuer eine Nacht gegeben und bin am naechsten Tag, wie
Maria und Josef hilfesuchend durch die Stadt geirrt. Der Marcial hatte
mir dummerweise angeboten, dass er mir in Notsituationen helfen wuerde.
Pech gehabt!!!!!!
aber ich bin immernoch auch auf der Suche. Gestern war die Hoffnung
noch gross, dass einer der Spanier auf meine Einschleimversuche bei der
Besichtigung positiv reagiert, aber Pustekuchen. Ich hatte doch alles
in die Waagschale geschmiessen, meinen Charme, meine einehmende
Persoenlichkeit reichte anscheinend nicht aus. Wohne ja aktuell am Ende
der Welt in Charmartin am Rande der Stadt. Ausser 4 riesigen Tuermen
und einer Menge an Verkehr gibt es da garnichts. Man sieht schon die
Berge vom Balkon aus und das in Madrid, die Stadt in der Wueste.
Naja heute neuer Tag neues Glueck, auf in den Kampf. Mit wehendem
Stadtplan kaempfen hab ich schon hinter mir. Um 14 Uhr habe ich wieder
Besichtigung. Ich, der hier nur Nicolas heisst, begebe mich jetzt mal
etwas in die Peripherie, mal schauen was bei der Metro-Station O´Donell
auf mich wartet. Sonst sitze ich die letzten abende mit meinem neuen
Gastgeber Marcial auf dem Balkon und trinken Dosenbier. So hab ich es
mir zwar nicht vorgestellt, ohne den Druck eine Wohnung zu finden,
haette dieses Bild sogar etwas romantisches:-;
Morgen muss ich zu allem Uebel noch eine Praesentation auf Spanisch
halten und Fundsachen aus dem Immigrantenviertel vorstellen. Ich habe
mir folgende symptomatische Sachen ausgesucht:
- Preislisten fuer Auslandsgespraeche aus den diversen Internetlaeden
- Kreuzkuemmel und Datteln aus dem arabischen Tante-Emmma-Laden
- ein kaputtes Spielzeuggewehr (gefunden an einem Baum, um den eine
Hund streunte und ich befuerchte, auch gepiselt hat)
- eine arabisches Magazin
- ein kostenlose spanische Integationszeitung
Ob da morgen in dem ganzen Trubel eine gute Note herausspringt?
Ah ich hatte noch garnicht erzaehlt warum ich ausziehen musste. Der
schwule Vermieter vom Benni wollte von mir 150€ fuer eine Woche haben.
Ich hab ihm 18€ fuer eine Nacht gegeben und bin am naechsten Tag, wie
Maria und Josef hilfesuchend durch die Stadt geirrt. Der Marcial hatte
mir dummerweise angeboten, dass er mir in Notsituationen helfen wuerde.
Pech gehabt!!!!!!
Montag, 24. September 2007
El Coche fantastico

Am Samstag war also die Noche en blanco auf dem Plan gestanden. Das besondere war das diesmal halt nicht viele Leute wie sonst immer in der Strasse waren, sondern Unmengen. Es waren auch in diversen Etablissments die unterschiedlichsten Aktionen geplant, mitgenommen haben wir davon eigentlich aber nichts. Ich persoenlich hatte ausser einem vor sich hin heulenden Flamenco-Saenger in einer ueberfuellten, heissen Bar keinen Kulturschock bekommen. Nach einer botellon auf dem Plaza Santa Anna sind wir weiter ... ihr werdet es nicht glauben .. zu einer anderen Botellon gelaufen und haben mit Peruanern Geburtstag (von wem eigentlich?) gefeiert. Um 5 Uhr habe ich mir dann einen gummeligen Sandwich aus der Plastiktuete genehmigt und dann gings es schon wieder auf den Heimweg. Um 6 Uhr 30 war die Noche en blanco fuer mich beendet. Am Sonntag viel zu frueh aufgestanden und zum Wochenmarkt "Rastro" gelaufen. Muss naemlich mit einer Gruppe von anderen Studenten am kommenden Fraitag eine Praesentation ueber das Barrio Lavapies halten. Ist das Immigranten-Viertel und der Rastro ist so ne Art Integrationsmittel.
Dann bin ich mal wieder auf Wohnungsbesichtigung gewesen. Die Wohnung war in Ordnung. Am Mittwoch wollen sie sich entscheiden. Eher unwahrscheinlich bei der Menge an Interessenten. Waren dan am Abend noch im Retiro-Park und haben irgendwelchen Alternativen beim Jonglieren, Hulahup-Reifen-Schwingen, Feuerschlucken, Diabolospielen etc. zugeschaut.
Der Benni fliegt heute wieder zurueck nach Muenchen und ich muss gleich mit dem Vermieter verhandeln, ob ich noch ein paar Naechte beim Benni schlafen kann. Der Vermieter ist uebrigens ne echt strange Gestalt. Als wir gestern abend bei ihm waren, hat er dem Benni fast einen Heiratsantrag gemacht. War ganz aufgeregt und hat dem Benni Handkuesse gegeben. Der Benni wollte eigentlich nur seinen Schluessel zurueckbringen.
Jetzt zur Ueberschrift: Le Coche fantastico (das fantastische Auto) ist eine auch in Deutschland unter einem anderen Namen bekannte Serie. Da der Spanier saemtlich Anglizismen meidet wie der Teufwel das Weihwasser, hat er den urspruenglich amerikanischen Titel fantasievoll abgeaendert. Ihr werdet es nicht glauben, die Serie ist Knight Rider. Es gibt aber auch andere schoene Beispiele:
- Los Virgilantes de la Playa (Die Waechter vom Strand) = Baywatch
- Sexo Nueva York = Sex in the city
- Equipo A = A-Team
- Los mujeres desesperados = Desperate Housewifes
Sitze uebrigens auch gerade im Imigranten-Viertel in nem Internet-Cafe und neben mir singt ein Farbiger mit Kopfhoerern abgefahrene Melodien von You-Tube nach.
Dann bin ich mal wieder auf Wohnungsbesichtigung gewesen. Die Wohnung war in Ordnung. Am Mittwoch wollen sie sich entscheiden. Eher unwahrscheinlich bei der Menge an Interessenten. Waren dan am Abend noch im Retiro-Park und haben irgendwelchen Alternativen beim Jonglieren, Hulahup-Reifen-Schwingen, Feuerschlucken, Diabolospielen etc. zugeschaut.
Der Benni fliegt heute wieder zurueck nach Muenchen und ich muss gleich mit dem Vermieter verhandeln, ob ich noch ein paar Naechte beim Benni schlafen kann. Der Vermieter ist uebrigens ne echt strange Gestalt. Als wir gestern abend bei ihm waren, hat er dem Benni fast einen Heiratsantrag gemacht. War ganz aufgeregt und hat dem Benni Handkuesse gegeben. Der Benni wollte eigentlich nur seinen Schluessel zurueckbringen.
Jetzt zur Ueberschrift: Le Coche fantastico (das fantastische Auto) ist eine auch in Deutschland unter einem anderen Namen bekannte Serie. Da der Spanier saemtlich Anglizismen meidet wie der Teufwel das Weihwasser, hat er den urspruenglich amerikanischen Titel fantasievoll abgeaendert. Ihr werdet es nicht glauben, die Serie ist Knight Rider. Es gibt aber auch andere schoene Beispiele:
- Los Virgilantes de la Playa (Die Waechter vom Strand) = Baywatch
- Sexo Nueva York = Sex in the city
- Equipo A = A-Team
- Los mujeres desesperados = Desperate Housewifes
Sitze uebrigens auch gerade im Imigranten-Viertel in nem Internet-Cafe und neben mir singt ein Farbiger mit Kopfhoerern abgefahrene Melodien von You-Tube nach.
Samstag, 22. September 2007
Wiesn und Noche en blanco!!
Jetzt aber, schnell und in voller Laenge.
Am Dienstag Abend war ich nach einem wohnungstechnisch voll verkorksten Tag (1 Stunde vor einer Wohnung gewartet und dann die Aussage dass die Vermieterin mal wieder keine Jungs haben will, uebrigens als Gay, Arbeiter, Frau oder Langzeitbleiber hat man hier die besten Karten, BIS JETZT bin ich nichts davon!!!!!!!!) im Bernabeu Stafion, schoen Real gegen Werder gucken. Das Stafion ist einfach traumhaft, obwohl es einem garnicht mal so gross vorkommt. Super steil geht es in 4 Raengen nach oben. Werder hat ja auch wirklich gut gespielt und Real ist kaum was eingefallen. Die Spanier um uns rum knusperten vor Nervositaet ihr ganze Packung Sonnenblummenkerne in einem Zug weg, so dass nach Ende des Spiels bei jedem zweiten Platz Maulwurfshuegel grosse Schalenberge zu sehen waren. Ich war uebrigens mit einem von der Botellon vom Samstag da, der Tim aus Kiel. Der hatte sich auch am Vortag eine Stunde vors Stadion gestellt, hatte mir das Geld ausgelegt und auf Grund einiger Probleme eine Deutsche Bank zu finden, musste er mir im Stadion sogar das Bier zahlen.
Am Mittwoch hatte der Benni seine letzte Pruefung und konnte mir a bisserl unter die Arme greifen, jedoch ebenso so erfolglos. Am Abend war ich nur noch auf einer Drei-Mann-Botellon, wobei ich den deutschen Erasmus-Studenten Georg aus meiner Klasse traf ("Ay Niklas, wir gehen jetzt richtig los!"), von dem ich am naechsten Tag gehoert hab, dass er nachts um halb fuenf ueberfallen wurde und um Handy, MP3 und Kamera erleichtert wurde. Daraufhin lag er erst mal 1 Stunde bewusstlos in der Strasse, ja auch das ist Madrid.
Am Donnerstag stand am Abend die erste Erasmus-Party an. Also auf ins La Gramola. Jedoch nicht allzu lange, da ohne Wohnung feiert es sich schlecht. Hierbei ist zu erwaehnen, dass einer der permanent ansaessigen Franzosen Sofian nach Hause (zum Benni) gekommen ist (Er war ein Jahr nicht da gewesen) und die komplette Wohnung geputzt hat und so ein Einzug in den Bereich des Moeglichen fuer mich gerueckt ist. Er will halt Spanier haben, sollte dies bis Sonntag nicht klappen, waere ich im Rennen. Bei der Party habe ich mich mit einem Italiener ueber Luca Toni, mit einem Franzosen ueber Franck Ribery und mit einem Oesterreicher ueber die FPOE in Oesterrreich unterhalten und dazu Freibier getrunken.
Gestern machte ich mich auf nach Fuebnlabrada, meinem vermeintlichen Campus, am Arsch der Heide. Musste mit einem Regionalexpress fahren, aber nachdem mir am anderen Campus in Vilcalvaro niemand eine freundliche, positive Antwort geben wollte, musste ich die Strecke wohl oder uebel auf mich nehmen. Dort nach 40 Minuten angekomen musste ich festellen, dass der so moderne Campus mitten in der Wueste von Nirgenwo plaziert war, erst einmal erschreckend. Der zweite Schrecken folgte sogleich, der Uni lagen keine Dokumente von mir vor, geht ja auch nicht, mir hatte ja auch kleiner gesagt, dass ich dies tun muesste, mein Herz rutschte in die Hose, doch der sehr entspannte Chef Oskar (schaut ein bisschen als haette er seine Passion zum Hobby gemacht, mit Erasmus-Studentinnen abzuhaengen) konnte mich schnell beruhigen und voellig unbuerokratisch die Tuer zum intensiven Studienerlebnis aufstossen. Nach einem unterhaltsamen Fruehstueck in der Cafeteria (wegen der netten Bedienung) und einem Blick in die moderne Bibliothek stieg ich versoehnt mit dieser Uni in den Zug. Das wird schon!! Ist halt ne Uni fuer Kommunikation und Tourismus. Werd sehen was ich da belegen kann.
Gestern Abend dann noch eine sinnvolle Wohnungsbesichtigung hier in der Naehe im Barrio Embajadores. Zwi arbeitende Spanier haben noch ein Zimmer fuer 290€ (inkl.) anzubieten. Das ist wahnsinnig blillig hier. Der Durchschnitt liegt so bei 350€ mas gastos (exkl.). Die entscheiden sich heute. Wenn das wegfaellt bleib mir nur noch die Hoffnung auf die Bude vom Benni, die jetzt wirklich anders aussieht. Ne neue Pfanne und ne neuen Topf zu kaufen waere aber nicht verkehrt.
Nun zum Wichtigsten, heute ist Wiesn-Auftakt ohne mich und ich bin in Gedanken jetzt gerade im Schottenhammel bei meiner ersten Mass. Werd die aufkeimende Sehnsucht heute duch das hier stattfindende Festival "Noche en blanco" kompensieren. Ueberall Buehnen und alle Thater, Krchen etc. haben die ganze Nacht offen, ist hier aber eigentlich nichts Ungewoehnliches!!!
Naja bin also jetzt eine Woche in Madrid, kommt mir schon viel laenger vor. Ist halt schon viel passiert.
Bin in Gedanken aber immer noch manchmal in Muenchen und Hamburg.
Jungs, trinkts einen fuer mich mit. Naechstes Jahr komme ich fuer ein paar Tage, ganz bestimmt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Am Dienstag Abend war ich nach einem wohnungstechnisch voll verkorksten Tag (1 Stunde vor einer Wohnung gewartet und dann die Aussage dass die Vermieterin mal wieder keine Jungs haben will, uebrigens als Gay, Arbeiter, Frau oder Langzeitbleiber hat man hier die besten Karten, BIS JETZT bin ich nichts davon!!!!!!!!) im Bernabeu Stafion, schoen Real gegen Werder gucken. Das Stafion ist einfach traumhaft, obwohl es einem garnicht mal so gross vorkommt. Super steil geht es in 4 Raengen nach oben. Werder hat ja auch wirklich gut gespielt und Real ist kaum was eingefallen. Die Spanier um uns rum knusperten vor Nervositaet ihr ganze Packung Sonnenblummenkerne in einem Zug weg, so dass nach Ende des Spiels bei jedem zweiten Platz Maulwurfshuegel grosse Schalenberge zu sehen waren. Ich war uebrigens mit einem von der Botellon vom Samstag da, der Tim aus Kiel. Der hatte sich auch am Vortag eine Stunde vors Stadion gestellt, hatte mir das Geld ausgelegt und auf Grund einiger Probleme eine Deutsche Bank zu finden, musste er mir im Stadion sogar das Bier zahlen.
Am Mittwoch hatte der Benni seine letzte Pruefung und konnte mir a bisserl unter die Arme greifen, jedoch ebenso so erfolglos. Am Abend war ich nur noch auf einer Drei-Mann-Botellon, wobei ich den deutschen Erasmus-Studenten Georg aus meiner Klasse traf ("Ay Niklas, wir gehen jetzt richtig los!"), von dem ich am naechsten Tag gehoert hab, dass er nachts um halb fuenf ueberfallen wurde und um Handy, MP3 und Kamera erleichtert wurde. Daraufhin lag er erst mal 1 Stunde bewusstlos in der Strasse, ja auch das ist Madrid.
Am Donnerstag stand am Abend die erste Erasmus-Party an. Also auf ins La Gramola. Jedoch nicht allzu lange, da ohne Wohnung feiert es sich schlecht. Hierbei ist zu erwaehnen, dass einer der permanent ansaessigen Franzosen Sofian nach Hause (zum Benni) gekommen ist (Er war ein Jahr nicht da gewesen) und die komplette Wohnung geputzt hat und so ein Einzug in den Bereich des Moeglichen fuer mich gerueckt ist. Er will halt Spanier haben, sollte dies bis Sonntag nicht klappen, waere ich im Rennen. Bei der Party habe ich mich mit einem Italiener ueber Luca Toni, mit einem Franzosen ueber Franck Ribery und mit einem Oesterreicher ueber die FPOE in Oesterrreich unterhalten und dazu Freibier getrunken.
Gestern machte ich mich auf nach Fuebnlabrada, meinem vermeintlichen Campus, am Arsch der Heide. Musste mit einem Regionalexpress fahren, aber nachdem mir am anderen Campus in Vilcalvaro niemand eine freundliche, positive Antwort geben wollte, musste ich die Strecke wohl oder uebel auf mich nehmen. Dort nach 40 Minuten angekomen musste ich festellen, dass der so moderne Campus mitten in der Wueste von Nirgenwo plaziert war, erst einmal erschreckend. Der zweite Schrecken folgte sogleich, der Uni lagen keine Dokumente von mir vor, geht ja auch nicht, mir hatte ja auch kleiner gesagt, dass ich dies tun muesste, mein Herz rutschte in die Hose, doch der sehr entspannte Chef Oskar (schaut ein bisschen als haette er seine Passion zum Hobby gemacht, mit Erasmus-Studentinnen abzuhaengen) konnte mich schnell beruhigen und voellig unbuerokratisch die Tuer zum intensiven Studienerlebnis aufstossen. Nach einem unterhaltsamen Fruehstueck in der Cafeteria (wegen der netten Bedienung) und einem Blick in die moderne Bibliothek stieg ich versoehnt mit dieser Uni in den Zug. Das wird schon!! Ist halt ne Uni fuer Kommunikation und Tourismus. Werd sehen was ich da belegen kann.
Gestern Abend dann noch eine sinnvolle Wohnungsbesichtigung hier in der Naehe im Barrio Embajadores. Zwi arbeitende Spanier haben noch ein Zimmer fuer 290€ (inkl.) anzubieten. Das ist wahnsinnig blillig hier. Der Durchschnitt liegt so bei 350€ mas gastos (exkl.). Die entscheiden sich heute. Wenn das wegfaellt bleib mir nur noch die Hoffnung auf die Bude vom Benni, die jetzt wirklich anders aussieht. Ne neue Pfanne und ne neuen Topf zu kaufen waere aber nicht verkehrt.
Nun zum Wichtigsten, heute ist Wiesn-Auftakt ohne mich und ich bin in Gedanken jetzt gerade im Schottenhammel bei meiner ersten Mass. Werd die aufkeimende Sehnsucht heute duch das hier stattfindende Festival "Noche en blanco" kompensieren. Ueberall Buehnen und alle Thater, Krchen etc. haben die ganze Nacht offen, ist hier aber eigentlich nichts Ungewoehnliches!!!
Naja bin also jetzt eine Woche in Madrid, kommt mir schon viel laenger vor. Ist halt schon viel passiert.
Bin in Gedanken aber immer noch manchmal in Muenchen und Hamburg.
Jungs, trinkts einen fuer mich mit. Naechstes Jahr komme ich fuer ein paar Tage, ganz bestimmt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Donnerstag, 20. September 2007
En busquo de piso!
Lange habe ich es nicht mehr geschafft, meine Erfahrungen der letzten Tage in meinen Blog einfliessen zu lassen, so will ich zumindest jetzt versuchen zu umreissen. Wo war ich stehen geblieben. Die Intensitaet meiner Wohnungssuche steigt von Tag zu Tag, jedoch mit dementsprechenden Fehlschlaegen. Langsam beginne ich zu glauben mich meinem Schciksal fuegen zu muessen und irgendein Loch in irgendeiner Pampa nehmen zu muessen. Der Winter kann dann kommen.
Montag, 17. September 2007
Joder!!!!!
Joder, das spanische Liebligswort mit der selben Bedeutung wie das amerikanische F**k. In jeden Satz unter Jugendlichen scheint dieses Wort irgendwie reinzupassen.
War gestern natuerlich doch nochmal draussen. Hab mal eben noch SCHWEINEOHREN gegessen. Knorpel, Fett und Knoblauchsosse. Ich bin froh es hinter mir zu haben. Die Ohrenstueckchen sind fast nicht runterzuschlucken und der Knoblauch verfolgte mich bis heute frueh unter die Dusche. Hab mich um 9 Uhr dann in der Frueh in Richtung der neuen Uni aufgemacht und nach 40 Minutern Fahrt mit der U-Bahn mich erstmal im Komplex der Uni verirrt. Nur mit der Hilfe anderer bin ich noch rechtzeitig zur Vorstellung (gaehn!!!) der Uni gekommen. Dann gab es bei einem kleinen Kaffeekraenzchen die Moeglichkeit andere Studenten kennen zu lernen. Nach einem typisch spanischen Desayuno (sausuesses Fruehstueck) mussten jeder sich mittels eines tete-a-tete mit einer Spanischlehrerin in ein gewisses Niveau von 1-3 einstufen lassen. Da, wie einige wissen, diese Gespraeche nicht wirklich zu meien Staerken zaehlen, musste ich mich mit Niveau 2 zufrieden geben. Hierbei sei erwaehnt, das alles ausser mir mit diversen Dokumenten angerueckt sind und ich ausser einem wie sich rausstellte relative leeren Federmaepchen nichts dabei hatte. Kaum hatte ich diese Schocks verdaut, habe ich mich in die Innenstadt zurueckgekehrt der vorsichtigen Suche nach einer eigenen Wohnung gewidmet. Ergebniss noch offen.
War gestern natuerlich doch nochmal draussen. Hab mal eben noch SCHWEINEOHREN gegessen. Knorpel, Fett und Knoblauchsosse. Ich bin froh es hinter mir zu haben. Die Ohrenstueckchen sind fast nicht runterzuschlucken und der Knoblauch verfolgte mich bis heute frueh unter die Dusche. Hab mich um 9 Uhr dann in der Frueh in Richtung der neuen Uni aufgemacht und nach 40 Minutern Fahrt mit der U-Bahn mich erstmal im Komplex der Uni verirrt. Nur mit der Hilfe anderer bin ich noch rechtzeitig zur Vorstellung (gaehn!!!) der Uni gekommen. Dann gab es bei einem kleinen Kaffeekraenzchen die Moeglichkeit andere Studenten kennen zu lernen. Nach einem typisch spanischen Desayuno (sausuesses Fruehstueck) mussten jeder sich mittels eines tete-a-tete mit einer Spanischlehrerin in ein gewisses Niveau von 1-3 einstufen lassen. Da, wie einige wissen, diese Gespraeche nicht wirklich zu meien Staerken zaehlen, musste ich mich mit Niveau 2 zufrieden geben. Hierbei sei erwaehnt, das alles ausser mir mit diversen Dokumenten angerueckt sind und ich ausser einem wie sich rausstellte relative leeren Federmaepchen nichts dabei hatte. Kaum hatte ich diese Schocks verdaut, habe ich mich in die Innenstadt zurueckgekehrt der vorsichtigen Suche nach einer eigenen Wohnung gewidmet. Ergebniss noch offen.
Sonntag, 16. September 2007
Erasmus: Tourist oder Local?
Am gestrigen Abend hab ich mich doch noch aufgerafft und bin um 22 Uhr bei dem Platz La Latina aufgekreuzt, um dort mit einigen deutschen Erasmus-Studenten bei einem nahe gelegenen Platz ein so genannte Botellon abzuhalten. Auf deutsch uebersetzt: Auf der Strasse trinken und kloenen. Und das machten wir auch. Das ganze in den letzten Tagen augestaute Redepotential wurde in einem Schwall aus deutschen Woertern nun einem Wildfremden um die Ohren gehauen. So ca. um 1 Uhr und 4 Bier spaeter hatte man seine ersten Rededurst ueberwunden und die Ersten wuenschten einen baldigen Aufbruch in eine "total tolle" Disko (10€ Eintritt!!!!!!!!). Da diese aber nicht so weit von meiner aktuellen Bleibe schien, bin ich halt noch mitgegangen. Welch Fehler! Immer mehr Spezialisten traten unter der bisher so homogen wirkenden Gruppe hervor und jeder wusste ploetzlich besonders gut, wo der richtige Weg zum Ziel, was war das noch gleich, waere. Die Folgen waren unuebersehbar: Erstens liefen wir 2 Stunden im Kreis und zweitens trennte sich in vielen aufreibenden Diskussionen die Spreu vom Weizen, wobeoi fuer mich am Ende kaum noch Weizen vorhanden sein sollte. Ich kann so eine Odyssee jedoch nur empfehlen, dann lernt man den unter der dicken Schminke an internationaler Toleranz steckenden wahren Charakter deines Landsmannes oder deiner Landsfreu kennen. So wurde ich auf meinen Tipp "Man koenne doch notfalls zum Mittelpunkt des Trubels in die Innenstadt zurueckkehren und da weiter machen, wo man urspruenglich angefangen hatte, sprich auf der Strasse Bier trinken" von einer ca. 22jaehrigen 90Kilo-Kommilitonin gemassregelt "Das man soweit noch komme, zu den Touristen zu gehen, das koennten wir mal schoen ohne sie machen". Mit diesen Worten trennte sich das weibliche Spreu von unserer Gruppe und marschierte trotzig zu einer nahegelegenen Kirmes, typisch spanisch halt.
Als wir schliesslich auf ca. 7 Leute von 20 geschrumpf waren und 2 oder 3 immernoch auf den goldenen Ratschlag eines Spaniers ueber den Aufenthaltsort des erhofften Baretablissments hofften, begab ich mich gekonnt auf den Heimweg. Eine Erfahrung reicher: Bis jetzt bin ich Touri und zwar zu 100% und ein Local werde ich in den 5 Monaten sicher nicht. Um 3 schlief ich zufrieden mit dieser Rolle ein.
Am naechsten Tag machte ich mich allein auf die Socken die Stadt zu erkunden. Ich war ihm Stadtpark Retiro, beim Bahnhof Atocha, der alten Interrail-Zeiten wegen, beim Palacio real und in der weitlaeufigen Innenstadt. Am Nachmittag versuchte ich erfolglos unsere deutschen Basketballer bei ihrem Spiel um Platz 5 zu begleiten, aber es hat ja auch ohne mich geklappt. Der Abend naht und heute werde ich wahrscheinlich nichts mehr anstellen. Muss morgen um 10 Uhr a.m. bei meiner Uni sein. Welcome-Day fuer alle Erasmus-Studenten. Das kann ja heiter werden.
Als wir schliesslich auf ca. 7 Leute von 20 geschrumpf waren und 2 oder 3 immernoch auf den goldenen Ratschlag eines Spaniers ueber den Aufenthaltsort des erhofften Baretablissments hofften, begab ich mich gekonnt auf den Heimweg. Eine Erfahrung reicher: Bis jetzt bin ich Touri und zwar zu 100% und ein Local werde ich in den 5 Monaten sicher nicht. Um 3 schlief ich zufrieden mit dieser Rolle ein.
Am naechsten Tag machte ich mich allein auf die Socken die Stadt zu erkunden. Ich war ihm Stadtpark Retiro, beim Bahnhof Atocha, der alten Interrail-Zeiten wegen, beim Palacio real und in der weitlaeufigen Innenstadt. Am Nachmittag versuchte ich erfolglos unsere deutschen Basketballer bei ihrem Spiel um Platz 5 zu begleiten, aber es hat ja auch ohne mich geklappt. Der Abend naht und heute werde ich wahrscheinlich nichts mehr anstellen. Muss morgen um 10 Uhr a.m. bei meiner Uni sein. Welcome-Day fuer alle Erasmus-Studenten. Das kann ja heiter werden.
Samstag, 15. September 2007
Orejas y Morros

Gut wo waren wir.
Benni hat mir gestern einen kleinen Einblick ins Nachtleben gegeben,
indem wir durch die äußerst belebten Straßen von Madrid tingelten. Hier
und da haben wir uns eine lata (Dose) Bier gekauft und nachdem uns ab
so ca. 21 Uhr der Einkauf eines alkoholischen Getränks verweigert wurde
(irgend so ein Gesetz verbietet das!!!!), sind wir umgestiegen auf das
Konsumieren in einigen spanischer Etablissments, wobei ich hier vor
allem die Neonlicht-, alteingesessenen Lokale bevorzugte. Immer schön
Tapas zum Bier. In der erwähnten Kneipe war das jedoch eher
Vokelfutter.
Weiter durch die warme Nacht voller Lärm. Wahnsinn wieviele Leute
nachts unterwegs sind.
Bei einer Bar gab es als spezielles Zuckerl Orejas und Morros,
übersetzt lecker Schweineohren und -schnauzen. So traditionell war ich
dann doch nicht.
Wieder zurück in der Butze haben wir angefangen ein bisschen mit
Mahou-Bier zu hantieren und uns dann über spanischen Rum in die
Geburtstag-Party vom benni geschmissen. Bei dieser Party waren
ausschließlich Spanier (okay ein Venzuelano und ein Franzose, der aber
nur spanisch gesprochen hat) da, so ca. 10. Meine Aufnahmemöglichkeiten
waren somit äußerst beschränkt.
Gegen halb zwei habe ich meinen Beobachtungsposten aufgegeben und bin
in Bennis Zimmer verschwunden. Nach einer halben Stunde dem spanischen
Gesprächen vor der Tür lauschend, bin ich in voller Montur eingepennt.
Ich hatte meinen ersten Tag überstanden.
Am nächsten Tag, sprich heute, sprang ich um 12 aus der Falle und
nachdem die Wohnung noch dreckiger als vorher war, beschloß ich Benni
nachträglich zum Geburtstag eine Generalüberholung der Wohnung zu
präsentieren. 2 Stunden später war die Wohnung kaum wieder zu erkennen.
Um halb Drei ist der Benni heimgekommen und wir konnten zu neuen Ufern
aufbrechen. Wer mir hoffentlich gleich die Prepaid-Karte fürs Handy
besorgen. Das Wetter ist übrigens total angenehm: T-Shirt-Temperatur
ohne zu heiß zu sein.
Was heute abend ansteht weiß ich noch nicht, muss meine Bemühungen um
eine eigene Wohnung noch intensivieren.
Freitag, 14. September 2007
Endlich angekommen!

Nach einer schlecht geschlafenen Nacht ging es fuer mich um 4 45 Uhr heute morgen los. Ab zum Flughafen. Die realtiv unbekannte Airline Brussels Airlines empfing mich mit einer schmucken kleinen Maschiene mit insgesamt 20 Reihen am Hamburger Flughafen. Auf Grund der dazu noch aeusserst spaerlich besetzten Passagierbaenke hatte das ganze eher den Anschein eines famliaeren Ausflugs. Naja um 8 Uhr Landung in Bruessel, Umstieg in eine groessere Maschiene und ab nach Madrid. Puenktliche Landung um 12 30 Uhr. Natuerlich keine Tutorin der Uni da, ab in die leicht miefige U-Bahn bis zum Tirso de Molina. Puenktlichst treffe ich dort um 12 45 Uhr ein, jedoch kein Benjamin weit und breit. Die darauffolgende Stunde verbrachte ich auf dem selbigen Plaza, wobei die Leute mich argwoehnisch beobachteten, was dieser Touri wohl da die ganze Zeit mit 2 Tonnen Gepaeck auf dem Kinderspielplatz so mache.
Nach einer Stunde versuchte ich es mal mit Klingeln. Benni hatte mir ja vorsichtshalber die Hausnummer genannt. Keine Antwort. Nun stand ich die naechste halbe Stunde als Art Bordsteinschwalbe vor dieser Tuer. Nach der Putzfrau griff ich mir dann die naechstbeste vermeintliche Nachbarin. Diese klaerte mich ueber die Funktiionslosigkeit einiger Klingeln auf und brachte mich sicher in den 4ten stock. Dort angekommen, kein Tuerschild. Die Nachbarin rief mir aus dem Fahrstuhlschacht noch " Die rechte Tuer ist es" zu und verschwand.
Ich muss nicht erwaehnen das auch diese Klingel nicht funktionierte. Ich fing an sanft an die Tuer zu klopfen. Keine Antwort ausser lautes spanisches Fernsehen. Nachdem ich die Vehemenz meiner Annaehrung erhoehte, machte mir Benni schliesslich nach einer weiteren viertel Stunde auf. Ich war da. Benni hat uebrigens Geburtstag.
Jetzt bin ich gerade in der Uni vom Benni. Er lernt ein wenig und ich hau auf die spanische Tastatur. Anzumerken ist bezueglich der Fahrt hierher, dass ich mir mit einem 20€ Schein ein Ticket im Wert von 6,40€ kaufte und der Automat mir als groesstes Geld 50Cent Stuecke ausschmiess.
Mit vollen Hosentaschen werde ich jetzt gleich mal mir ein spanisches Handy zulegen.
Heute abend feiern wir noch a bisserl Bennis Geburtstag.
Der Anfang ist ueberstanden.
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