Sonntag, 20. Januar 2008

deutsche und spanische Vergangenheit

Wo war ich stehen geblieben? Dienstag hatte ich ja dann meine erste Prüfung in Spanisch. Wir mussten uns jeder ca. 30 Sekunden eine Geschichte aus 4-6 Reizwörtern ausdenken. Meine Wörter waren: Wolkenkratzer, Es war einmal ein kleines Mädchen, ziehen, breit, nähen, Insel. War natürlich als erster dran. An Kreativität mangelte es mir ja nie. Also erzählte ich die Geschichte von einem kleinen Mädchen, die auf der Insel bzw. Halbinsel von Manhattan wohnte und sich ihr Geld damit verdiente Sachen zu nähen.Sie verkaufte diese Sachen dann auf einem nahe glegenen Markt, auf der auch einmal ein berühmter Aktionskünstler nach einer Näherin ausschau hielt, die für ihn eine Hose nähen sollte. Seine Wahl fiel auf das Mädchen, die ihm dann eine so weite Hose nähte, dass der Künster diese dann über die Twintower, Wolkenkratzer ziehen konnte.
Der ein oder andere Mitschüler war den Tränen nahe. Die grammatikalische Ausführung war auf Grund der emotionlität meiner Ausführungen ein wenig auf der Strecke geblieben. Ich hoffe, meine Lehrerin, die uns übrigens schon von dem weißen Tunnel beim Sterben erzählt hat, weiß meine Fantasie zu schätzen.
Am Ende dieses Tages musste ich dann noch der besten Mutter auf dieser Erde meine Aufwartung machen. Meine Mutter hatte runden Geburtstag und so sangen wir vier Geschwister, ich über Skype, meiner Mutter ein Ständchen. Wieder Tränen, klar!
am Mittwoch bin ich dann endlich wieder kulturell unterwegs gewesen. Erst war ich in El Escorial einem der zahreichen Königsschlösser um Madrid herum. Mehr lässt sich über das Königshaus auch nicht bereichten. Hat mich einfach nicht überzeugt.
Danach ging es aber los. Nur ein Bus fährt pro Tag um 15 Uhr 15 ins Valle de los caidos (das Tal der Gefallenen)und einer um 17 30 zurück. Ja Basti, ich war endlich da. Man muss dazu für die anderen sagen, dass der Basti letztes Semster ein Referat über das Tal gehalten halt. Man fährt in ein stark bewaldetes Tal und plötzlich blitzt durch die Baumkronen ein Riesenkreuz auf einem Felshaufen auf. Ihr könnt unten einige meiner ersten Eindrücke von unten und dann von oben nachvollziehen. Mit einer kleinen Bahn konnte man zum Kreuz hochfahren, wo es zur Verstärkung dieser Monumentalbaute auch noch windet wie Sau. Unter dem Kreuz ist ein Riesenhalle mit Hilfe von Zwangsarbeitern in den Fels gehauen mit Kirche und indirekter Beleuchtung. In den Boden sind dann in der nähe des Kreuzes zwei Steingräber eingelassen. Da liegen sie dann die zwei Diktatoren Spaniens, Francisco Franco und Juan Antonio Primo de Riveira. Alles auch sehr unheimlich. In dieser Baute liegen auch noch weitere Opfer des spanischen Bürkerkriegs zwischen 1936 und 39 begraben. Wie gesagt, ein sehr beeindruckendes aber auch erschreckendes, Sakrileg lässt grüssen Gebäude. Unheimlich. Außer den 10 Touristen gab es dann ca. 20 Aufpasser, die sich mehr ihrem Sodoku widmeten als dem Aufpassen.
Dann ging es auch schon wieder zurück. Das Valle war wirklich ne Reise wert. Auch wenn die Öffentlichkeit in Spanien immer noch darüber streitet, was damit passieren soll. Ist halt wirklich ein sehr politsches und auch polarisierendes Bauwerk. Am Abend dann mal wieder zu meinen Padrinos zum Essen. Paella, hmmmh!
Am Donnerstag im Cine-Kurs mal wieder einen spanisches Film gesehen. "Angustia". Ich sags euch gleich bevor ihr sofort zum DVD ausleihen. Beim spanischen Film muss man auf alles vorbereitet sein. Der Spanier kann nämlich wirklich gute Filme machen. Schafft es aber fast nie nicht irgendwann komplett abzudrehen und vieles von dem gut gemachten wieder in den Schatten zu stellen.
Am Freitag dann endlich wieder Negrita und Fiesta. Mein Kommilitone Thorben, Spitzname Turbo hatte zu sich geladen und die Rum-Cola lies sich wirklich gut an. Ich war dann auch bis 5 Uhr unterwegs. Nur nachdem wir so um ca. 24 Uhr seine Wohnung verlassen hatten, verbrachten wir von den 5 ca. 4 1/2 in der Straße auf der Suche nach der richtigen Bar. Auf Grund von unterschiedlichen Vorstellungen und der minimalen Schnittmenge hatten dann dementsprechend die Chinos in der Straße einen überverhältnismässigen Umsatz bezüglich ihres Getränkesortiments.
Am Samstag dann frisch und zeitig um 13 Uhr aufgestanden und mein Rollos hochgezogen. Was war das? Strahlender Sonnenschein 18 Grad, der Sommer war zurück. Leider erst nachmittags rausgekommen und sofort an Biergarten gedacht. Meine bayrsiche Konditionierung scheint zu funktionieren.
Den Rest des Wochendendes habe ich dann mit Fußgängen durch die Stadt mit zwischenzeitlichen Kaffeestopps mit Tortilla (meine tägliche Mensa-Kombination) zugebracht.
So auch heute, Sonntag. An nichts Böses denkend betrete ich La Casa del Abuelo (Opas Haus) und bestelle meine Kombi, als plötzlich der Kellner unfreundlich (nix neues) an mir vorbeigehd "Heil Hitler" nuschelt. Der Schock saß tief. Wir haben ihn dann darauf angeprochen und ermeinte er hätte es nicht zu uns gesaht. Blabla und er würde Hitler und somit alle Deutschen halt hassen. Ich wusste garnicht was ich sagen sollte. Man denkt immer so was passiert einem vielleicht in einem Land wo die Nazis gewütet oder Leid angerichtet haben. Aber in Spanien. Die ja selbst Hitler mit der Division Azul die Deutschen im Russlandfeldzug unterstütz haben. Wie arm! Trotzdem ist es wirklich eigenartig, weil man das Gefühl überhaupt nicht nachvollziehen kann, wenn man nicht selber in dieser Sitution war.
Übrigens kam mein Mitbewohner diese Nacht nicht nach Hause. Erst heute früh um 11. War in der U-Bahn eingeschalfen. Dann haben sie im die Hosentasche aufgeschlitzt und die Brieftadche mit allem geklaut. Echt krass. Also nicht vergessen. Keine Brieftasche nach Madrid mitnehmen!!!!
Hier noch ein paar Youtubelinks für die Musikinteressierten unter euch:
http://de.youtube.com/watch?v=Bi7xa7scr9I
http://de.youtube.com/watch?v=u80ocuvZxmY
http://de.youtube.com/watch?v=8CLrjl92GLU
http://de.youtube.com/watch?v=0EnwsvSQ_SQ
http://de.youtube.com/watch?v=9x_FZ08tKBI

Sonntag, 13. Januar 2008

Exkurs: Kulinarisches und Politisches








Als erstes eine Ermahnung der Regierung nicht bei den schwarzen Straßenverkäufern zu kaufen. Zu sehen ist eine "Manta" (eine Decke), diese ist mit zwei sich in der Mitte überkreuzenden Schnüren verbunden, um bei auftauchen der Polizei schnell die Decke zusammenziehen und verduften zu können.

Als zweites ein Plakat das zu einer linken Demo aufruft. Anlaß war die ermordung eines jungen Mannes durch einen Rechtsradikalen, übrigens einem spanischen Soldaten. Ich war bei der Demo. War aber mehr eine lustlose Zusammenrottung linker, vermumter Deppen, so dass ich schnell wieder verschwand.

Die nächsten zwei Fotos behandeln ein ähnliches Thema. Das Gedenken an den Gründer der rechten Partei Falange und ersten Diktator Spaniens im 20Jhdt. Jose Antonio Primo de Riveira. Das zweite Foto zeigt eine entsprechende Gedenktafel an einer Kirche. Es ist einfach offensichtlich, dass trotz der mühsamen Aufarbeitung der Franco-Zeit der extrem rechte Rand immernoch sehr evident vorhanden ist.

Dann noch ein anderes schönes Thema: das spanische Essen. Ich habe beide Seiten kennengelernt. Am Anfang wusste ich weder was ich frühstücken soll, weil Semmeln und Brot gibt es hier nicht, noch was man so zwischendurch sich kaufen, noch was als spansiches Essen wikrlich zu empfehelen ist. Gott sei dank gab es ja meine Padrinos bei denen ich regelmäßig den Genüssen fröhnen durfte und auch diese köstliches Paella serviert wurde. Das andere sollte man einfach nicht eines Kommentares würdigen. Einfach nur "ekelhaft" und dann auch nicht billig. Der Spanier ist aber halt sehr stolz auf seine Küche und wenn man bodenständige, kräftige Gerichte mag, in denen auch mal Ohren, Pfoten oder Mägen rumschwirren, dann ist man in der spanischen Küche genau richtig. Trotzdem habe ich jetzt ein spansichen Kochbuch und werde die besten Sachen schon noch finden. Guten Appetit!

Freitag, 11. Januar 2008

Endspurt und Endzeitstimmung



Seit 2ten Januar bin ich schon wieder in Madrid, komme erst jetzt wieder dazu, mich an die Allgemeinheit zu wenden. Entschuldigt also die Verspätung. In meinem letzten Artikel hatte ich ja schon vorhergesehen, dass er der Letzte des Jahres 2007 sein könnte, dass ich aber nicht einmal die ersten Tage des neuen Jahres nutzen konnte, ist unverzeihlich. Wie auch immer. Ich hatte eine schöne Weihnachtszeit mit leckerem Essen, süffigem Trinken und ausgelassenen Feiern. Gans, Stollen und Helles gaben mir die Lebensgeister zurück, um die letzten Tage in meiner spanischen Heimat mit Tortilla und Negrita gebührlich zu geniessen.
Ab 2ten hatte ich auch noch bis zum 7ten Besuch von meinem Nachfogler in der Ottschen Dynastie, Bastian Ott, seiner Freundin Mary und meiner bessseren Hälfte. Zu viert schafften wir es sogar einmal in das berühmte Museo Reina Sofia zu gehen und Pablo Picasso, Dali, Miró, etc. unsere Aufwartung zu machen. Kunst ist aber halt so ne Sache. Es gibt halt wirklich interessante Kunst, aber 80 Prozent vor allem von der modernen Kunst hätte unser Hase Schrödi (Gott hab ihn selig!) ähnlich hingekriegt. Auf alle Fälle konnte ich dann wenigstens mal das berühmte Bild "Guernica" von Picasso bestaunen. Es besticht aber vor allem durch seine Größe. Ansonsten waren wir Essen, Shoppen, Besichtigen und erschöpft in der Wohnung Abhängen, in der uns dann prompt meine Vermieterin erwischte und erstmal sich aufgeregt hat, wie ich dazu käme so viele Leute bei mir einzuquartieren. Sie zog dann aber gott sei dank irgendawann ab. Bis jetzt ohne Folgen.
Vorgestern war ich mal wieder bei meinen Padrinos unter anderem um zu Essen aaber auch um Geschenke zu verteilen und einzusacken. Für mich das beste spanische Kochbuch herausgesprungen. Über meine Mitbringsel haben sie sich auch sehr gefreut und denn original Lebkuchen haben wir gleich erstmal zusammen vernichtet.
Nächste Woche steht dann meine erste Prüfung in Spanisch an. Mündlich eine spontane Reizwortgeschichte vortragen. Ihr sehr, kein wirklicher Anspruch. Die Woche drauf habe ich dann noch nen schriftlichen Test, bevor am 5ten Februar nach 10 Fragen Multiple Choice endlich das Dahinvegetieren in der spanischen Uni eine Ende hat. Ich freu mich schon richtig wieder auf ordentliche Vorlesungen in Passau. (Schlimm wenn man sich schon selber bei solchen Aussagen ertappt!!!)
So um den 8ten ist dann mein endgültiger Aufbruch geplant. Ein Fazit wird aber nochmal extra kommen, versprochen!!!
Das Wetter ist übrigens ziemlich scheiße, zwar nicht wirklich kalt, aber grau und nass. Endzeitstimmung halt!
Ach was ich ganz vergessen habe. Für die Spanier ist ja der Tag der drei heiligen Könige mit der wichtigste. Bei uns außer den Circus Krone Aufenthalten doch eher nicht befeiert, gibt es in Spanien wie ihr auch in den zwei Bildern sehen könnt am Vorabend eine große bunte Parade bei der am Ende die drei Könige in die Stadt einziehen. Am nächsten Tag gibt es dann auch erst die Weihnachts geschenke für die Kleinen. Dazu ist man so eine Art "Riesenbagel" mit Sahnefüllung und Gellatine-Süssigkeiten und Zucker dekoriert mit Namen Racon oder Ricon oder so. Der Spanier ist halt einfach loco und a bisserl anders.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Good Bye and good luck!!

Heute ist mein vorerst letzter Tag. Heute werde ich mit mener LieblingsgesellschaftIberia die Heimreise antreten. Wie Josef und MAria werde ih mich auf den Weg nach Hause machen, nur um mich nicht zaehlen zu lassen und auch nicht, keine Angst, weil irgendwer schwanger ist. Nein Weihnachten das Fest der Familie steht vor der Tuer und auch fuer den letzten Tag im Jahr, Sylvester, hat Muenchenden Zuschlag zur Austragung erhalten. Was gibt es sonst noch aus Madrid zu bereichten.
Letzten Samstag habe ich mal wieder meine Franzosen-Kontakte aufgefrischt. Mein Freund Stephane hatte mal wieder in seine veruchte WG geladen und ich um 22 Uhr schoen mit Negrita bewaffnet ab in Richtung Alonso Martinez. Dort angekommen, freundlicher Empfang, es wurde getrunken und gelacht. Irgendwann wollte ich dann abr auch mal los, was machen,iregndwo hingehen. Bis um 3 Uhr musste ich sehnlichst auf den Aufbruch warten. Ein Disko wurde angekuendigt mit 10 Euro Eintritt. Eigentlich ein rotes Tuc fuer mich, aber Stephane meinte er wuerde es zahlen, was mir im Endeffekt dann auch zu bloed war un ich dann selbst gezahlt habe. Drinnen leise, langweilige Lieder und ich zur Bar meinen Copa der im Preis inkl. war einfordern. Wodka Bull. Hatte ich den dann endlich, habe ich ihn nachdem ca. zur Haelfte geleert an meinen franzoesischen Nachbarn Tristan weitergegeben, der garnicht dumm mein Glas so oft durch die Reihen der abzufuellenden Maedchen zirkulieren liess, dass am Schluss nur noch nochmal ein grosser Scluck fuer ihn raussprang. Schade, aber damit hatten sich der Wille zur europaeischen Einigung minimiert. 5 Minuten spaeter stand ich dann auf der Strasse. Letztendlich bin ich dann auch noch den ganzen Weg nach Hause gelatscht, ehe ich um 4 35 Uhr endlich Ruhe fand.
Das Pendant zu dieser Feier fand dann am Dienstag statt. Ich und zwei deutsche (klar) Freundinnen hattezur deutschen Weihnachtsfeier mit spanischem Essen geladen. Natuerlich nicht in meiner Wohnung, sondern in der von der Alex und ihrem spanischen Freund Miguel. Die Wohnung verfuegt naemlich ueber eine durchaus interessante Dachterasse. (Erkaeltung fuer den naechsten Tag eingeplant--> Wick-Medi-Night ruft!) Zur Vospeise gab es Gulas. Das sind gefakte Aalbabys. Es sind aber keine, weil die heissen Angulas und sind unbezahlbar. Dann Albondigas, sprich spanische Fleischkloesschen. Zwischendrin deutsche Wuerstchen und saure Gurken und als Abschluss meine sensationellen spanischen Brataepfel. Fuer improvisierten Gluehwein war auch gesorgt. Und Negrita zum Nachspuelen stand auch bereit. Einfach ein gelungener erster Abschied aus Madrid.
Apropos Abschied das Jahr naehert sich dem Ende und man sollte ja mal wieder Billanz ziehen von dem letzten Jahr. Da gings es ganz schoen zur Sache. Ich hab mit ...pardon ... mir wurde auf brutalste Weise praktisch beim Spazierengehen der Arm gebrochen. Mein kleinster Bruder hat seinen Hasen Schroedi beerdigen muessen. Unsere Oma ist freidlich eingeschlafen und der Basti ist beim Feiern in Scherben getreten und hat sich den halben Fuss aufgeschlizt (erzaehlt man sich!). Aber es gab auch schoenes der naechste Ott hat Abitur, meine Freudin nen neuen Job. Karena machte die Mittelmeer-Kueste unsicher. Manuel feierte Sweet-Sixteen und ist nun groesser als der Rest meiner kleinen Familie. Die Wuerstel-Bude erlebt schon bald ihr Revival, und zwar in neuem Glanz und noch viel viel besser. Nachdem meine Vater mit schwerdem Herzen den Platz auf der Leo raeumen musste. So hatte wir doch alle unsere Sternstunden und unsere persoenlichen Erinnerungen an 2007 machen dieses Jahr wie jedes Jahr zu einem besonderen Jahr. Auf das, das naechste Jahr 2008, vielleicht ohne Bruch und Todesfall, aber mit aehnlich vielen Ueberraschungen und viel Gesundheit gespickt ist.

An alle da draussen, denen ich in Muenchen nicht ueber den Weg laufe.

Frohes Fest und guten Rutsch, lasst es krachen!!!!!!!!!!!!!!!

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Die Rückkehr des WM-Finales 2007

Internet geht wieder und zwar in ganzer Fülle des World Wide Web. Das heißt: Es ist mir jetzt sogar möglich euch die wenigen Bilder in meinen Blog zu stellen, die ich bis jetzt in Madrid mittels meiner Handykamera oder anderen Kameras anderer Leute geschossen habe. Also mal schön öfters wieder beim Niklas reinschauen, die Zeit der Langeweile ist vorbei.
Trotzdem auch hier nochmal die neuesten Neuigkeiten aus dem herbstlichen Madrid. Am Donnerstag letzt Woche war ich noch in einem sehr guten empfehlenswerten Film namens "Muerte de un presidente". Der handelt von einem Attentat im Oktober 2007 auf George W. Bush. Ja ihr habt richtig gehört, aber Pustekuchen ist doch nur ein Film. Das Neue an dem Film war dass es keinen Schauspieler gab der den Prsäidenten spielte sondern fast nur Originalaufnahmen benutzt wurden, jedoch eine völlig neue Handlung ergab. Wirklich nicht schlecht. Nachdem wir am Freitag nach dem Donnerstag, der ein Feiertag war (29 Jahre spanische Verfassung) wieder eine "Puente" hatten, sprich einen Brückentag, der jedenfalls für die Studenten gleichbedeutend mit Freizeit ist, entschlossen sich fast alle außer mir ihr verlängertes WOchenende irgendwo in Spanien zu verbringen und ich die treue Seele saß in Madrid und dachte und nun. Ohne Internet? Naja die Antwort lies nicht lange auf sich warten. Um 21 Uhr rief mich einer meiner wenigen Erasmus-Freunde Stephane aus Toulouse an, der nachdem er erst aus seiner WG von einem deutschen Mitbewohner vertrieben, in einer anderen Wohnung mit Huren, deren Freunden und Müttern, und Drogendealer gewohnt, endlich einen Platz in einer französisch-italienischen WG gefunden hatte und dort am Freitag ne schöne Fete steigen sollte. Ich als einziger Deutscher mittendrin. Und so geschah es. Um 22 45 kreuzte ich auf besagter Feier. Mein mitgebrachter Negrita wurde prakitsch in den ersten 2 Minuten vernichtet und das morgige Geburtstagskind Lorenzo gab sich arg Mühe seinen Geburtag am folgenden Tag nicht lebend zu erreichen. Er stürzte bereits um 23 30 Uhr den Sekt herunter als ob man zu dieser Zeit in Italien Höchstform beweisen muss. Um 12 Uhr nahm er sich dann auch noch den Champagner vor. Glückwünsche bekam er soweit ich mitbekommen habe keine. Warum auch? Um 24 30 lag er irgendwo in der Ecke des Zimmers. Eine Stunde später schwankte mit Begleitung Richtung Schlafgemach ohne nochmal um 2 Uhr auf sich aufmerksam, indem er nur mit einem T-Shirt bekleidet im Gang seine Männlichkeit durch die Gegend schwang. Um 4 Uhr saß ich immernoch in einer dann lediglich französischen Runde und resumierte den Sieg der französischen Mannschaft. So wie es im Sommer bei der WM 2007 gelaufen war, durfte es diesmal nicht enden. Kurz nach 4 pfiff ich in Heribert Fandel Manier die Geschichte ab und schlich alleine aber um einige Gespäche reicher durch die dunklen Gassen Madrids zu meinem Nachtbus. Übrigens schien ich einen recht guten Eindruck hinterlassen zu haben denn am Samstag Abend rief mich Stephane erneut an, meine Mailbox spuckte daraufhin wieder eine neue Einladung zum Fiesta-machen aus, jedoch lies ich diesen Abend die Roten und gelben Karten zuhause!
Apropos Fussball am Samstag wollte ich mal wieder Real MAdrid Karten organisieren. MA Stadion angekommen, teilte mir ein Portier in Neonweste mit, dass Liga-Karten lediglich eine Woche vorher gekauft werden könnten, jedoch wenn ich Real gg. Lazio sehen wollen würde, sollte ich mal warten. Bevor ich verneinen konnte, rief der "Portier" ein altes klappriges Auto heran, das auf der gegenüberliegenden Seite gewartet hatte. Mit quitschenden Reifen näherte sich mir mein "Verkäufer". Zwei obskurre Gestalten stiegen aus. Ein Düner, der Verkäufer, und ein Dicker, der Dicke. Nachdem er mich fragte was ich wolle, er hätte ja alles, okay die Karten die ich haben will, hatte er nicht, dafür Lazio für nen Fuffi pro Karte. Ich hab ihm gesagt, dass ich bei dem Angebot sicher nicht dabei wär, woraufhin er schimpfend davon stiefelte gefolgt von dem Dicken. Schwarzmarkt mal anders!!
Sonst habe ich am WE versucht, rechtzeitig meine Geschenke für Weihnachten einzukaufen. Vergeblich! Dafür hab ich eine neue Hose und T-Shirt.
Am Montag schwamm ich dann das erste Mal 2,8km. Schluck!! Muss das sein? Ich weiß es auch nicht!!!
Heute Werder in meinem deutschen Lieblingsetablissment "Fass" verlieren gesehen und endlich Internet. Weihnachten kann kommen, auch ohne Geschenke!!!!!

Donnerstag, 6. Dezember 2007

30 Jahre, 90 Jahre, 20 Jahre, Nikolaus

Erst einmal wuensche ich euch allen alles Gute zum Nikolaus. Ich hoffe eure stiefel waren prall gefuellt. Falls ihr es vergessen habt, heute ist mein NAMENSTAG. Jaaeeeeehhhhhhh. Aber egal.
Ja es stimmt ich habe mal wieder mich einige Tage nicht gemeldet. Diesmal hatte ich aber noch driftigere Gruende als letztes Mal. Als Entschaedigung werde ich jetzt eine entsprechend ausfuerhlich Zusammenfassung der Verkommnisse der letzten wochen schildern. Wir beginnen am Mittwoch den 21.11.2007. Mein Tete-a-tete mit der Friedrich Ebert Stiftung. Ich hatte miur am Vortag im Internet bei Google extra noch einmal die adresse der Stiftung herausgesucht und marschierte frisch eingekleidet (musste mir noch extra ein wenig ansehbare Haute-Couture von H&M und Zara zulegen)in Richtung Stiftung mit dem Auftrag mein Networking fuer die Arbeitswelt weiter zu stricken. Nachdem ich erst einmal die Hausnummer vergeblich gesucht hatte, stand ich endgueltig vor der entsprechenden Adresse. Ein ganz normales Mietshaus in Madrid. Hier sollte die Stifung ihren Sitz haben? Natuerlich gab es auch kein entspechendes Klingelschild, so dass ich erst ueber den Hausmeister in die 12 Etage zur vermeintlicen Tuer geleitet wurde. Ich klingelte. Mir oeffnete eine asiatische Haushaelterin und nachdem ich mein Anliegen hervorgestottert hatte, wurde in die weite Wohnung nach dem Hausherren gerufen. Der schluefte dann im Bademantel und Schlappen heran. Es stellte sich raus dass ich in der Privatwohnung des Vorgaengers stand, der vor 30 Jahren nach Spanien kam und die sozialistische Partei Spaniens, die PSOE, mitbegruendet und entscheidenden Einfluss audf die Festigung der Demokratie hatte. Auf mich machte er eher einen gebrechlichen Eindruck. Das wurde verstaerkt als er seinen Auftritt mit einer kuerzlichen OP "hier unten am Bein" begruendete. Naja durch seine Anleitung kam ich dann eine hlabe Stunde zu spaet zum richtigen Ansprechpartner der FES ein paar Strassen weiter. Der hatte dann auch leider nurnoch eine halbe Studne Zeit, darf mich aber doch jederzeit auf dieses aeusserst positive Gespraech in Zukunft beziehen. Gut.
Am Donnerstag erhielt ich dann den traurigen Anruf meiner Mama, meine Oma war mit 90 Jahre friedlich dieser Welt entschlafen. Schock. Ein Flug war schnell und teuer gebucht und am darauffolgenden Mittwoch machte ich mich um Halb sieben in der Frueh auf meiner Oma die letzte Ehre zu erweisen. Am Terminal 4 des Flughafen Baraja angekommen offenbarte sich mir der schlimmsate Eincheckzirkus meines Lebens. Die Fluggesellschaft Iberia machte mir schon allein die Kofferabgabe trotz kaum anderer Passagiere zu einem Abenteuer. Ich hatte bei der Buchung einen Code erhalten, die ich typisch falsch in die obligatorische Eincheckmaschiene haemmerte. Man darf dabei nicht vergessen, dass ich natuerlich durch die Metro ein wenig in Verzug gekommen war. Nachdem ich von einer unfreundlichenFlugbegleitung zum Helpdesk fuer Businness-Passagiere geschickt worden war, diese mich wiederum an einen anderen Counter schickten und ich dort wie den verdammten Code aufgeschreben bekommen hatte, haemerte ich wieder uaf die MAschiene vom Check-in ein. Es funktionierte. Der Klebestreigen fuer mein Gepaeck erschien. Ich beklebte meine Tasche, waehrendessen war anscheinemd zeitgleich men Ticket oben am Automaten erschienen und nachdem ich von unten, vom Kleben nach oben kam, das Ticket wieder swutsch in der Versenkung verschwand. AQAAArrrggghhhhhh. Wieder zum Desk, neues Ticket, wieder zur Flugbegleitung Tasche abgegeben, erschoepft in meinen Sessel im Flugzeug gesunken, eingeschafen. Aufgewacht, der Essenwagen fuhr gerade vorbei. Ich: Stoooopppp!!! Ein Kaffee mit MIlch und wenn moeglich ein Orangensaft danke danke danke. Getraenke wurden vor mir platziert. Ich wollte gerade die wichtigen Fluessigkeiten ansetzen. 4 50 € macht das!!!!!!!!!!! Ahhhhhhhhhh.
Muenchen war dann trotz des traurigen Anlasses eigentlich ganz schoen. Endlich mal wieder die anderen 4 Enkel aus dem Norden getroffen. Die Zeremonie fuer meine Oma war auch sehr passend und schoen, wenn man das so ueberhaupt sagen kann. Gibt halt schon viele Erinnerungen mit meiner kleinen Oma. Die gehen aber die Mehrheit von euch wirklich nichts an .;-)
Am Freitag hatten wir dann noch das Glueck was positives zu feiern. Mein Bruder der Basti wurde 20 Jahre alt. Hatte schoen mit ihm reingefeiert im Tonstudio, wobei ich ihn beim Nintendospielen im "Ton-studio" in die Schranken weisen musste. Am Freitag dann nochmal im "Max und Moritz" gefeiert. Samstag dann wieder zurueck ins vergleichsweise warme Madrid (tagsueber 13-15 Grad)
Heute also Nikolaus. Hab sicher noch einige Kleinigkeiten vergessen. So z.B. dass ich vorgestern Ochsenschwanz (Rabo) gegessen habe. Ich habs ueberlebt. Ausserdem dass seit Montag unser Internet in Gaenze streikt und heute noch das warme Wasser ausgefallen ist. Bei der Kaelte kommt dann erst Weihnachtsstimmung auf. Der Spanier an sich verkleidet sich uebrigens in der Weihnachstzeit, mit Peruecke und so. Lass ich mal so dahin gestellt!!! Alles Weitere kriegt hier ab jetzt bruchstueckhaft hanchgeliefert. Regelmaessig, wenn moeglich, versprochen!!!!!

Dienstag, 20. November 2007

Besuch, Besuch,.....




Lang, lang ist es her seitdem ich das letzte Mal euch mit Neuigkeiten aus Madrid erfreuen konnte. Ein wenig tut es mir natuerlich auch leid. Da hab ich euch mit meiner Odyssee erst ganz in den Bann meiner Tortur gezogen und ihr habt mitgelitten und die Besucherzahlen auf meiner Seite schnellten ploetzlich in die Hoehe.

Das sollte euch auch eine Lehre sein. Nicht nur bei negativen Nachrichten ist mein Leben einen Blick wert!!!!!!

Naja ihr seid ja auch ueberhaupt nicht der Grund fuer das Aussetzen gewesen, gut der ein oder andere sicher, aber dass wissen die Personen, die gemeint sind.
Das war naemlich so: Vor 2 Wochen stand ploetzlich der Alex am Flughafen. Klar angemeldet hatte er sich schon einige Zeit vorher, aber ein Schock ist es trotzdem jedesmal. Man weiss dann immer was kommt. Wenig Schlaf und Vergangenheitsreisen inklusive. Ne Spass bei Seite. War eine echte Gaudi, mal wieder ein wenig Heimat zu geniessen. Ausserdem weiss ich seitdem dass hier mein Lieblingsgetraenk Rum-Cola ist und zwar mit dem Rum namens Negrita, Kostenpunkt im Supermarkt ca. 6 Euro. Da kann man nicht meckern. Mit Alex habe ich dann auch endlich angefangen, die Peripherie Madrids ein wenig zu erforschen und wir waren dementsprechend in Toledo, der Stadt der Schwerter und von Don Quijote, obwohl Don Quijote hier irgendwie ueberall zuhause zu sein scheint. Jedenfalls haette das glaub ich jeder Spanier gerne. Ist wirklich eigenartig. Fuer uns ist Don Quijote von Miguel Cervantes eher ein Kinderbuch und hier die Ikone hoch 10.
Naja unterwegs waren wir auch, aber erzaehlenswert sind eigentlich nur mal wieder die endlosen Abende auf meinem Balkon, die letzten warmen Abende auch in Madrid. Ich hoffe auch bald hier mal Internet zu haben und dann endlich mal einige Fotos ins Internet stellen zu koennen. Wenn die Geschichten dann langweiliger werden gibt es wenigstens zusaetzliches Infomaterial als Entschaedigung.
Letzte Woche war dann endlich mal wieder meine Freundin in Madrid und auch mit ihr habe ich mich mal raus aus Madrid getraut, nach Aranjuez, dem Somersitz irgeneines Koenigs von damals. Ist wirklich zu empfehlen zum Spazierengehen fuer vielleicht ne Stunde. Reicht aber voellig sich das ganze von Aussen anzuschauen. Die Parks sind eh glaub ich das Entscheidende.
Morgen habe ich dann mein Orientierungstreffen in der Friedrich Ebert Stiftung. Hab mir heute noch extra ein Outfit zugelegt, sonst haette ich noch auf die 70er Jahre Ski-Jacke meines Vaters (!!!!!!!) zurueckgreifen muessen. Sehr cool, aber fuer einen Stiftungstypen beim ersten Treffen vielleicht zu modern.
Gestern war ich dann auch mal wieder das erste Mal nach zwei Wochen schwimmen. Nach 2km hatte ich genuegend gelitten und gebuesst fuer 2 Wochen Deutschreden, Freizeiten und Rumtrinken. Achso und keinen Bloggschreiben. Es wird nicht mehr vorkommen versprochen!!!!!!!!!!!!!!!! Uebrigens regent es seit 2 Tagen, ich wusste garnicht dass das hier ueberhaupt geht und die Temperaturen sausen von Tag zu Tag mehr in die Keller. Und ich hab gedacht der Sommer wuerde hier nie enden. Puenktlich zu Nikolaus!